Donnerstag, 18. Januar 2018

Augsburger Panther

12. Januar 2018 06:27 Uhr

Augsburger Panther

Das Derby Augsburg – Nürnberg ist ein Eishockey-Dauerbrenner

Gegen keine andere Mannschaft haben die Panther in der jüngeren Vergangenheit häufiger gespielt. Zuletzt setzte es zwei Niederlagen. Jetzt aber haben sich die Vorzeichen geändert.

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Auf Panther-Kapitän Steffen Tölzer (links) und Torwart Olivier Roy kommt heute in Nürnberg viel Arbeit zu. Die Franken stehen an der Tabellenspitze.
Foto: Siegfried Kerpf

Montag frei, Dienstag nur lockeres Training. Erst ab Mittwoch zog Panther-Trainer Mike Stewart die Zügel in dieser Woche wieder etwas straffer. Stressige Tage liegen hinter seiner Mannschaft. Das Auswärtsspiel in Nürnberg (Freitag, 19.30 Uhr) ist die 13. Partie in den vergangenen fünf Wochen. Der Zeitplan ist so straff, da die Deutsche Eishockey Liga (DEL) im Februar während der Olympischen Spiele pausiert.

Augsburger Panther haben diesmal kein Verletzungspech

Während viele andere Mannschaften schon eine ganze Reihe Verletzte haben, ist der Kader der Augsburger bisher gut durch die Saison gekommen und momentan vollzählig. Das spricht für die körperliche Fitness und Belastungssteuerung, was in den Aufgabenbereich von Athletiktrainer Sven Herzog fällt.

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Zuletzt fehlte nur Thomas J. Trevelyan wegen eines grippalen Infekts. Der Kanadier stand allerdings auch schon vor seiner Erkrankung nicht im Kader. Grund: Für den Ende November verpflichteten Torwart Olivier Roy haben die Panther ihre zehnte Ausländerlizenz vergeben, in der DEL dürfen aber nur neun Ausländer spielen. Vermutlich wird Trevelyan auch heute Abend in Nürnberg wieder nur die Zuschauerrolle bekommen, denn warum sollte Stewart sein Erfolgsrezept der vergangenen drei Spiele ändern? Gegen Bremerhaven (3:1), Wolfsburg (5:3) und Düsseldorf (3:2 n.V.) stand Roy im Tor, Trevelyan saß auf der Tribüne.

Bestätigen wollte Stewart das gestern nicht, der Gegner soll möglichst lang im Unklaren gelassen werden. Darüber hinaus dürfte es im Duell zwischen Augsburg und Nürnberg aber keine Geheimnisse mehr geben. Das heutige Aufeinandertreffen ist das 16. in dieser und der vergangenen Saison (inklusive Play-offs, Hauptrunde und Freundschaftsspiele).

„Wir wissen genau, wie sie spielen“, bestätigt Stewart. „Sie brauchen nicht viele Chancen, um ihre Tore zu machen.“ Vor allem die erste Sturmreihe mit Patrick Reimer, Yasin Ehliz und David Steckel ist brandgefährlich und kommt immer besser in Schwung. Das blitzschnelle Umschalten von Defensive in Offensive ist die große Stärke der Mannschaft von Trainer Rob Wilson.

AEV-Gegner Nürnberg hat beste Abwehr der DEL

Zudem verfügt der DEL-Spitzenreiter über die beste Abwehr der Liga. „Wir brauchen eine super Teamleistung, wenn wir da bestehen wollen“, fordert Stewart. „Es reicht nicht, nur deren erste Reihe auszuschalten. Nürnberg ist durch die Bank stark besetzt.“ Er sagt aber auch: „In den drei bisherigen Spielen dieser Saison haben wir immer gut ausgeschaut.“ Einem klaren 4:0-Heimsieg folgten zwei knappe Niederlagen (1:2 und 2:3).

Einer, auf den heute viel Arbeit zukommen wird, ist Verteidiger Steffen Tölzer. Der Kapitän sieht seine Mannschaft aber im Aufwind. „Wir haben uns das Glück zurückerarbeitet“, sagt er. Spiele wie das gegen Düsseldorf, „hätten wir vor ein paar Wochen noch mit einem Tor verloren. Jetzt gewinnen wir es.“ Sein Erfolgsrezept ist denkbar einfach: „Immer weitermachen und an sich glauben. Irgendwann muss der Knoten ja platzen. Und antreten müssen wir so oder so. Ich kann nicht sagen: Ich bleib jetzt daheim und lass die anderen gewinnen.“

Auch die Verpflichtung von Roy habe der Mannschaft in einer Phase mit vielen Niederlagen einen zusätzlichen Kick gegeben. „Außerdem pushen sich die drei Torhüter jetzt in jedem Training gegenseitig.“ Das gelte aber grundsätzlich, „also auch, wenn wir acht Verteidiger oder mehrere Stürmer haben – das gibt immer einen Wettkampf um die Plätze und ist nie verkehrt.“

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