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28. November 2008 12:25 Uhr

ERC Ingolstadt

"Dieses Spiel wird Play-Off-Charakter haben"

Wenn am Freitagabend um 19.30 in der Saturn Arena der Bully zur Partie des ERC Ingolstadt gegen die Kölner Haie erfolgt, sollte eigentlich ein Topspiel stattfinden. Doch die Realität sieht anders aus. Von Florian Eisele Von Florian Eisele

"Dieses Spiel wird Play-Off-Charakter haben"
Foto: ALFA

Von Florian Eisele

Ingolstadt. Wenn am Freitagabend um 19.30 in der Saturn Arena der Bully zur Partie des ERC Ingolstadt gegen die Kölner Haie erfolgt, sollte eigentlich ein Topspiel stattfinden, in dem die Protagonisten zumindest um die Platzierung innerhalb der Play-Off-Plätze kämpfen.

Soweit zur eigentlichen Zielsetzung der beiden Klubs - die Realität sieht anders aus: Im Spiel des Tabellen-Zwölften Köln beim Vierzehnten aus Ingolstadt treffen zwei Teams aufeinander, die in dieser Spielzeit nie wirklich in Tritt gekommen sind und ihren Ansprüchen weit hinterher hinken.

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"Dass es so läuft, hätten wohl beide Vereine vor der Saison nicht gedacht", gibt ERC-Sportmanager Tobias Abstreiter vor der Partie zu. Umso wichtiger erscheint es für beide Vereine, im Kampf um Platz zehn und somit um die Pre-Play-Offs zumindest den direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen. Wie wichtig ein Sieg gegen die Rheinländer wäre, daran lässt Abstreiter keinen Zweifel: "Dieses Spiel wird einen Play-Off-Charakter haben. Beide Mannschaften werden um jeden Zentimeter Eis kämpfen."

Um nach der bitteren Pleite gegen Iserlohn wieder nachzulegen, feilte man am Donnerstag im ERCI-Lager vor allem an der Einstellung. Panther-Coach Benoit Laporte bat seine Spieler am eigentlich freien Tag bereits um 6.30 Uhr zum Training. Der Grund: Das "wahre Leben" sollte ihnen vor Augen geführt werden, ein Wecktermin zu arbeitsüblichen Zeiten inklusive.

Tobias Abstreiter ist davon überzeugt, dass diese Maßnahme gefruchtet hat: "Wir haben uns bestmöglich vorbereitet, mit einer Videoanalyse, intensivem Training und vielen Gesprächen. Ein Zeitvertreib sieht anders aus." Neben dem Trainingsbetrieb habe es auch ein Gespräch zwischen Mannschaft und Trainer gegeben, in dem sich beide "ausgesprochen" hätten, erklärt der Sportmanager: "Das war eine wichtige Basis, der Inhalt des Gesprächs bleibt aber in der Kabine." Ab jetzt wisse jeder im Team, dass er "viel mehr bringen muss als zuletzt." In der DEL werde jede Nachlässigkeit bestraft. "Ab jetzt müssen wir in jedes Spiel gehen, als ob es unser letztes wäre."

Ast, Higgins, Sarault, Nickulas und St. Jaques fallen aus

Von der Tribüne können sich indes die Panther Doug Ast (Knöchel-OP), Matt Higgins (Knieverletzung), Yves Sarault (Zerrung) und Eric Nickulas (Schulterverletzung) die Begegnung gegen Köln ansehen, bei Bruno St. Jaques ist hingegen noch offen, ob er mitwirken kann - er laboriert an einer Gehirnerschütterung.

Ob das Panther-Lager bald Verstärkung aus Nürnberg bekommen wird, wollte Abstreiter gestern noch offen lassen: Nach der Insolvenz der Franken sind dort die Gehälter gerade mal für die nächsten drei Monate gesichert - spätestens danach könnten sich einige Spieler der "Ice Tigers" als wechselwillig zeigen. "Natürlich beobachtet man diese Situation, um dann handeln zu können, sollte es so weit sein. Das ist dann für uns ein Thema, genau wie für jeden anderen DEL-Klub auch."

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