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01. November 2009 17:05 Uhr

Panther "zerlegen" die Iserlohn Roosters

ERCI: Manno-Schützlinge kommen zu einem 7:1-Schützenfest

Die Panther bleiben hungrig. Am Freitag "verspeisten" die Schanzer die Iserlohn Roosters mit 7:1 und verbesserten sich in der Tabelle auf den fünften Rang. Damit geht der Höhenflug des ERC Ingolstadt in der DEL vor der zweiwöchigen Länderspielpause weiter. Von Norbert Eibel

Panther "zerlegen" die Iserlohn Roosters
Foto: ALFA

Die Panther bleiben hungrig. Gestern Abend "verspeisten" die Schanzer die Iserlohn Roosters mit 7:1 (2:0, 2:0, 3:1) und verbesserten sich in der Tabelle auf den fünften Rang. Damit geht der Höhenflug des ERC Ingolstadt in der DEL vor der zweiwöchigen Länderspielpause weiter. Vorher steht noch am Sonntag (18.30 Uhr) das Gastspiel in Frankfurt auf dem Spielplan.

Das Match begann weniger offensiv, wie es die 3525 Zuschauer vielleicht erwartet hatten. Die erste Strafe kassierten die Gäste - nach 2.18 Minuten musste Jon Insana vom Eis. Ruppig weiter ging es in der elften Minute. Prestin Ryan (2+2 übertriebene Härte) checkte Michael Wolf. In die anschließende Keilerei waren auch Joe Motzko und Tim Hambly verwickelt. Von den Roosters mussten Robert Hock und Wolf (2+2) auf die Strafbank. Mit zwei (!) Akteuren weniger auf dem Eis (auch Dominic Walsh musste danach noch auf die Strafbank) gelang den Panthern dann der große Wurf. Einen Scheibenverlust an der blauen Linie nutzte Tyler Bouck zur Führung (13.).

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Kaum zwei Minuten später setzte Ben Clymer, als bei den Roosters Marty Wilford wegen Beinstellens draußen saß, nach einem Zuspiel von Rick Girard den Puck von halbrechts ins Kreuzeck (15.). Die einzig gute Chance für die Gäste vereitelte 23 Sekunden vor Drittelende Dimitri Pätzold im ERCI-Kasten, als er gegen Michael Wolf, der den Puck mitgenommen hatte, klärte.

Im zweiten Drittel verflachte das Spiel für lange Zeit. Ingolstadt verteidigte teilweise mit vier Mann an der blauen Linie und warte auf Konter. In der 36. Minute folgte der Weckruf, als Matt Hussey und Vince Bellissimo im Sekundenabstand Iserlohns Keeper Sebastian Stefaniszin an die Maske schossen. Das dritte Tor machte dann Thomas Greilinger (37.). Im Gewühl vor dem Kasten stocherte er den Puck über die Linie. Jetzt fiel Iserlohn fast auseinander. Als Andy Schneider (Roosters) und Tim Hambly (Panther) die Strafbank drückten, verwertet Thomas Greilinger ein Zuspiel von Ben Clymer über rechts zu seinem zwölften Saisontreffer (39.) - 4:0. Pech hatten die Gäste. Einem vermeintlichen Tor von Jon Insana im Gegenzug verweigerte der Unparteiische Christian Oswald nach Videobeweis wegen Torraumabseits die Anerkennung. Die große Chance zum fünften ERCI-Treffer vergab Sekunden vor der Drittelpause Pat Kavanagh, als er völlig frei an Stefaniszin scheiterte.

Als im letzten Durchgang Stephan Daschner auf der Strafbank saß, kamen auch die Sauerländer zu ihrem Tor. Brian Swanson schlenzte den Puck Pätzold durch die Beine (45.). Doch die Panther ließen sich davon in keinster Weise beirren. Prestin Ryan saß gerade eine Zwei-Minuten-Strafe ab, als auch Quinn Hancock wegen Stockschlags marschierte. Gerade war der Iserlohner vom Eis, da schlug Matt Hussey auch schon zu und der Puck lag im Netz (46.). Und der Torhunger der Schanzer war noch nicht gestillt. Wieder ein Überzahlspiel (Ryan Ready saß diesmal draußen) - da bediente Joe Motzko seinen Sturmpartner Tyler Bouck und der netzte zum 6:1 ein (52.). Nach dem 7:1 von Bobby Wren (53.) flogen dem Roosters-Goalie Sebastian Stefaniszin die Sicherungen raus. Er holte den Torschützen mit einem Würgegriff von den Kufen. Die Quittung war eine Spieldauer-Disziplinarstrafe für den Iserlohner. Danny aus den Birken stand dafür die letzten sieben Minuten im Gästetor.

Hoch zufrieden äußerten sich Spieler und Trainer nach dem Ende der Partie. "Wenn der Sieg auch um das ein oder andere Tor zu hoch ausgefallen ist, war er doch verdient. Mit einem Heimsieg bin ich immer zufrieden", blieb Trainer Bob Manno fast bescheiden. Euphorischer gab sich Bobby Wren. "Das ist ein großes Team. Aber wir können noch besser sein. Es ist alles perfekt hier, die Organisation, der Verein. Wir sind eine der besten Mannschaften der Liga." Den Ausraster von Sebastian Stefaniszin nahm der Kanadier nicht weiter tragisch. "Er war frustriert. Ich hätte vielleicht dasselbe getan, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre."

ERCI: Pätzold - Hambly, Ficenec, Bakos, St. Jacques, Ryan, Clymer; Daschner - Greilinger, Wren, Girard: Bellissimo, Hussey, Waginger; Bouck, Kavanagh, Motzko; Schenkel, Goodall, Walsh. - Tore: 1:0 (13.) Bouck, 2:0 (15.) Clymer, 3:0 (37.) Greilinger, 4:0 (39.) Greilinger, 4:1 (45.) Swanson, 5:1 (46.) Kavanagh, 6:1 (52.) Bouck, 7:1 (53.) Wren. - Zuschauer: 3525. Norbert Eibel

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