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05. März 2008 19:54 Uhr

Terminüberschneidung

FCA und Panther spielen fast zeitgleich zu Hause

Zweimal Augsburger Spitzensport am Freitag: Im Fußball kommt der Zweitliga-Tabellenführer ins Rosenaustadion, im Curt-Frenzel-Stadion geben die Düsseldorfer MetroStars ein Gastspiel bei den Panthern. Und das, obwohl man versucht hat, solche Zusammentrefefn zu verhindern.

Warum spielen der FCA (18 Uhr gegen Mönchengladbach) und die Panther (19.30 Uhr) fast zeitgleich in Augsburg?

Der Eishockey-Terminplan ist bereits seit vergangenem Sommer bekannt. Der FCA ist deshalb laut Manager Andreas Rettig vor der Saison "offiziell mit einem Brief an die Deutsche Fußball-Liga herangetreten und hat um die Entzerrung der Spieltermine gebeten".

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Die DFL nahm aber darauf keine Rücksicht und setzte die Partie nach Absprache mit dem Fernsehen für diesen Freitag an. "Panther-Manager Max Fedra hat mich deshalb kürzlich angerufen, ob eine Verlegung möglich wäre, wenn es für die Panther noch um etwas geht. Ich habe ihm gesagt, dass das wegen der TV-Verträge nicht möglich ist und stattdessen vorgeschlagen, die Panther-Partie auf 20.15 Uhr zu verschieben", sagt Rettig.

Das wiederum konnten und wollten die Panther nicht. Die Deutsche Eishockey-Liga verlangt, dass aus Wettbewerbsgründen an den beiden letzten Vorrundenspieltagen alle Spiele zeitgleich stattfinden. Per Sondergenehmigung haben die DEL-Gesellschafter diese Regel zwar im Fall Nürnberg gegen Berlin aufgehoben, weil die Nürnberger am Sonntag keine Halle zur Verfügung haben, aber Panther-Manager Max Fedra wollte keine Ausnahme beantragen. "Ich halte nichts davon, etwas aufzuheben, was man zuvor zur Pflicht erklärt hat."

Deshalb bestreiten die Panther ihr letztes Saisonheimspiel um 19.30 Uhr. "Wir können uns zwar nicht mehr vom 12. Platz verbessern, aber wir wollen unseren Fans einen vernünftigen Saisonabschluss bieten", verspricht Manager Fedra, und für Düsseldorf geht es um einen Platz in den Vor-Play-Offs.

Die Eishockey-Fans erwartet am Freitag ein Novum in der DEL: Nicht einer, sondern zwei Hauptschiedsrichter werden die Partie gegen die DEG leiten. Zusammen mit den beiden Assistenten stehen dann vier Unparteiische auf dem Eis. Diese Besetzung, die in der nordamerikanischen Profiliga NHL Standard ist, soll für die Play-Offs in Deutschland geübt werden. Damit sich alle Beteiligten daran gewöhnen, wird an den beiden letzten Vorrundenspieltagen am Freitag und am Sonntag mit großer Besetzung gepfiffen.

In Augsburg sind als Hauptschiedsrichter der Amerikaner Rick Looker und Christian Oswald aus Bad Wörishofen eingeteilt. Kritiker befürchten, dass es zu einem "Wettbewerb der Pfeifenmänner" kommt. Nach dem Motto: Wenn einer der beiden viele Strafen hintereinander verhängt, dann muss der andere nachziehen. Doch Holger Gerstberger, Schiedsrichter-Beauftragter in der Deutschen Eishockey-Liga, sieht dieses Problem nicht: "Das kann ich nicht nachvollziehen. Schiedsrichter-Arbeit ist Teamwork, und wer so etwas behauptet, hat sich noch nie damit beschäftigt." (pede/ms)

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