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05. September 2010 21:36 Uhr

ERCI gewinnt

Ingolstädter Panther lassen in Köln nichts anbrennen

Die Ingolstädter Panther haben ihren ersten Sieg in der laufenden Saison der Deutschen Eishockey-Liga eingefahren. Gegen die Kölner Haie gab der ERCI allerdings gleich zweimal eine Führung aus der Hand. Von Michael Böhm

Für die Partie gegen die Haie stellte ERCI-Trainer Greg Thomson seine Reihen gehörig um: So stürmte Michael Waginger (im Bild) in Köln zusammen mit Matt Hussey und Rick Girard, der in Überzahl den Treffer zum 4:3 markierte. Archivfoto: Xaver Habermeier

Von Michael Böhm und Alexander Brandt

Köln. Nach der Auftaktpleite gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitag (1:2) haben die Ingolstädter Panther gestern Abend ihren ersten Sieg in der aktuellen Saison der Deutschen Eishockey-Liga eingefahren. Gegen die Kölner Haie gewann der ERCI trotz einiger Hochs und Tiefs verdient mit 5:3 (1:2, 2:0, 2:1).

"Insgesamt bin ich heute sehr zufrieden. Wir wollten nicht mit zwei Niederlagen in die Saison starten und das ist uns zum Glück gelungen", erklärte ERC-Trainer Greg Thomson nach der Partie.

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Wie schon beim Saisonauftakt gegen Nürnberg erwischten die Panther gestern in der Kölner Lanxess-Arena vor 10 098 Zuschauern einen guten Start und gingen früh in Führung. Bereits in der dritten Minute nutzte Verteidiger Jakub Ficenec in Manier eines Mittelstürmers vor dem gegnerischen Tor einen Abpraller, um das 1:0 für Ingolstadt zu erzielen.

Doch der Jubel der rund 30 mitgereisten Anhänger war gerade erst verhallt, als die Kölner zur Aufholjagd bliesen und mit einem Doppelschlag innerhalb von 65 Sekunden die Partie drehten. Erst jagte Ross Lupaschuk (5.) einen trockenen Schlagschuss in den Winkel, dann fälschte Ryan Ramsay (6.) einen Schuss von Moritz Müller zum Kölner Führungstreffer ab.

Die Panther wirkten daraufhin geschockt und leisteten sich in der Defensive ein ums andere Mal gefährliche Schnitzer, die allerdings Torhüter Ian Gordon allesamt ausbügelte. Nicht viel besser lief es im Angriff, wo Thomas Greilinger und Christoph Gawlik zwei gute Chancen ungenutzt ließen und auch eine zweiminütige Überzahlsituation am Ende des ersten Abschnitts erfolglos blieb.

Kapitän Tyler Bouck bringt die Wende

Nach der Pause kamen die Ingolstädter aber besser ins Spiel. Allen voran Kapitän Tyler Bouck, der in der 28. Minute den Puck über die Schulter von Haie-Goalie Adam Dennis zum 2:2-Ausgleich unter die Latte lupfte und sieben Minuten später die erneute Führung für den ERC erzielte (36.). Sein Schuss vom Bully-Kreis aus rutschte Kölns Keeper Dennis etwas unglücklich durch die Schoner. Schiedsrichter Steffen Klau zog daraufhin den Videobeweis zurate, entschied dann jedoch zu Recht auf Tor und 3:2 für die Panther.

Während in den ersten beiden Dritteln beide Teams ihre Überzahlsituationen noch - zum Teil kläglich - ungenutzt ließen, zeigten sie in den abschließenden 20 Minuten, dass sie auch im Powerplay Tore schießen können. So glich in der 45. Minute Kölns Johan Akerman mit einem "Hammer" von der blauen Linie zum 3:3 aus.

Dieses Ergebnis hatte jedoch sage und schreibe nur acht Sekunden (!) Bestand. So lange dauerte es, ehe Ingolstadts Rick Girard (46.) wieder den alten Abstand herstellte. Den Schlusspunkt setzte dann Christoph Gawlik, der in Überzahl den Treffer zum 5:3 markierte (50.). Zwar hatte Kölns Nationalspieler Philip Gogulla drei Minuten vor der Schlusssirene noch den Anschlusstreffer auf dem Schläger, sein Schuss aus dem Handgelenk landete aber nur am Pfosten des Ingolstädter Tores.

Gordon - Hambly, Ficenec; St. Jacques, Retzer; Chartier, Degon; Daschner - Waginger, Hussey, Girard; Bouck, Forbes, Motzko; Gawlik, Wren, Greilinger; Huebscher, Buzas, Walsh.

0:1 Ficenec (3.), 1:1 Lupaschuk (5.), 1:2 Ramsay (6.), 2:2 Bouck (28.), 2:3 Bouck (36.), 3:3 Akerman (45.), 3:4 Girard (46.), 3:5 Gawlik (50.).

10 089.

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