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27. November 2008 12:02 Uhr

NHL exklusiv

Jamie Langenbrunner: Kurz vor einem NHL-"Meilenstein"

Warum wünscht sich ein NHL-Star weniger Urlaub? Und welche Erinnerungen hat Jamie Langenbrunner noch an seine Zeit in der Deutschen Eishockey-Liga? Unser Redakteur Dirk Sing sprach mit dem Kapitän der New Jersey Devils. (Video)

Jamie Langenbrunner

Die NHL-Lockout-Saison 2004/2005 wird den Anhängern des ERC Ingolstadt mit Sicherheit noch einige Jahrzehnte in Erinnerung bleiben. Neben Marco Sturm, Aaron Ward (beide Boston Bruins) und Andy McDonald (St. Louis Blues) wirbelte ab der zweiten Saisonhölfte auch Angreifer Jamie Langenbrunner von den New Jersey Devils für die Panther.

Unser Redakteur Dirk Sing traf den 33-jährigen US-Amerikaner anlässlich des Punktspiels seiner Devils in Florida und unterhielt sich mit ihm sowohl über die aktuelle Situation als auch seine Erinnerungen an Ingolstadt.

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Jamie, Ihr Team ist mit 26 Punkten aus 21 Partien in die neue NHL- Saison gestartet. Wie lauten den Ihr erstes Fazit?

Langenbrunner: Naja, wir sind schon etwas schwierig in die neue Punktrunde gekommen - was sicherlich auch daran lag, dass wir eigentlich bis heute mit Verletzungsproblemen zu kämpfen haben. Doch gerade in den letzten Begegnungen hat unsere Leistungskurve deutlich nach oben gezeigt und wir haben sehr gute Spiele abgeliefert. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass unsere beste Zeit noch vor uns liegt.

Sie haben das Verletzungspech bereits angesprochen: Zuletzt hat es auch "Torhüter-Denkmal" Martin Brodeur erwischt, der den Devils mehrere Monate fehlen wird. Ist sein Ausfall überhaupt zu kompensieren?

Langenbrunner: Natürlich waren wir im ersten Moment ziemlich geschockt. Doch die Liga lässt dir keine Zeit, sich darüber großartig Gedanken zu machen. Wir haben glücklicherweise mit Kevin Weekes und Scott Clemmensen zwei sehr gute Torhüter in unseren Reihen, die einen erstklassigen Job machen und auf die wir uns zu 100 Prozent verlassen können. Das haben die vergangenen Matches deutlich gezeigt.

Um beim Thema Verletzungen zu bleiben: Auch die beiden Top-Neuzugänge Bobby Holik (Atlanta) und Brian Rolston (Minnesota) konnten bislang so gut wie noch gar nicht ins Geschehen eingreifen. Vorausgesetzt, die Devils haben endlich einmal alle Mann an Bord: Würden Sie sagen, dass das diesjährige Team stärker als das letztjährige ist?

Langenbrunner: Oh ja, auf alle Fälle! Daran gibt es absolut keinen Zweifel. Wenn wir endlich einmal komplett sind, wird es für unsere gegnerischen Mannschaften noch viel schwieriger, uns zu stoppen. Wir haben dann wirklich sehr viel Offensiv-Potenzial mit zwei oder gar drei torgefährlichen Reihen, die allesamt ein Match entscheiden können. Ich freue mich wirklich schon jetzt darauf, wenn unserem Coach Brent Sutter alle Spieler - und das möglichst über einen längeren Zeitraum - zur Verfügung stehen.

In der vergangenen Spielzeit kam für New Jersey bereits in der ersten Play-Off-Runde das "Aus" - und das auch noch ausgerechnet gegen den großen Lokalrivalen New York Rangers! Hat diese Niederlage doppelt weh getan?

Langenbrunner: (verzieht das Gesicht) Oh ja, das war zweifelsohne schon besonders schmerzhaft. Man muss dazu sagen, dass die Rivalität unter den Devils, Rangers und Islanders enorm groß ist und es daher auch für die Fans nichts Schlimmeres gibt, als gegen einen solchen Gegner zu verlieren. Wir waren einfach nicht in der Lage, das Momentum in den Play-Offs auf unsere Seite zu ziehen.

Nahezu alle Partien waren unglaublich hart umkämpft und sehr eng, doch das schlechtere Ende war zumeist auf unserer Seite. Für die Familie ist es zwar ganz schön, aber einen solch langen Sommer möchte ich eigentlich nicht mehr erleben (lacht). Und wenn ich auf unsere diesjährige Mannschaft blicke, dann bin ich - wie schon gesagt - sehr zuversichtlich, dass unser Urlaub nach dieser Spielzeit deutlich kürzer wird.

Lesen Sie hier Teil II des Interviews Video: Jamie Langenbrunner im Interview

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