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27. November 2008 12:23 Uhr

NHL exklusiv

Jamie Langenbrunner: Kurz vor einem NHL-"Meilenstein"

Warum wünscht sich ein NHL-Star weniger Urlaub? Und welche Erinnerungenhat Jamie Langenbrunner noch an seine Zeit in der DeutschenEishockey-Liga? Unser Redakteur Dirk Sing sprach mit dem Kapitän der New Jersey Devils.

Jamie Langenbrunner

Warum wünscht sich ein NHL-Star weniger Urlaub? Und welche Erinnerungen hat Jamie Langenbrunner noch an seine Zeit in der Deutschen Eishockey-Liga? Unser Redakteur Dirk Sing sprach mit dem Kapitän der New Jersey Devils.

Lassen Sie uns über Ihre Person sprechen, Jamie! Sie sind seit der Saison 2007/2008 Kapitän der New Jersey Devils. Was bedeutet Ihnen dieses Amt?

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Langenbrunner: Das ist natürlich eine riesige Ehre und zugleich Auszeichnung. Ich habe auch zuvor schon immer versucht, mein Bestes für die Mannschaft zu geben und ihr zu helfen, möglichst erfolgreich zu sein. Als ich in der letzten Spielzeit dann dieses Amt übertragen bekam, lag es - ehrlich gesagt - anfangs schon etwas schwerer auf meinen Schultern.

Doch jetzt habe ich wieder genügend Selbstvertrauen, dieser großen Ehre gerecht zu werden - wobei man auch sagen muss, dass es mir die Jungs auch nicht sonderlich schwer machen. Wir haben in diesem Jahr sowohl auf als auch neben dem Eis eine wirklich tolle Truppe beisammen, mit der es ungemein viel Spaß macht.

Können Sie kurz erklären, was Ihre Aufgaben als Mannschaftskapitän sind?

Langenbrunner: Es hat sich eigentlich nicht viel verändert zu meiner Zeit als "normaler" Spieler. Der Hauptunterschied liegt vielmehr darin, dass ich nun so etwas wie ein Bindeglied zwischen der Mannschaft auf der einen und der Coaching-Staff auf der anderen Seite bin. Sollte es also mal das ein oder andere Problem geben, sehe ich mich quasi in der Vermittlerrolle. Doch solche Situationen hat es bislang glücklicherweise kaum gegeben.

Wenn man auf Ihre persönlichen Statistiken blickt, dann wartet demnächst ein weiterer "Meilenstein" auf Sie: der 500. NHL-Punkt (derzeit 488)! Eine sehr beeindruckende Zahl...

Langenbrunner: Ja, das stimmt! Ich habe das mit den 500 Punkten zwar noch gar nicht richtig wahrgenommen, aber es macht einen natürlich schon ein wenig stolz. Schließlich ist es auch eine gewisse Bestätigung, dass man über viele Jahre ganz passable Leistungen abgeliefert hat. Wobei... (lacht)...auf der anderen Seite sagt es einem aber auch, dass man mittlerweile schon ein älterer Spieler geworden ist.

Um gleich beim Thema zu bleiben: Was halten Sie denn für realistischer - dass Jamie Langenbrunner noch mit 40 Jahren in der NHL auf Torejagd geht oder die New Jersey Devils in den kommenden drei Jahren wieder mal den Stanley Cup gewinnen?

Langenbrunner: (lacht) Das ist eine sehr gute Frage. Ob ich mit 40 Jahren tatsächlich noch auf dem Eis stehe, kann ich beim besten Willen nicht sagen - wohl aber, dass ich - was die kommenden drei Jahre betrifft - ein sehr gutes Gefühl bezüglich unserer Mannschaft habe. Natürlich ist es jedes Jahr unser Ziel, den Cup nach New Jersey zu holen. Und wenn sich unser Team findet und auch die Verletzten wieder zurückkommen, sehe ich uns auf alle Fälle als einen der Anwärter auf den Titel.

Kommen wir zum Abschluss noch auf Ihren "Europa-Abstecher" zum ERC Ingolstadt 2005 zu sprechen. Mit etwas Abstand betrachtet: Was ist in Ihrem Gedächtnis hängen geblieben?

Langenbrunner: Zunächst einmal, dass ich dort eine wirklich tolle Zeit hatte. Auch für mich war es eine ganz neue Erfahrung, erstmals in Europa zu spielen und eine andere Mentalität kennenzulernen. Besonders beeindruckt hat mich vor allem die Stimmung in unserer Halle - da wurde ja schon eine Stunde vor Spielbeginn gefeiert, einfach unglaublich! Schade, dass wir dann im Play-Off-Halbfinale gegen Berlin nicht mehr unser allerbestes Eishockey gespielt haben und ins Endspiel eingezogen sind. Auch wenn es für mich nur ein paar Monate in Ingolstadt waren, würde ich diese Zeit als sehr wertvoll und lehrreich für mich bezeichnen.

Haben Sie eigentlich noch Kontakte nach Ingolstadt?

Langenbrunner: Sie werden lachen, aber ich telefoniere oder schreibe immer noch regelmäßig mit Justin Harney, der mittlerweile in Boston lebt und seine Karriere ja beendet hat. Ansonsten ist der Kontakt zu den anderen Jungs leider etwas abgebrochen, was wohl auch am ganzen NHL-Stress hier sowie an der großen Distanz liegt. Aber es würde mich natürlich schon sehr freuen, mal wieder etwas von ihnen zu hören.

Hier geht's zurück zu Teil I des Interviews

Video: Jamie Langenbrunner im Interview

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