Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf vor dem Auftritt seines Teams im noch offenen Curt-Frenzel-Stadion über die Panther, den Umbau und den Spengler-Cup. Von Milan Sako

Bald fünf Jahre ist der ehemalige AEV-Kapitän Karl-Heinz Fliegauf nun schon für die Grizzly Adams Wolfsburg als Geschäftsführer tätig. 14 Jahre lang arbeitete der gebürtige Peitinger als Manager für die Augsburger Panther. Am Sonntag kommt der 51-Jährige mit den Wolfsburgern an seine ehemalige Wirkungsstätte.
Ist ein Auswärtsspiel im Curt-Frenzel-Stadion für Sie alljährliche Routine oder noch etwas Besonderes?
Fliegauf: Ich komme gerne nach Augsburg, schließlich war das Stadion für mich lange Jahre als Spieler und Manager meine Heimat. Ich wünsche den Panthern allerdings, dass der Umbau vom Umbau endlich durchgezogen wird. Es ist schon ein Unterschied, ob man in Zukunft etwa bei plus 16 Grad spielen wird, oder bei minus zehn Grad. In einer Halle kann der Klub neue Zuschauer gewinnen, die ein neues Niveau und mehr Komfort haben wollen. Solange es offen ist, kommen auch unsere Spieler nicht so gerne hierher. Für Gäste ist Augsburg immer unbequem.
Warum?
Fliegauf: Man weiß nie so genau, was einen erwartet: Wind, Kälte oder Schnee.
Wie schätzen Sie die Augsburger Panther in dieser Saison ein?
Fliegauf: Das Erstaunlichste ist, dass sie auswärts nichts putzen und trotzdem noch gute Chancen auf das Erreichen der Play-offs haben. Beim letzten Gastspiel in Wolfsburg hatten die Panther viel Pech, als der Schiedsrichter irrtümlicherweise dem Augsburger Brian Roloff ein Foul mit Verletzungsfolge zugeschrieben hat, obwohl der Spieler unschuldig war. Wir haben knapp mit 3:2 gewonnen. Ich erwarte auch am Sonntag wieder ein enges Match, weil jeder die Punkte dringend braucht. Die Augsburger, um noch Platz zehn zu erreichen, und wir haben als Ziel die direkte Qualifikation für die Play-offs.
Wer fehlt in Ihrer Mannschaft?
Fliegauf: Verteidiger Blake Sloan und unsere Stürmer Stephen Werner sowie Tyler Haskins sind verletzt. Ob Matt Dzieduszycki spielen kann ist fraglich.
Ihre Mannschaft hat am berühmten Spengler-Cup in Davos teilgenommen. Wie fällt die Bilanz aus?
Fliegauf: Wir haben das Halbfinale erreicht, das kann sich sehen lassen. Sportlich war der Sieg im Penaltyschießen gegen Kanada für unsere Nordamerikaner der Höhepunkt, denn die Spengler-Cup-Spiele werden im kanadischen Fernsehen gezeigt. Außerdem sind wir nach dem Turnier nicht in ein Loch gefallen.
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