Freitag, 23. Februar 2018

ERC Ingolstadt

01. Februar 2018 23:13 Uhr

ERC Ingolstadt

Der unauffällige Held

Trainer Doug Shedden findet lobende Worte für Fabio Wagner. Warum der Verteidiger mit sich selbst zufrieden ist und was er vom heutigen Derby in Augsburg erwartet.   Von Stefan Ried

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Noch einmal spielen, dann ist Pause: Fabio Wagner tritt mit dem ERC Ingolstadt heute Abend bei den Augsburger Panthern an. Wegen Olympia hat die Mannschaft danach einige freie Tage.
Foto: Xaver Habermeier

Auf dem Eis war der Schläger von Fabio Wagner gestern Vormittag ausnahmsweise nicht im Einsatz. Stattdessen legte der Verteidiger an der Werkbank in den Katakomben der Saturn Arena Hand an. Mit Säge und Schleifpapier verpasste er seinem Stock den Feinschliff für die Partie heute Abend (19.30 Uhr) bei den Augsburger Panthern. Sieben Punkte trennen die achtplatzierten Ingolstädter derzeit von den auf Rang elf stehenden Schwaben.

Als „nicht lang“ bezeichnete Wagner die Nacht nach dem knappen 3:2-Erfolg gegen die Iserlohn Roosters. „Man versucht gleich zu essen und schnell zu schlafen, um sich bestmöglich zu regenerieren“, erklärt der 22-Jährige. Im Sinne der Regeneration stellte es Trainer Doug Shedden seinen Schützlingen gestern frei, ob sie auf das Eis gehen oder lediglich ein Trockentraining absolvieren wollen. Letztlich standen neben Goalie Jochen Reimer noch fünf Feldspieler bei der gut 30-minütigen Einheit auf dem Eis. Schon am Mittwochabend, Augsburg spielte parallel in Berlin (3:2-Sieg), hatte sich der Kanadier in Sachen Regeneration einen kleinen Vorteil gegenüber den Schwaben erhofft: „Gott sei Dank haben sie heute Nacht eine lange Busfahrt vor sich.“

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Dass seinem Team im letzten Spiel vor der knapp vierwöchigen Olympia-Pause trotzdem ein hartes Stück Arbeit bevorsteht, steht außer Frage. Schließlich glänzen die Panther vom Lech mit der effizientesten Chancenverwertung der Liga und stellen zudem das beste Powerplay in der DEL. Insgesamt 45 mal klingelte es bereits im gegnerischen Kasten, wenn der AEV in Überzahl agierte (Quote: 22,8 Prozent). Allerdings müssen die Fuggerstädter auf ihren erfolgreichsten Torschützen Trevor Parkes verzichten (21 Treffer). „Sie bewegen sich schnell und haben viele Spieler in ihren Reihen, die sie einbinden wollen. Darauf müssen wir aufpassen und sie möglichst ausschalten“, fordert Shedden. Weil hinter dem Einsatz von Benedikt Schopper (krank) noch ein dickes Fragezeichen steht, werden Wagner und seine vier Verteidigerkollegen noch mehr gefordert sein, als ohnehin schon.

„Es wird darauf ankommen, diszipliniert und einfach zu spielen und vorne die Chancen wieder besser zu nutzen“, meint Wagner, der bisher konstant gute Leistungen bringt. „Ich bin eigentlich ganz zufrieden. Die Trainer geben mir Vertrauen und viel Eiszeit. Auch mit Dustin Friesen an meiner Seite komme ich ganz gut klar“, erklärt der gebürtige Landshuter ganz relaxt. Mit bisher zehn Scorerpunkten (ein Tor, neun Vorlagen) und einem Wert von +8 in der Plus-Minus-Bilanz, steht er so gut da, wie noch nie in seiner bislang vierjährigen DEL-Karriere. „Ich hatte mir vorgenommen, mich offensiv mehr ins Spiel einzubringen. Das ist mir bis jetzt ganz gut gelungen. Aber an meinem Schuss muss ich auf jeden Fall noch arbeiten“, verweist er auf einige Torchancen, die er im Saisonverlauf nicht genutzt habe. Lob gibt es hingegen von höchster Stelle: „Fabio ist ein unbesungener Held“, stellt Shedden fest. „Er ist ein ruhiger und positiver Typ, der keine Probleme macht und immer hart arbeitet. Ihn als Gegenspieler zu haben, ist für einen Stürmer frustrierend.“

Gelingt den Oberbayern heute ein Sieg im Panther-Derby, könnten sie eventuell wieder unter die Top-Sechs springen und hätten damit eine hervorragende Ausgangslage für die drei letzten Hauptrundenspiele nach der Olympia-Pause. „Man darf die Plätze hinter uns nicht völlig außer Acht lassen, aber wir wollen nach oben“, gibt Wagner das Ziel vor.

Olympiapause Die Mannschaft des ERC hat nach dem Spiel in Augsburg bis zum 14. Februar frei und startet am 15. Februar wieder mit dem Training. Das erste Pflichtspiel nach der Pause bestreiten die Panther am Mittwoch, 28. Februar (19.30 Uhr), gegen die Krefeld Pinguine.

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