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20. Januar 2012 22:05 Uhr

ERC Ingolstadt

„Vier gewinnt“

Die Saturn-Arena entwickelt sich immer mehr zu einer Festung für den ERC Ingolstadt. Am Freitag holten die Panther gegen Mannheim ihren achten Heimsieg in Folge

Jubelnde Panther – ein Bild, das die Zuschauer in der Saturn-Arena zuletzt häufig zu sehen bekamen. Gestern Abend holte der ERC Ingolstadt (im Bild von links: Kris Sparre, Prestin Ryan, Jeff Likens und Rick Girard) seinen achten Heimsieg in Folge.
Foto: Xaver Habermeier

Der ERC Ingolstadt bleibt seiner Linie treu. In sieben Heimspielen in Folge hatten die Panther zuletzt mindestens vier Tore erzielt und waren dann als Sieger vom Eis gegangen. Gestern Abend folgte Spiel und Sieg Nummer acht. Gegen die Mannheimer Adler, den Tabellenzweiten der Deutschen Eishockey-Liga, gewannen die Oberbayern (3.) verdient mit 4:2 (0:0, 2:2, 2:0). „Letztes Jahr hatten wir zu Hause so unsere Probleme. Ich bin sehr froh, dass es dieses Jahr vor unseren eigenen Fans besser klappt“, sagte ein zufriedener Ingolstädter Trainer Rich Chernomaz.

Obwohl die Partie im Fernsehen übertragen wurde und fast zeitgleich auch die Fußball-Bundesliga mit dem Kracherspiel des FC Bayern gegen Mönchengladbach in die Rückrunde startete, fanden 4348 Zuschauer den Weg in die damit sehr gut gefüllte Saturn-Arena – und sollten das nicht bereuen. Beide Teams boten ein Spitzenspiel, das seinen Namen über weite Strecken auch verdiente. Temporeich, mit vielen Torchancen und Emotionen sowie Spannung bis zum Schluss.

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Im ersten Drittel gaben allerdings nur die Ingolstädter das Tempo vor. Aggressiv, flink auf den Beinen und immer einen Tick schneller als die Gäste aus der Kurpfalz spielten sie diese regelrecht an die Wand. 12:5 Torschüsse in den ersten 20 Minuten sprachen eine deutliche Sprache. Einziges Manko: Der Puck wollte in diesem ersten Abschnitt einfach nicht ins Tor. Entweder fehlte im Abschluss der Panther das letzte Quäntchen Genauigkeit oder Fred Brathwaite im Tor der Mannheimer war zur Stelle.

Die mangelhafte Chancenverwertung der Ingolstädter sollte sich dann im zweiten Drittel rächen. Nach gut zwei Minuten fackelte Mannheims James Sifers nach einem Bullygewinn nicht lange, zog kurzerhand ab und überraschte damit nicht nur die ERC-Defensive – die erneut ohne die verletzten Jakub Ficenec, Michel Périard und Chris Heid auskommen musste – sondern auch Keeper Ian Gordon. Der Puck schlug zum 0:1 unter der Latte ein.

Doch die Panther ließen sich von dem plötzlichen Rückstand nicht beeindrucken und revanchierten sich nur kurze Zeit später. Und das gleich im Doppelpack. Innerhalb von 17 Sekunden drehten Kris Sparre (er fälschte einen Schuss von Prestin Ryan ab) und Ryan mit einem Sololauf das Ergebnis und es stand 2:1 – zu diesem Zeitpunkt vollkommen verdient.

Fortan begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für die Adler, die in der 34. Minute dann auch zum Ausgleich kamen. Einen schnellen Pass in die Spitze nutzte Frank Mauer, um in Penalty-Manier zum 2:2 einzunetzen.

Den nächsten „Aufreger“ gab es zu Beginn des Schlussdrittels, als nach einem Check von ERC-Kapitän Tyler Bouck gegen Denis Reul eine Plexiglasscheibe an der Bande zersplitterte und die Partie einige Minuten unterbrochen werden musste. Nach der unfreiwilligen Pause brauchten beide Teams einige Minuten, um wieder in Fahrt zu kommen – etwas schneller gelang das den Panthern. In der 50. Minute brachte Verteidiger Timmy Pettersson mit seinem ersten Saisontor den ERC wieder mit 3:2 in Führung und ebnete damit den Weg für den achten Heimsieg in Folge. Thomas Greilinger machte schließlich in einer spannenden Schlussphase mit einem Treffer ins mittlerweile verwaiste Mannheimer Tor den Sack endgültig zu.

Am Sonntag treten die Ingolstädter auswärts gegen die Krefeld Pinguine an (16.30 Uhr).

Kein Vertrag für Fical: Wie Ingolstadts Sportdirektor Jim Boni am Rande der Partie erklärte, wird Stürmer Petr Fical die Panther im Sommer verlassen: „Wir haben ihm ehrlich gesagt, dass wir nächste Saison nicht mehr mit ihm planen.“

ERC Ingolstadt: Gordon – Hambly, Pettersson; Likens, Ryan; Retzer, Reich – Girard, Ross, Sparre; Aquino, Hahn, Greilinger,; Bouck, Gawlik, Motzko; Waginger, Fical. – Zuschauer: 4348. – Tore: 0:1 Sifers (23.), 1:1 Sparre (24.), 2:1 Ryan (25.), 2:2 Mauer (34.), 3:2 Pettersson (50.), 4:2 Greilinger (60.).

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