Freitag, 28. November 2014

08. Juni 2012 10:50 Uhr

Schiedrichter

Wolfgang Stark: Deutschlands bekannteste Pfeife

Bei der EM werden sie wieder im Blickpunkt stehen: Die Schiedsrichter. Für Deutschland an der Pfeife: Wolfgang Stark. Er ist einer von 12 Auserwählten.

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Wolfgang Stark kommt in den ersten EM-Spielen nicht zum Einsatz.
Foto: Caroline Seidel dpa

So wie Bundestrainer Joachim Löw abgetaucht ist in seinen ganz persönlichen EM-Tunnel mit dem Ziel Titelgewinn, so ist auch Wolfgang Stark seit Beginn dieser Woche nur noch fokussiert auf die kontinentalen Titelkämpfe von Freitag an bis zum 1. Juli in Polen und der Ukraine. Stark ist einer von zwölf Schiedsrichtern bei der EM. Er ist der einzige deutsche Vertreter an der Pfeife.

Noch hat der Unparteiische nicht den ganz großen Druck, für die ersten vier Turniertage wurde der Schiedsrichter aus dem bayerischen Ergolding nicht eingeteilt.  Das Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Polen und Griechenland am Freitag (18.00 Uhr) pfeift der Spanier Carlos Velasco Carballo. Die UEFA hat Stark, Carballo und zehn weitere Unparteiische für die erste EM im ehemaligen Ostblock nominiert. Auf einem Sportgelände in Warschau absolvierten die Referees vor wenigen Wochen einen gemeinsamen arbeiteten dabei auch im körperlichen Bereich.

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Für das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal am Samstag in Lwiw hat die UEFA den Franzosen Stéphane Lannoy eingeteilt. Das Spiel Spanien gegen Italien am Sonntag in Danzig pfeift der Ungar Viktor Kassai, bei Frankreich gegen England am Montag in Donezk kommt der Italiener Nicola Rizzoli zum Einsatz.

Für Stark ist die EM nicht die erste große Herausforderung. Er hat bereits bei Olympia 2008 und der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Südafrika den Deutschen Fußball-Bund vertreten. "Ich glaube, für mich haben einerseits meine Erfahrung und andererseits meine Leistungen gesprochen", sagte der 42 Jahre alte Bankkaufmann. Während der EM wird man nicht mehr viel von ihm hören. Die Referees wurden während des Turniers mit einem Interviewverbot belegt und werden von den Medien abgeschottet. "Sie müssen sich auf das Turnier konzentrieren. Es ist den Schiedsrichtern während der Euro nicht erlaubt, Kontakte zu Medien zu haben oder Kommentare abzugeben", so Uefa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina.

Für Stark ist es nach den Olympischen Spielen 2008 und den WM 2010 in Südafrika das dritte große Turnier, n dem er teilnimmt. Vor allem bei der WM vor zwei Jahren zeigte er starke Leistungen und hat reichlich Lob geerntet bei einem Turnier, das von gravierenden Fehlern der Unparteiischen geprägt war. Auch eine kleine Schwächephase zu Beginn der folgenden Bundesliga-Saison hat den erfahrenen Referee nicht verunsichert. Nun darf er erstmals bei einer EM pfeifen - aus Altersgründen allerdings auch zum letzten Mal. (AZ, dpa)

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