Dienstag, 31. Mai 2016

28. Februar 2016 17:23 Uhr

FC Augsburg

Augsburger jubeln über 2:2 gegen Gladbach

Der FC Augsburg trennt sich in einer sehenswerten Partie 2:2 von Borussia Mönchengladbach, verpasst dabei aber, den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrößern.

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Fußball kann so schön sein. Wie am Sonntag in der Arena des FC Augsburg beim 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach. Viel Ramba-Zamba und vier wunderbare Tore. Es wäre ein perfekter Sonntag für den FCA geworden, wenn der Schuss von Alfred Finnbogason in der Nachspielzeit anstatt an den Pfosten ins Tor getrudelt wäre. Ist er aber nicht. So blieb es "nur" einfach ein wunderbares Spiel für die 29 665 Zuschauer.

Markus Weinzierl hatte nach der Europapokal-Nacht in Liverpool sein Team wieder kräftig durch gewirbelt. Die beiden Neuzugänge vom Winterschlussverkauf, Alfred Finnbogason und Jeffrey Gouweleeuw standen ebenso in der Startelf, wie Jan Moravek, Raul Bobadilla und Halil Altintop. Für Altintop, der zuletzt auch in beiden Partien gegen Liverpool von Beginn an auf dem Rasen stand, war es das erste Bundesligaspiel seit dem 17. Oktober 2015, in dem er wieder vom Anpfiff an dabei war.

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Von Müdigkeit nach dem Spiel in Liverpool war beim FCA nichts zu sehen. Es war ein Festival der verpassten Chancen in der ersten Hälfte. Nachdem FCA-Torwart Marwin Hitz mit einer Glanztat gegen Hazard (14.) rettete, verstolperte Finnbogason schon fast ein bisschen kläglich in der 16. Minute die 1:0-Führung. Als Bobadilla nur den Pfosten traf (21.) und Moravek in aussichtsreicher Position über das Tor schoss (28.) schlug Gladbach nach dem Motto zu: Wenn ihr nicht wollt, dann machen wir es. Der FCA bekam den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone, Raffael sagte Danke und drosch ihn unter die Latte. Vorausgegangen war ein Abwehrfehler von Dominik Kohr. Der war auch hinterher ehrlich: "Das kann ich auf meine Kappe nehmen." Aber auch dann war der FCA nahe am Ausgleich. Finnbogason (35.) und Bobadilla (39.) konnten aus ihren Möglichkeiten jedoch kein Kapital schlagen.

Jubelorkan der FCA-Fans

Doch gleich nach dem Wechsel wurde es turbulent. Zunächst drehte Augsburg das Spiel. Finnbogason köpfte nach einer Flanke von Kapitän Paul Verhaegh das 1:1 (50.) und vier Minuten später schoss Caiuby unter dem Jubelorkan der FCA-Fans zum 2:1 ein. Doch die Freude dauerte nicht länger, denn Ex-Löwe Fabian Johnson ließ Hitz beim 2:2 keine Chance (55.). Auch in der Folgezeit war die Partie enorm schnell und beide Mannschaften suchten die Entscheidung. Dass der FCA nach dem nervenaufreibenden Spiel am Donnerstag so frisch war verwunderte. Kohr klärte auf: "Wir haben gut regeneriert in den letzten beiden Tagen. Wir haben viel gegessen, viel getrunken und viel geschlafen, damit wir zu Kräften kommen. Ich glaube man hat uns heute die englische Woche nicht angemerkt."

Lob auch von beiden Trainern. "Das war ein gutes Bundesligaspiel von zwei sehr guten Mannschaften. Nach einer Partie wie wir sie am Donnerstag hatten, ist das keine Selbstverständlichkeit. So hat man alle Chancen in der Liga zu bleiben", meinte Markus Weinzierl. Gladbach Coach Andre Schubert sprach ebenfalls von einem "packenden und interessanten Spiel" mit einem "gerechten Ergebnis". FCA-Manager Stefan Reuter war ebenfalls hochzufrieden: "Die Mannschaft ist gut drauf. Die Europa League hat uns gut getan. Da haben wir Kraft daraus gezogen. Schade, dass es vorbei ist."

Am Mittwoch gastiert der FCA in Hoffenheim. "Das wird extrem schwierig. Wir müssen wieder mit dieser Frische auftreten. Ich wäre mit einem Punkt sehr zufrieden", so Reuter.

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Ein Artikel von
Wolfgang Langner

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


Der Kader des FC Augsburg

Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Markus Weinzierl. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.


Die Torschützenkönige der Bundesliga