Mittwoch, 27. August 2014

07. April 2012 17:36 Uhr

FC Augsburg

Bayern siegt dank Gomez gegen tapfere Augsburger

Der FC Augsburg ist beim FC Bayern knapp an der Sensation vorbeigeschrammt. Mit 1:2 in München kassierte der FCA die erste Niederlage nach sechs Partien in Folge ohne Pleite.

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Nach 25 Sekunden fing das Spiel auch für den FC Augsburg an. Dumm nur, dass zu diesem Zeitpunkt die Spieler des FC Bayern schon die Nähe zu Mario Gomez gesucht hatten. Und der erzielte nach eben jenen 25 Sekunden prompt das 1:0 für die Münchner.

Franck Ribéry hatte mit seinem ersten Antritt im Spiel sowohl Hajime Hosogai als auch Paul Verhaegh hinter sich gelassen und Gomez bedient. Der scheiterte noch mit seinem ersten Versuch. Doch der von Simon Jentzsch abgewehrte Ball landete umgehend wieder vor den Füßen des Stürmers, der sein 24. Saisontor erzielte.

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Das Verwunderliche an dem ultraschnellen Treffer: Er nutzte den Augsburgern mehr als den Bayern.

Während sich die Münchner nach dem frühen Führungstor auf einen geruhsamen Nachmittag einstellten, legten der FCA seine Nervosität ab. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay attackierte den deutschen Rekordmeister überraschend früh im Spielauflauf und schaltete nach Ballgewinnen immer wieder schnell in den Vorwärtsgang.

In der 15. Minute hätte Marcel Ndjeng beinahe den schon jetzt verdienten Ausgleich erzielt. Doch der Augsburger schoss mit dem auf der Torlinie postierten Jerome Boateng das letzte Hindernis zwischen sich und dem Jubel an.

Koo ließ Neuer keine Chance

Den Münchnern war das aber offenbar immer noch nicht genug der Warnung. Boateng säbelte acht Minuten später reichlich unbeholfen am Ball vorbei. Axel Bellinghausen schnappte sich den verwaisten Ball, lief an der linken Außenbahn noch zehn Meter, ehe er Ja-Cheol Koo mit einem Rückpass bediente. Der Südkoreaner schließlich ließ Manuel Neuer mit seinem Schuss aus 14 Metern keine Chance. Während die rund 7.000 Augsburger Fans in der ausverkauften Allianz-Arena das Tor bejubelten, schauten die Münchner bedröppelt drein. Vorbei war es mit der Aussicht auf einen im Sparmodus eingefahrenen Sieg.

Doch nun schienen auch die Bayern den richtigen Bezug zum Spiel gefunden zu haben. Ribéry scheiterte zwei Minuten nach dem Ausgleich mit einm Schuss am Außenpfosten. Auch Thomas Müller, Ribéry und dem erstmals seit seiner Verletzung wieder in die Anfangsformation berufenem Bastian Schweinsteiger eröffneten sich Chancen auf die Führung, doch die Augsburger brachten das Unentschieden in die Kabine.

Nach der Pause machten die Bayern mehr Druck

Nach der Pause allerdings konnten der FCA dem immer größer werdenden Druck nicht mehr standhalten. Thomas Müller und Gomez verpassten in der Anfangsphase noch die Führung der Münchner. In der 60. Minute musste Jentzsch allerdings den Ball aus dem Tor holen. Arjen Robben hatte sich zuvor auf dem rechten Flügel durchgesetzt, Gomez musste die präzise Hereingabe nur noch aus drei Metern ins Tor befördern.

Den Augsburgern waren nun die Konsequenzen der rassigen ersten Hälfte anzumerken. Die Münchner wurden jetzt erst weit in der eigenen Hälfte in Empfang genommen. Offensive Entlastung gab es kaum noch. Da der FC Bayern es aber vermied, mit Vehemenz auf das dritte Tor  zu drängen, blieb die Partie zumindest spannend.

Am Ende freuten sich die Bayern über einen letztlich verdienten Sieg. Die Augsburger haben aber einmal mehr bewiesen, dass sie die Klasse haben, in der ersten Bundesliga zu bleiben.

Die nächsten Punkte im Abstiegskampf sollen schon am kommenden Dienstag eingefahren werden, wenn der VfB Stuttgart in Augsburg gastiert. Einen Tag später kommt es zum möglicherweise vorentscheidenden Spiel um die deutsche Meisterschaft. Dann tritt der FC Bayern bei Borussia Dortmund an.

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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der neugegründete FC Augsburg in der drittklassigen Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf. Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand. Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga.

Präsident des FC Augsburg ist Walther Seinsch. Die Mannschaft wird trainiert von Markus Weinzierl. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden SGL-Arena aus.

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Tilmann Mehl

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Ressort: Sport


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