Samstag, 16. Dezember 2017

07. Dezember 2017 06:41 Uhr

FC Augsburg

Beim FCA II besteht Diskussionsbedarf

Es war ein Auf und Ab beim FCA II: Zuerst warf Trainer Wörns hin. Dann gelang seinem Nachfolger ein glanzvoller Sieg gegen 1860. Warum der aber vielleicht gar nicht so gut war.

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Dominik Reinhardt (rechts) hat derzeit nicht nur erhöhten Diskussionsbedarf mit den Schiedsrichtern. Der Trainer des FCA II muss auch seinen jungen Spielern ins Gewissen reden.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Die Saison begann mit einer Niederlage (1:2 gegen Garching), mit einem Misserfolg (0:1 gegen Eichstätt) verabschiedete sich die zweite Mannschaft des FC Augsburg in die Winterpause. Dazwischen lagen 21 Spiele, in denen die U23 des Bundesligisten 29 Punkte sammelte. Das bedeutet Tabellenplatz zehn in der Regionalliga Bayern.

Eine Bilanz, mit der Mannschaft und Offizielle nur bedingt einverstanden sein können. „Unsere Leistungen waren durchwachsen, wer genau auf die Tabelle blickt, der sieht, dass wir uns nach der Winterpause keine Schwächen erlauben können“, bekennt Trainer Dominik Reinhardt.

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Kurz nach Saisonstart warf Christian Wörns hin

Schon kurz nach dem Saisonstart sorgten die FCA-Fohlen für einen nicht eingeplanten Paukenschlag. Nach fünf Spieltagen mit nur vier Punkten verabschiedete sich Trainer Christian Wörns aus Augsburg.

Der ehemalige Nationalspieler gab persönliche Gründe für sein Ausscheiden an, im Hintergrund schien allerdings die Chemie zwischen Wörns (jetzt TSV 1860 München II) und den Verantwortlichen nicht mehr gestimmt zu haben. Nach einer Zwischenlösung mit dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) Alexander Frankenberger übernahm Dominik Reinhardt das Team. „Damit hatte ich nicht gerechnet,“ erklärte der frühere Bundesligaprofi, der in der Anfangsphase der Saison selbst noch zu einem Einsatz als Spieler kam. Als Co-Trainer wurden der ehemalige pädagogische NLZ-Leiter Sebastian Brosch und der einstige Nachwuchsspieler Felix Kling, 22, installiert.

Nach dem Sieg gegen 1860 geriet der FCA II aus der Spur

Nach zunächst durchaus ordentlichen bis sehr guten Leistungen unter Reinhardts Regie verlor das blutjunge Team (Durchschnittsalter: 21,8 Jahre) allerdings den Faden. Vor allen Dingen nach dem sensationellen 3:2-Sieg gegen den TSV 1860 München vor fast 22.000 Besuchern in der WWK-Arena geriet das Team völlig aus der Spur. „Vielleicht haben sich danach einige Spieler überschätzt. Wir müssen lernen, auch gegen Teams, die keinen großen Namen besitzen, hundert Prozent zu geben“, hat Reinhardt erkannt. Schließlich träumen seine jungen Schützlinge von der Bundesliga.

Personell soll sich im Winter vermutlich nicht viel ändern, war vom Coach zu erfahren. Bis zum 15. Dezember wird noch trainiert, dann haben die Akteure vier Wochen Pause. Und dann geht es mit Volldampf in die Frühjahrsrunde.

Eingesetzte Spieler: Bekiroglu (22 Spiele), Greisel, Lannert, Mergel (je 21), Della Schiava, Ramser (je 19), Stowasser (16), Feulner (15), Richter (14), Jakob, Friedrich, Mwarome, Jürgensen (je 13), Niemann (11), Scherzer (10), Rieder, Lobenhofer (je 9), Günther-Schmidt, Reinthaler (je 7), Gelios, Zupur (je 6), Parker, Laverty (je 5), Nagel, Duman (je 4), Callsen-Bracker, Danso, Gail (je 3), Giefer, Framberger (je 2), Reinhardt, Friehe (je 1)

Nicht eingesetzte Spieler: Müller, Negrea, Gavric, Schurr

Torschützen: Bekiroglu, Richter (beide 9 Tore), Scherzer (3), Lannert, Mergel, Della Schiava, Günther-Schmidt (je 2), Greisel, Rieder, Parker, Callsen-Bracker (je 1)

Rote Karten: Scherzer, Jakob

Gelb-Rote Karten: Jakob, Della Schiava

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FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga