Samstag, 16. Dezember 2017

06. Dezember 2017 12:03 Uhr

FC Augsburg

Bekommt Georg Teigl gegen Hertha BSC seine Chance?

Nach der Verletzung von Erik Thommy und der Gelbsperre von Daniel Opare könnte der Österreicher gegen Berlin erstmals in dieser Saison in den 18er-Kader rutschen.

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Georg Teigl saß beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg neben seiner Ehefrau Karin auf der Haupttribüne.
Foto: Kolbert

Größer könnte die Chance von Georg Teigl, 26, auf seine Saisonpremiere wohl nicht sein. Erik Thommy fällt mit einer Syndesmosebandverletzung wochenlang aus, Daniel Opare ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Die rechte Außenbahn des FC Augsburg wird beim kommenden Heimspiel gegen Hertha BSC (Sonntag, 18 Uhr) komplett neu aufgestellt. Teigl könnte auf beiden Positionen spielen.

In der vergangenen Saison von RB Leipzig zum FCA gekommen, absolvierte er 18 Bundesligaspiele, in dieser Saison saß er nur auf der Tribüne. Nicht einmal hat ihn FCA-Trainer Manuel Baum in den Bundesliga-Kader berufen. Die Konkurrenz für Teigl war bisher zu groß. Hinten rechts bevorzugte Baum zuerst Raphael Framberger, dann nützte Daniel Opare seine Chance. Im offensiven Bereich gelang es Teigl bisher nicht, an Jonathan Schmid, Marcel Heller und zuletzt Erik Thommy vorbeizuziehen.

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Seine enorme Schnelligkeit alleine reicht in dieser Phase augenscheinlich nicht, Baum zu überzeugen. Er muss auch im taktischen und technischen Bereich zulegen. Tut er auch, bestätigte ihm der Trainer. „Aber unter dem Strich möchte ich trotzdem spielen“, erklärte er vor kurzem gegenüber dem Kicker. Darum gibt Teigl in jedem Training Vollgas. Bilder auf Instagram zeigen ihn beim zusätzlichen privaten Fitnessprogramm. Sein Vertrag läuft bis 2020, allerdings schließt Teigl einen Vereinswechsel nicht aus. „Wenn sich bis zum Winter nichts ändert, muss ich mir Gedanken machen“, sagt er dem Kicker. Drei Spiele sind es noch bis zur kurzen Winterpause. Vielleicht kann Teigl ja am Sonntag seinen Platz neben seiner Frau Karin auf der Tribüne wenigstens mit einem Platz auf der Ersatzbank tauschen.

Think forward

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Einige FCA-Spieler könnten im Winter wechseln

Teigl ist aber nicht der einzige FCA-Spieler aus dem 33-Mann-Kader, der in dieser Saison noch nicht einmal im Bundesliga-Kader stand. Bei den Feldspielern blieb bisher auch Christoph Janker (Vertrag bis 2018) Moritz Leitner (bis 2021), Shawn Parker (bis 2019), Tim Rieder (2021), Marvin Friedrich (2019) und Kilian Jakob (2022) nur ein Tribünenplatz. Während Jakob vom TSV 1860 München vor der Saison geholt wurde, um langsam als Bundesliga-Spieler aufgebaut zu werden, könnte es durchaus sein, dass einige der anderen in der Winterpause an einen Wechsel denken.

Auch den beiden Torhütern Ioannis Gelios (bis 2018) und Fabian Giefer (2021) gelang der Sprung in den 18er-Kader bisher noch nicht. Marwin Hitz, sein Vertrag endet im Sommer, stand bisher bei allen 15 Bundesliga-Partien im Tor, auf der Bank saß Andreas Luthe (2020). Dreimal im Kader stand Jan-Ingwer Callsen-Bracker (bis 2018), ohne eingewechselt zu werden. Wenig Spielzeit erhielten bisher auch Marco Richter (Vertrag bis 2020). Drei Minuten spielte der Nachwuchsstürmer bisher. Er will sich anscheinend in der Winterpause ausleihen lassen. Auf nur 17 Minuten beziehungsweise 31 Minuten kamen bisher Dong-Won Ji und Konstantinos Stafylidis. Gut möglich, dass der Südkoreaner Ji den FCA noch in der Winterpause verlassen wird. Schließlich muss er spielen, um bei der WM dabei zu sein.

Stafylidis war ja schon im Sommer mit seiner Situation unglücklich. An der wird sich angesichts der Leistungen seines Konkurrenten auf der linken Abwehrseite, Philipp Max, nicht viel ändern. Wahrscheinlich ist, dass das Management des Griechen in der Winterpause nach Wechselmöglichkeiten sucht. Anscheinend will der FCA darauf vorbereitet sein. Medienberichten zufolge sichtet der Bundesligist den 22-jährigen Franzosen Guillaume Cros vom  Drittligisten FC Carl Zeiss Jena für den linken Defensivbereich. Für die Offensive nimmt der FCA anscheinend gerade Michel Niemeyer, 22, vom Drittligisten 1. FC Magdeburg unter die Lupe.

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Ein Artikel von
Robert Götz

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga