Mittwoch, 13. Dezember 2017

20. September 2017 07:20 Uhr

FC Augsburg

Daniel Baier provoziert Leipzig-Trainer mit obszöner Geste

FCA-Kapitän Daniel Baier hat Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl während des Spiels mir einer obszönen Geste provoziert. Nach dem Abpfiff ging der Streit weiter. Von Robert Götz und Johannes Graf

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Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl verweigerte FCA-Kapitän Daniel Baier nach dem Spiel den Handschlag.
Foto: Stefan Puchner, dpa

Nach dem sensationellen 1:0-Erfolg gegen RB Leipzig hätte sich der FC Augsburg wahrlich freuen können. Zehn Punkte nach fünf Spielen, vorübergehend der dritte Tabellenplatz - der beste Start der Augsburger Bundesliga-Historie lässt aufhorchen. Eine Szene indes trug dazu bei, die Feierstimmung zu trüben. Dafür sorgte in der 72. Minute Daniel Baier, der mit einer obszönen Geste Richtung Ersatzbank Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl provozierte. Dabei deutete er an, zu masturbieren.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff verweigerte Hasenhüttl dem Kapitän des FC Augsburg den Handschlag, stattdessen hätte er erwartet, dass sich der Kapitän des FCA zumindest entschuldigt. „Der Vierte Offizielle hat mir gesagt: Hätte er die Szene gesehen, hätte er Baier sofort mit der Roten Karte vom Platz geschickt.“ So aber blieb Baier auf dem Platz, spielte bis zum Ende durch.

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Obszöne Geste von Daniel Baier: FCA rechnet nicht mit Nachspiel

Nach der Partie durften sich die Verantwortliche des FCA nicht nur zum freudigen Ereignis des Sieges äußern, sie mussten auch zu Baiers Verhalten Stellung beziehen. Trainer Baum erklärte, er habe die Szene während des Spiels nicht richtig wahrgenommen, Manager Stefan Reuter meinte: „Es waren Emotionen im Spiel. Man sollte diese Szene vergessen. Damit ist für mich das Thema erledigt.“ Reuter kann sich nicht vorstellen, dass Baiers Geste noch ein Nachspiel hat. „Sonst müsste man jede Geste oder Aktion irgendwie nachverfolgen. Das wäre lächerlich“, betonte er.

Allerdings besteht noch die Möglichkeit, dass der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball Bundes ein Ermittlungsverfahren gegen den FCA-Kapitän einleitet. Baier wollte nach dem Spiel keine genauen Angaben machen, in TV-Interviews blieb er unmittelbar nach dem Spiel eine Entschuldigung schuldig.

FCA Augsburg: Daniel Baier entschuldigt sich nicht bei Hasenhüttl

Bei Sky sagte er lediglich: „Da sind Emotionen mit im Spiel. Dann macht man Aktionen, die vielleicht nicht dazu gehören. In der Situation habe ich mich zu so einer Szene hinreißen lassen. Aber nach dem Spiel ist das für mich vorbei.“

Den Kabinentrakt verließ er nach dem Duschen mit den Worten: „Wofür soll ich mich entschuldigen?“ Und Augsburgs Präsident Klaus Hofmann kritisierte eher die Leipziger statt seines Kapitäns: "Das sind ganz schlechte Verlierer".

 

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FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga