Sonntag, 11. Dezember 2016

07. März 2016 18:14 Uhr

FC Augsburg

Darum sollte Markus Weinzierl schnell seine Zukunft klären

Markus Weinzierl hat einen bis 2019 laufenden Vertrag. Trotzdem wird er immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. Jetzt wäre der Zeitpunkt für eine klare Ansage.

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Markus Weinzierl ist einer der begehrtesten Trainer Deutschlands. Fraglich ist daher, ob er über die Saison hinaus beim FC Augsburg bleibt.
Foto: Ulrich Wagner

Markus Weinzierl ist der erfolgreichste Trainer in der Vereinsgeschichte des FC Augsburg. Der 41-Jährige sitzt seit dreieinhalb Jahren auf der Bank des FC Augsburg. Im ersten Jahr verhinderte er mit seiner Mannschaft dank einer beeindruckenden Rückrunde den Abstieg. Im Folgejahr spielte der FCA erstmals eine vollkommen sorgenfreie Saison und in der vergangenen Saison qualifizierten sich die Augsburger sensationellerweise für die Europa League.

Es sind Erfolge, die eng mit dem Namen von Markus Weinzierl verknüpft sind. Zurecht. Mit den begrenzten Mitteln des FCA über Jahre hinweg besser ausgestattete Clubs hinter sich zu lassen, ist kein Zufall. Das geht nur mit einem hervorragenden Trainer. Augsburgs hervorragender Trainer hat noch einen bis 2019 laufenden Vertrag. Der FC Augsburg wäre zum jetzigen Zeitpunkt mehr als glücklich, wenn Weinzierl das Vertragsende auf der Bank des FC Augsburg erlebt.

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Wenn Weinzierl wechseln will, wechselt er

Selbstverständlich haben auch andere Vereine bemerkt, dass in Augsburg ein recht talentierter Mann das Team anleitet. Vereine, mit anderen, mit besseren Möglichkeiten als der FC Augsburg. Vereine, bei denen Weinzierl sicherlich überlegt, ob es sich lohnt, die komplette Vertragslaufzeit in Augsburg zu absolvieren. Auch wenn Präsident Klaus Hofmann immer wieder verlauten lässt, dass sich interessierte Vereine Anrufe bezüglich Weinzierl sparen können: Wenn der Trainer wechseln will, wechselt er.

Derzeit steckt der FC Augsburg in einer seiner schwierigsten Phasen seiner Erstligazugehörigkeit. Nach den rauschhaften vergangenen beiden Spielzeiten geht es wieder gegen den Abstieg. Ein Szenario, mit dem man im Verein immer gerechnet hat. Das einige Fans aber nicht wahrhaben mögen. Sie sehen den FC Augsburg bereits als etablierten Bundesligisten. Für die Spieler ist das Umschalten von Liverpool auf Abstiegskampf auch nicht einfach. Dazu die Verletzten. Und ein Trainer, dessen Zukunft unsicher ist.

Weinzierl gilt überall als Kandidat

Denn klar ist: RB Leipzig sucht einen Coach. Bei Bayer Leverkusen hängt der Haussegen derzeit schief. In Gladbach ist die anfängliche Euphorie um André Schubert verflogen und beim FC Schalke und André Breitenreiter stehen die Zeichen auch nicht zwingend auf eine dauerhaft glückliche Beziehung. Wo auch immer der Trainerstuhl frei wird, Weinzierl wird als Kandidat gehandelt werden.

Das sollte den FCA-Profis nichts ausmachen. Schließlich sind es ja Profis. Egal unter welchem Trainer. Profis sind aber auch nur Menschen. Menschen, die wissen wollen, wer künftig ihr Chef ist. Die Planungssicherheit haben wollen.

Die kann ihnen nur Markus Weinzierl geben. Indem er sich klar zum FC Augsburg bekennt und sagt, dass er die Mannschaft auch in der kommenden Saison trainiert. Oder aber er kündigt seinen Abschied an. Auch das schafft Planungssicherheit. Alles andere ist ein unnötiges Lavieren und sorgt in absehbarer Zeit für Unruhe - und die kann der FC Augsburg in seiner derzeitigen Situation am allerwenigsten gebrauchen.

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Ein Artikel von
Tilmann Mehl

Onlineredaktion
Ressort: Sport



Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Dirk Schuster. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Die Torschützenkönige der Bundesliga