Samstag, 19. April 2014

29. Januar 2013 06:58 Uhr

FC Augsburg

Dawda Bah: Pech beim FCA - Glück in der Liebe

Sportlich lief es für Dawda Bah beim FC Augsburg schlecht. Dafür hat er privat sein großes Glück gefunden - und eine Mitarbeiterin aus dem Umfeld des FCA geheiratet.

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Dawda Bah und der FCA - was auf den ersten Blick ganz und gar nicht nach einer Liebesgeschichte ausschaut, ist genau das: eine Liebesgeschichte. Der 29-jährige wechselte im Sommer 2011 vom finnischen Erstligisten HJK Helsinki zum FC Augsburg. Doch nach seinem ersten Einsatz gegen Bayer Leverkusen brach sich der Mann aus Gambia im Training die Kniescheibe. Er machte seitdem kein Pflichtspiel mehr für den FC Augsburg. Zwar kämpfte er sich mühsam durch die Reha, fand aber unter Markus Weinzierl keine Berücksichtigung. Am Anfang der vergangenen Woche wurde nun sein Ende der Saison auslaufender Vertrag vorzeitig aufgelöst. Eineinhalb verlorene Jahre für Bah? Mitnichten.

Er hat in Augsburg sein großes Glück gefunden. Am 27. Dezember des vergangenen Jahres hat er seiner Sabrina das Jawort gegeben.

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Erst ein Essen - dann geht es schnell

Sabrina Bah, ehemals Gasterich, arbeitet in Augsburg als Team-Assistentin bei Sportfive, dem Vermarkter des FCA. Kennengelernt haben sich die beiden aber nicht auf der Geschäftsstelle des FC Augsburg. "Dawda war ja gleich verletzt und war deswegen nicht oft da", sagt Sabrina Bah. Eher zufällig kommen sie bei einem Essen mit gemeinsamen Freunden ins Gespräch. "Ich habe ihn am Anfang gar nicht als unseren Dawda erkannt", räumt die 26-Jährige ein. Nach dem ersten Treffen im November 2011 verlieren die beiden nicht viel Zeit.

Sie erkennen schnell, dass sie gut harmonieren. Bereits im Januar ziehen sie in Gersthofen zusammen. Ende Dezember fliegen sie in die USA. Um zu heiraten. "Natürlich wussten unsere Eltern Bescheid, aber diesen Tag wollten wir ganz für uns haben", begründet sie die traute Zweisamkeit. Es ist frostig am 27. Dezember in New York. Dawda Bah zieht am Morgen im Fitnessstudio noch sein Programm durch. Dann geht es ins Standesamt. Anschließend begibt sich das Ehepaar Bah noch auf eine Fototour. Abends geht es für den 29-Jährigen nochmal aufs Laufband.

Silvester verbringen beide bei ihren Eltern in Köln. Im Sommer wird mit seiner Familie in Gambia nochmals gefeiert. Wo er dann Fußball spielt, weiß er noch nicht. "Ich bin gerade einfach sehr glücklich. Ich kann wieder Fußball spielen und habe in Augsburg meine Traumfrau gefunden."

Dawda Bah weiß noch nicht, wo er künftig spielt

Möglich, dass die Beziehung in den kommenden Monaten auf eine erste harte Probe gestellt wird. Denn Dawda Bah will wieder Fußball spielen. Dafür muss er wahrscheinlich wegziehen. Er ist offen für jedes Angebot. "Ich bin glücklich, wenn Dawda wieder spielen kann und unterstütze ihn - egal, wo er als nächstes spielt", so Ehefrau Sabrina. Sie wird auf jeden Fall bis zum Ende der Saison in Augsburg weiterarbeiten. Für den 29-Jährigen würden so bei einem Vereinswechsel die Reisestrapazen zunehmen. Er hat aus seiner vorherigen Beziehung noch eine vierjährige Tochter in Finnland, die er so oft wie möglich sehen will. "Es gibt Flughäfen, es gibt Telefone - wir sind so ein starkes Team. Wir schaffen das", ist Sabrina optimistisch.

Noch aber wohnen die beiden in Gersthofen und genießen die gemeinsame Zeit. Zusammen drücken sich dem FCA die Daumen. "Ich hoffe, dass sie in der Bundesliga bleiben", so Dawda Bah. Obwohl er keine wirkliche Chance bekam, hegt er keinen Groll. Er hat hier sein privates Glück gefunden.

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