Sonntag, 19. November 2017

02. September 2016 07:27 Uhr

Kommentar

Der FC Augsburg sollte seine Wurzeln nicht vergessen

Der Besuch im Stadion des FC Augsburg ist längst kein Selbstläufer mehr. Mit den Hardcore-Fans allein lässt sich die Arena dauerhaft nicht füllen. Was helfen könnte.

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Beim ersten Saisonspiel des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg waren viele Plätze leer.
Foto: Ulrich Wagner

Das eine tun, ohne das andere zu lassen. So sieht die Aufgabenstellung beim FCA in naher Zukunft aus. Auch wenn ein Abstieg stets Thema bleibt, der Verein befindet sich auf dem Weg zu einem etablierten Bundesligisten. Das verdient Lob. Dass er seine Strukturen verändert, baulich und personell, ist in diesem Prozess zwingend erforderlich. Alles andere wäre fahrlässig im Milliardengeschäft Bundesliga.

Ungeachtet dessen sollte der Verein seine Wurzeln nicht vergessen, die sich in die Region erstrecken. Zwar verfügt er inzwischen über eine stattliche Zahl Hardcore-Fans, die sich ungeachtet sportlichen Erfolgs in die Stadionkurve stellen und bedingungslos anfeuern. Doch damit lässt sich dauerhaft kein Stadion füllen. Der Verein braucht ebenso Familien und Gelegenheitsgänger, die Trikots und Schals kaufen.

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Besuch im FCA-Stadion kein Selbstläufer mehr

Um diese Fangattung an sich zu binden, bedarf es vermeintlich kleiner Gesten: eine Saisonabschlussfeier, ein Familienfest oder die Verabschiedung eines altgedienten Spielers vor großer Kulisse. Das schafft positive Emotionen, die den Ausschlag geben können, ob jemand sein Geld für Tickets, Bratwurst und Bier ausgibt. Nach fünf Spielzeiten in der Erstklassigkeit ist der Besuch in der Augsburger Arena längst kein Selbstläufer mehr.

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Schlagworte

Wolfsburg

Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

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