Mittwoch, 20. September 2017

02. September 2017 08:47 Uhr

FC Augsburg

Der FCA-Kader in der Analyse: Daniel Baier ist unersetzlich

Wie steht der FCA am Ende der Transferperiode da? Ein Ausfall des Kapitäns wäre fatal. Defensiv ist der Kader gut aufgestellt, aber auch dort könnte es eng werden.

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Pausieren verboten! Daniel Baier ist auf dem Spielfeld der verlängerte Arm des Trainers.
Foto: Ulrich Wagner

Der Spielerkader ist üppig. Obwohl der Fußball-Bundesligist FC Augsburg zum Ende der Transferperiode seinen Angreifer Julian Günther-Schmidt am Donnerstag noch an den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena verliehen hat (hier zum Artikel), bleiben Trainer Manuel Baum noch 33 Spieler. Doch von diesen 33 Akteuren ist nicht jeder bundesligatauglich. Andererseits hat Baum auf einigen Positionen auch die Qual der Wahl. Wir haben die Mannschaftsteile unter die Lupe genommen.

Torhüter

Mit Marwin Hitz, Andreas Luthe und Fabian Giefer stehen gleich drei starke Torhüter im Kader. Völlig unwahrscheinlich, dass Baum auf die Nummer vier, Ioannis Gelios, zurückgreift. Viele waren der Meinung, Hitz verlässt in der Sommerpause den FCA. Das haben wohl auch die Verantwortlichen des Vereins gedacht und ziemlich schnell Fabian Giefer vom FC Schalke verpflichtet. Jetzt hat Baum ein Luxusproblem.

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Einschätzung: Marwin Hitz bleibt, solange ihm keine großen Patzer unterlaufen, die Nummer 1. Mit tollen Reaktionen hat Andreas Luthe in der vergangenen Saison in den letzten beiden Spielen den Abstieg verhindert. Das verdient einen Bonus. Er ist die Nummer zwei. Giefer muss sich hinten anstellen.

Abwehr

In der Defensive ist der FCA eigentlich gut aufgestellt. Aber nicht so gut wie im vergangenen Jahr. Als Paul Verhaegh noch auf der rechten Seite spielte, wusste man, wenn der Holländer verletzt ist, kommt mit Raphael Framberger ein zuverlässiger Spieler. Jetzt spielt der zuverlässige Spieler, doch wer kommt, wenn er verletzt ist? Daniel Opare? In seinen wenigen Spielen für den FCA war Opare immer für einen Schnitzer gut. Georg Teigl? Kann angeblich spielen, hat es aber beim FCA bisher nicht getan. Da könnte es kritisch werden. Als Linksverteidiger war Philipp Max bisher gesetzt. Doch nachdem nun der Wechsel von Konstantinos Stafylidis geplatzt ist, wird es auch für Max nicht mehr so einfach.

Einschätzung: Momentan kommt an Framberger und den beiden Innenverteidigern Jeffrey Gouweleeuw und Martin Hinteregger keiner vorbei. Max wird wohl weiter auf der linken Seite spielen. Allerdings, schlechte Spiele darf er sich nicht erlauben. Stafylidis sitzt ihm im Nacken. An weiteren Innenverteidigern mangelt es dem FCA nicht. Jan-Ingwer Callsen-Bracker oder Kevin Danso könnten bei Verletzungen Nachrücker sein. Weitere Innenverteidiger wie Tim Rieder, Gojko Kacar, Christoph Janker oder Marvin Friedrich werden eher kaum oder gar nicht zum Einsatz kommen. Auch Neuzugang Kilian Jakob hat derzeit wenig Chancen.

Mittelfeld

In erster Linie zieht Daniel Baier dort die Fäden. Der Kapitän gilt auf dem Spielfeld als verlängerter Arm des Trainers. Beim FCA muss man sämtliche Daumen drücken, dass Baier nicht langfristig ausfällt. Baier ist quasi unersetzlich und bildete zuletzt mit Ja-Cheol Koo auch die Doppel-Sechs. Gute Chancen hat auch Rani Khedira, der langsam in Form kommt. Wenn Jan Moravek nicht so oft verletzt wäre, könnte er auf einer Defensiv-Position sogar die Optimal-Lösung sein. Moritz Leitner ist dagegen von einem Einsatz noch weit weg.

Einschätzung: Ob die derzeitige Lösung Baier/Koo ein Modell für die Zukunft ist? Muss nicht sein. Khedira hat durchaus Chancen, zumal Koo in der Offensive vielleicht wirkungsvoller ist. Von den Mittelfeldspielern des FCA ist jedenfalls keiner ganz chancenlos. Auch nicht Moritz Leitner. Dass auch er es kann, weiß man.

Angriff

Auch hier hat der FCA ein Überangebot. Mit Alfred Finnbogason aber nur einen Knipser. Auf Rechtsaußen wird es einen heftigen Dreikampf zwischen Jonathan Schmid, Marcel Heller und Sergio Córdova geben. Auf Linksaußen streiten sich Caiuby und Erik Thommy. Michael Gregoritsch wurde als Altintop-Nachfolger verpflichtet. Ebenfalls im Topf sind Marco Richter, Shawn Parker und Dong-Won Ji.

Einschätzung: Finnbogason ist gesetzt. Über kurz oder lang wird Baum an Córdova nicht mehr vorbeikommen. Schmid und Heller müssen Gas geben, sonst werden sie abgehängt. Gregoritsch braucht vielleicht noch Zeit, wird sich aber seinen Platz hinter den Spitzen nicht nehmen lassen. Caiuby war zuletzt gegen Mönchengladbach einer der Schwächeren, hat aber noch einen Vorsprung vor Thommy. Vom Trio Parker, Ji und Richter dürfte Letzterer noch die besten Chancen haben.

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Ein Artikel von
Wolfgang Langner

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga