Dienstag, 16. Januar 2018

03. Januar 2018 18:53 Uhr

FC Augsburg

Der FCA bangt um seinen Torjäger Alfred Finnbogason

Den FCA-Torjäger Alfred Finnbogason hemmt eine Verletzung an der Achillessehne. Wie schwer diese ist, weiß selbst sein Trainer noch nicht. Welche Spieler für ihn auflaufen könnten.

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Während seine Mitspieler sich auf dem gepflegten Trainingsplatz Bälle zuschieben, dreht Alfred Finnbogason Runden. Immer wieder blickt der Isländer sehnsüchtig zu den Kollegen. Am Dienstag, als der FC Augsburg erstmals im Südwesten Teneriffas trainierte, war der Isländer gänzlich im Hotel geblieben und ließ sich behandeln. Dass er nun mit ins Trainingszentrum gefahren ist, ist entsprechend als Fortschritt seiner Genesung zu werten. Doch rund läuft Finnbogason nicht. Im letzten Vorrundenspiel gegen den SC Freiburg, als Finnbogason mit seinem zweiten Dreierpack in der laufenden Saison glänzte, hat er sich an der Achillessehne verletzt.

Eine Entzündung? Eine Muskelverhärtung oder eine Prellung? Nicht einmal Trainer Manuel Baum kann genau sagen, wie schwer die Verletzung letztlich ist. Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter stellte daher infrage, ob Finnbogason bis zum Rückrundenstart am 13. Januar gegen den Hamburger SV überhaupt einsatzfähig sei. Letzte Gewissheit soll eine Untersuchung am kommenden Mittwoch geben.

Dann dürfte sich entscheiden, inwieweit der 28-Jährige für das erste Pflichtspiel dieses Jahres in Betracht kommt. Ein Ausfall käme einer immensen Schwächung gleich. Finnbogason hat sich in der Vorrunde zu einem der treffsichersten Angreifer der Bundesliga entwickelt, mit elf Toren liegt er in der Torschützenliste lediglich hinter den Torgaranten Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang.

Nach dem Freiburg-Spiel fiel Finnbogason selbst das Gehen schwer

Doch an Tore schießen ist dieser Tage auf Teneriffa nicht zu denken. Am Tag nach dem Freiburg-Spiel fiel Finnbogason sogar das Gehen schwer. Auch jetzt kann der smarte Isländer noch nicht schmerzfrei seinem Beruf nachgehen. Als er am Mittwoch bei herrlichem Sommerwetter seine Übungen und lockeren Läufe absolviert, bezeugt ein leuchtend blaues Tape auf der linken Wade seine Verletzung.

Bereits in der vergangenen Saison musste der FCA einige Monate auf Finnbogason und dessen Tore verzichten, damals verhinderte eine langwierige Schambeinentzündung Einsätze im Augsburger Trikot. Alternativ stürmte für Finnbogason in jener Zeit Dong-Won Ji an vorderster Stelle. Manuel Baum macht sich bereits Gedanken darüber, wer Augsburgs besten Stürmer diesmal ersetzen könnte.

Seit Dienstag bereitet sich der FC Augsburg auf der Insel Teneriffa auf die Bundesligarückserie vor. Für die Augsburger Allgemeine vor Ort ist Sportredakteur Johannes Graf. Er schildert vor Ort seine ersten Eindrücke.

Posted by FCA kompakt - Alle FC Augsburg News on Mittwoch, 3. Januar 2018

Wer könnte Finnbogason beim FC Augsburg ersetzen?

Er nennt den Südkoreaner Ji, Nachwuchsspieler Marco Richter, den offensiven Mittelfeldspieler Michael Gregoritsch und vor allem Sergio Córdova. Im Sommer hat der FCA den 20-Jährigen verpflichtet, in den ersten Begegnungen dieser Saison kam er regelmäßig zum Einsatz und deutete seine Durchschlagskraft vor des Gegners Tor an, ehe ihn ein Außenbandriss stoppte. Baum ist mit der Entwicklung des jungen Mannes aus Venezuela zufrieden, allerdings seien Finnbogason und Córdova in ihrer Entwicklung nicht zu vergleichen. Baum fasst zusammen: „Sergio ist ein hochtalentierter Spieler, aber Alfred ist durch seine Erfahrung schon noch weiter.“

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Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Präsident des FC Augsburg ist Klaus Hofmann, kaufmännischer Vorstand ist Jakob Geyer. Der Aufsichtsratvorsitzende des FCA ist Peter Bircks. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Robert Schraml (Marketing), Michael Ströll (Finanzen) und Stefan Reuter (Sport). Der FCA trägt seine Heimspiele in der 30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga