Nur 16 Einsätze in 24 Spielen: Elton da Costa zählt beim FC Augsburg nicht immer zur Startformation, gilt aber trotzdem als wichtiger Spieler. Trainer Luhukay weiß warum. Von Herbert Schmoll

Nur 16 Einsätze in 24 Spielen: Elton da Costa zählt beim FC Augsburg zwar nicht immer zur Startformation, gilt aber trotzdem als wichtiger Spieler. Trainer Jos Luhukay weiß warum.
Es war ein eindeutiges Signal des Trainers. Als der FCA-Motor am vergangenen Samstag beim Punktspiel in Koblenz zunächst nicht auf Touren kam, schickte Jos Luhukay schon nach rund einer Viertelstunde Elton da Costa zum warm machen. 15 Minuten später hatte der Trainer dann genug gesehen und wechselte seinen brasilianischen Mittelfeldspieler ein. Stefan Buck musste weichen.
"Wir wollten eine Spur offensiver agieren", begründete Luhukay diesen frühen Wechsel in seinem Team und da schien ihm die Einwechslung von da Costa die geeignete Maßnahme zu sein. Für viele Augsburger Fans war dies eine Überraschung, denn noch eine Woche zuvor stand da Costa beim Auswärtsspiel in Rostock nicht mal im 18 Spieler umfassenden Mannschaftskader - aus gesundheitlichen Gründen allerdings.
Trotzdem, die Einwechslung in Koblenz war wieder mal ein eindeutiges Indiz, dass der niederländische Fußball-Lehrer großes Vertrauen in den Brasilianer hat. "Er ist ein sehr wertvoller Spieler für uns, technisch einer der stärksten im Kader und zeigt zudem stets eine vorbildliche Einstellung", lobt ihn Luhukay. Das belegen auch die Zahlen, denn in den bisherigen 24 Punktspielen kam Elton da Costa 16 Mal zum Einsatz, vorwiegend als "Joker". "Eine Rolle, die ihm liegt", fährt Luhukay fort.
Tatsächlich, der gebürtige Südamerikaner brachte auch in Koblenz Struktur in die Augsburger Ballstafetten, das Spiel in die Spitzen wurde wesentlich zielstrebiger. "Ich versuche immer gute Arbeit abzuliefern", großes Aufheben wollte der 30-Jährige auch in Koblenz um seine Leistung nicht machen. Das ist auch nicht seine Art, der Mittelfeldspieler liebt es nicht so sehr im grellen Licht der Scheinwerfer zu stehen.
"Ich versuche das umzusetzen, was der Trainer von mir fordert", sagte er und freute sich über die drei wichtigen Punkte beim 1:0-Sieg im Rheinland. Dabei ist da Costa beileibe nicht der typische Ballzauberer von der Copacabana. Zwar kann er mit dem Spielgerät ausgezeichnet umgehen, aber seine Art Fußball zu spielen, beinhaltet europäische Tugenden wie Kampfkraft und Disziplin.
Elton da Costa ist mittlerweile der einzig verbliebene Profi aus der Aufstiegsmannschaft 2006. Ein Jahr zuvor wechselte er von der SpVgg Unterhaching nach Augsburg und schaffte auf Anhieb mit dem FCA den Sprung in die zweite Bundesliga und damit den bisher größten Erfolg seiner Karriere.
Dies mit dem Sprung in die Beletage des deutschen Fußballs noch zu toppen, dagegen hätte Elton da Costa nichts einzuwenden. Doch zunächst möchte er weiterhin mit guten Auftritten die Verantwortlichen überzeugen. Denn am Saisonende läuft sein Vertrag aus und gegen eine Verlängerung der Zusammenarbeit hätte der in Neusäß wohnende Profi nichts einzuwenden.
Szabics im Mannschaftstraining
Seit Dienstag nimmt auch Imre Szabics wieder am Mannschaftstraining teil. Der Stürmer lag seit Mitte November des vergangenen Jahres wegen einer Innenbandverletzung im Knie und später wegen eines Knochenödems mehr als drei Monate auf Eis. Der Ungar wurde in der Herbstrunde von Jos Luhukay für zehn Punktspiele nominiert und erzielte dabei einen Treffer. Herbert Schmoll
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