Der FC Augsburg stürmt weiter mit Riesenschritten in die erste Bundesliga. Mit 3:0 gewann der FCA gegen den SC Paderborn, Nando Rafael traf doppelt. Vor allem Keeper Simon Jentzsch war für den Sieg verantwortlich. Von Herbert Schmoll



Der FC Augsburg stürmt weiter mit Riesenschritten in die erste Bundesliga. Am Sonntag mussten die Schützlinge vom Trainer Jos Luhukay allerdngs ein ganz hartes Stück Arbeit verrichten, ehe der 3:0-Sieg gegen einen eine Stunde mehr als ebenbürtigen SC Paderborn unter Dach und Fach gerbacht werden konnte.
Vor 27.825 Zuschauern in der Impuls-Arena avancierte Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch zum Spieler des Tages. Als die Partie nach der Pause auf des Messers Schneide stand, hielt er sein Team mit einigen spektakulären Rettungstaten in der Partie.
Michael Thurk, dem während der Woche eine starke Erkältung zu schaffen machte, stand beim FC Augsburg in der Startformation. Ebenso wie Dominik Reinhardt, der vor Wochenfrist in Koblenz wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht spielen konnte.
"Wir werden wieder versuchen unsere Offensivstärke auszuspielen", kündigte Trainer Jos Luhukay an und auch sein Paderborner Kollege wollte mit seinem Team vor dem Tabellenzweiten nicht in Ehrfurcht erstarren. Im Gegenteil: "Wir werden auch hier versuchen, drei Punkte mitzunehmen."
Dass die Ostwestfalen den Worte auch Taten folgen lassen wollten, dies war von Beginn an zu sehen. Die Gäste verstecken sich keineswegs, sondern suchten ihr Heil in der Offensive. Schon nach drei Minuten hatten die Gästefans den Torschrei auf den Lippen, Enis Alushi tauchte allein vor dem Ausburger Tor auf, doch dort war beim glänzend reagierenden Schlussmann Simon Jentzsch Endstation.
Eine frühe Führung hätte dem Neuling sicherlich in die Karten gespielt, doch auch so brachte der FCA etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Aus einer Standarsituation resultierte die erste Augsburger Möglichkeit. Nach einem Freistoß von Marcel Ndjeng traf Jens Hegeler allerdings per Kopf nur die Querlatte des Gästegehäuses.
Das wars dann zunächst für längere Zeit an gefährlichen Torszenen. Die beiden Kontrahenten bemühten sich zwar, Tempo ins Spiel zu bringen, doch die Bemühungen wurden auf beiden Seiten diurch Abspielfehler und Fehlpässe zunichte gemacht. Einzig Ibo Traore ließ mit dem einen oder anderen seiner Soli etwas Gefahr aufblitzen.
Auch nach der Pause gaben die Paderborner zunächst den Ton an und erspielten sich gleich vier dicke Möglichketen. Nur gut, dass Jentzsch sofort hellwach war. Es war schon Klasse,wie der Keeper gegen Saglik, Brückner und Schachten in höchster Not rettete und zudem Glück hatte, dass Lönings Schuss knapp an seinem Arbeitsplatz vorbei strich.
Doch der FCA fing sich und nach einer Stunde hallte erstmals der Torjubel durch die Arena. Nach einer Flanke von Traore legte Ndjeng per Kopf für Rafael auf und dieser vollendete, wenn auch aus abseitsverdächtiger Psosition zum 1:0.
Nun lief's beim FCA, die Mannschaft zeigte gerade im Offensivbereich ihre individuelle Klasse. Nando Rafael sorgte nach 70 Minuten für das 2:0. Und wenn's läuft, dann läuft's. Der eingewechselte Elton da Costa jagte das Spielgerät zum 3:0 ins Netz und sorgte damit endgültig für Feierlaune auf den Rängen.
Die verstärkte sich noch, als der 2:1-Sieg der Münchner Löwen gegen den FC St. Pauli bekannt wurde. Herbert Schmoll
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