Rob Reekers ist Co-Trainer des FC Augsburg und immer noch beliebt in seiner "alten Heimat" Bochum. Am Sonntag gastiert er mit dem FCA bei seinem Ex-Klub. Von Wolfgang Langner

Der Name Rob Reekers hat in Bochum immer noch einen gewissen Klang. "Reekers gehört zu den Spielern, die in einer Reihe mit Hermann Gerland oder Michael Lameck stehen. Diese Spieler haben im Revier einen guten Ruf. Das waren rustikale Spielertypen, die auf dem Platz ihr letztes Hemd gegeben haben. Reekers war auch einer, der hier immer für ein gutes Betriebsklima gesorgt hat", erzählt Uli Kienel unserer Zeitung.
Der muss es auch wissen. Kienel arbeitet bei den Ruhrnachrichten als Sportredakteur und hat Reekers einige Jahre beruflich begleitet.
Am Sonntag (13.30 Uhr) kehrt der ehemalige Abwehrspieler des VfL, der dort von 1986 bis 1995 kickte, wieder in seine "alte Heimat" zurück. Allerdings, auch Reekers, der nun beim Zweitligisten FC Augsburg als Co-Trainer beschäftigt ist, hat noch viel Bezug zu der Stadt, in der laut Herbert Grönemeyer die "Sonne verstaubt".
"Ich bin schon öfter mal in Bochum. In der Jugend des VfL spielt schließlich auch mein Sohn Bas", sagt Reekers. Aber für einen Familienbesuch ist am Wochenende keine große Zeit. "Wissen Sie, wie mein Terminplan aussieht? Ich beobachte am Freitag ein Spiel in Osnabrück und am Samstag das nächste in Duisburg. Am Sonntag bin ich dann beim FCA mit auf der Bank und dann geht es mit dem Auto wieder zurück nach Augsburg", so Reekers über seine Planung in den nächsten Tagen.
Allerdings blieb Reekersnicht nur in Bochum in guter Erinnerung. Auch in Gütersloh, wo er dann auch seine Karriere ausklingen ließ, hat es Reekers gefallen: "Das war schon auch eine tolle Zeit, als wir mit Gütersloh in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind." Viermal spielte Reekers auch in der holländischen Nationalmannschaft. Zusammen mit Berühmtheiten wie Ronald Koeman, Frank Rijkaard oder Marco van Basten. Dabei gehört Rob Reekers zu den fünf Nationalspielern, die noch nie in der holländischen Ehrendivison gespielt haben.
"Wir müssen Gas geben"
Seit Juni 2009 arbeitet Reekers nun als Co-Trainer für den FC Augsburg, und natürlich hat er den VfL Bochum in dieser Saison schon einmal beobachtet. "Ich war beim 3:2-Sieg über 1860 München im Stadion. Bochum hat da ein bisschen Glück gehabt. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen", meint Reekers. Auch der ehemalige Verteidiger sieht zwar seinen Ex-Klub unter den Aufstiegsfavoriten, aber er weiß auch, wie man den VfL besiegen kann: "Wenn wir uns von Beginn an gleich Chancen erarbeiten, dann kann es schnell ruhig werden im Stadion. Es liegt schon an uns. Wir müssen aber unbedingt Gas geben."
Reekers kann sich durchaus vorstellen, dass die Bochumer nach ihrem etwas durchwachsenen Start ein bisschen nervös sind: "Ich glaube, die Stimmung ist dort momentan nicht so gut. Im Pokal sind sie rausgeflogen (bei Kickers Offenbach, Anm. d. Red.) und zuletzt haben sie im Punktspiel bei Erzgebirge Aue verloren." Dennoch warnt der Niederländer davor, leichtsinnig zu sein: "Wir haben es mit einer Mannschaft zu tun, die ohne Weiteres auch in der Bundesliga spielen könnte. Das ist eine Truppe, die ein enormes Potenzial besitzt."
Ansonsten gönnt Reekers Bochum viel, aber das muss ja nicht unbedingt gegen Augsburg sein.
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