Am Ende einer ansonsten erfolgreichen Woche konnte der FC Augsburg nicht an die gute Leistung gegen Freiburg anschließen. Michael Thurk sorgte letztlich für den Ausgleich. Zuvor patzte ein Neuzugang. Von Robert Götz



Augsburg - Die Heimspiel-Woche des FC Augsburg ist beendet. Eine richtige "Festwoche" ist es nicht geworden. Nach zwei Heimsiegen musste sich der Zweitligist vor 12.000 Zuschauern am Sonntag mit einem 1:1 (0:1) gegen die TuS Koblenz zufrieden geben.
Innerhalb der letzten acht Tage erlebten die FCA-Fans in der Impuls-Arena die ganze Bandbreite der Emotionen. Auf das Torfestival beim 5:2 gegen Hansa Rostock folgte am Mittwoch das begeisternde 1:0 im Pokal gegen den SC Freiburg und am Sonntag hieß es wieder "Abnützungskampf" im Liga-Alltag mit einem am Ende gerechten Unentschieden.
Trainer Jos Luhukay hatte seine Mannschaft gegenüber dem Pokalspiel kräftig umgebaut. Publikumsliebling Ibrahima Traore musste mit einer Oberschenkelverhärtung passen. Jens Hegeler, Axel Bellinghausen und Sandor Torghelle verordnete Luhukay im dritten Heimspiel innerhalb von acht Tagen eine Verschnaufpause. Dafür rückten Dominik Reinhardt und Patrick Mölzl in die Viererkette, Marcel Ndjeng wechselte auf die Traore-Position und Kevin Schindler durfte erstmals von Beginn an ran.
Doch alle taktischen Überlegungen waren nach elf Minuten schon über den Haufen geworfen. Neuzugang Stefan Buck bediente, wie schon gegen Rostock, einen gegnerischen Stürmer mit einem fatalen Rückpass. Shefki Kuqi, der finnische Torjäger mit albanischen Wurzeln, sagte "Danke" und schob überlegt zum 0:1 (11.) ein.
Ein Tiefschlag, den der FCA nur langsam verdaute. Die Koblenzer weigerten sich nach der Führung standhaft, irgend etwas zu einem einigermaßen attraktiven Spiel beizutragen und begnügten sich meist damit, den Weg durch ihre Hälfte beschwerlich zu machen.
Und der FCA? Dem gelang es in der ersten Hälfte nur selten, die gut organisierte TuS-Abwehr zu knacken. Kurz vor der Halbzeit kam dann doch noch etwas Leben in die FCA-Angriffsbemühungen. Michael Thurk kam einen Schritt zu spät und beim anschließenden Eckball köpfte Elton da Costa nur knapp neben das Tor.
In der Halbzeit reagierte Luhukay. Er erlöste den indisponierten Stefan Buck und brachte Sandor Torghelle. Schon vor der Partie hatte der FCA-Trainer viel Geduld von seinem Team, aber auch von den Fans, gefordert. Und die hatten die Augsburger Fußball-Anhänger diesmal. Immer wieder feuerten sie die FCA-Akteure an.
Allerdings stockte ihnen nach einer Stunde erst einmal der Atem. Zuerst klärte in der 60. Minute FCA-Torhüter Simon Jentzsch mit einer Glanztat gegen Kuqi und danach traf Geißler aus aussichtsreicher Position nicht.
Auf der Gegenseite wurden dann aber die Anstrengungen der FCA-Fans und der Spieler belohnt. Marcel Ndjeng (68.) trat einen Freistoß gefährlich nach innen und Michael Thurk lenkte den Ball zum viel umjubelten 1:1 ins Tor.
Es war der Lohn für die Augsburger Beharrlichkeit - und Trainer Luhukay wollte noch mehr. Immer wieder trieb er seine Spieler an der Außenlinie an. Nach drei Spielen innerhalb von acht Tagen aber vergebens.
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