Walther Seinsch ist zurück. Bei der Pressekonferenz zu seiner Rückkehr kam er zusammen mit Peter Bircks ins Plaudern. Zuschaueraufkommen, Vermarktung, Pokal und Aufstieg - kein Thema wurde ausgespart.

Walther Seinsch ist zurück. Zusammen mit seinem Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Bircks geriet der Präsident bei einer Pressekonferenz des FC Augsburg ins Plaudern und streifte beinahe jedes relevante Thema:
Aufstieg: "Das sieht gut aus. Wir schauen was da kommt, sind mit Voraussagen aber vorsichtig. Bisher sind wir gut damit gefahren, die Erwartungen nicht zu hoch zu hängen. Natürlich haben wir den sportlichen Ehrgeiz, mal in der Bundesliga zu spielen. Man muss aber auch schauen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, damit man auch noch handlungsfähig bleibt, wenn mal ein sportlicher Rückschritt, sprich ein Abstieg, kommt", so Walther Seinsch.
Neue Spieler: "Wir haben eine Liste mit Wünschen, die werden wir nach und nach abarbeiten und Vorgespräche führen. Entscheidungen werden aber erst fallen, wenn klar ist, ob wir in der ersten oder zweiten Liga spielen", so Seinsch.
Neuer Rasen: "Es gibt vor dem Spiel gegen Ahlen noch einen neuen Rasen in der Impuls-Arena. Am Freitag kann die Mannschaft das erste Mal darauf trainieren. Wir hätten sowieso einen für die Juniorinnen-WM gebraucht und haben uns entschlossen, den Rasen schon jetzt zu verlegen. Das kostet ungefähr 100.000 Euro."
Vermarktung: "Wir haben in der Saison sämtliche TV-relevanten Banden verkauft. Das ist nicht selbstverständlich. Zudem haben wir 41 von 48 Logen verkauft und bei den Business-Seats eine Auslastung, die um 73 Prozent besser ist als im Vorjahr", so Peter Bircks.
Pokal-Halbfinale: "Das ist ein Quantensprung für den Verein. Wir haben ja früher verloren in Aindling, Dasing, überhaupt überall, wo man verlieren kann. Das ist toll. Wir bekommen überregionale Aufmerksamkeit, unsere Fans können mit Stolz geschwellter Brust durch die Stadt laufen und für unsere finanzielle Ausstattung ist das natürlich auch nicht schlecht", so Bircks.
Zuschauer: "17.000 Zuschauer im Schnitt sind gut, aber nicht sehr gut. Klar ist aber auch, dass wir zwei Generationen von Fans während unserer Amateurzugehörigkeit verloren hatten. Wir kämpfen um jeden einzelnen Zuschauer aber das dauert natürlich. Wenn man aber sieht, dass bei unserem Spiel gegen Ahlen 27.000 Fans waren und in den 18 Spielen der ersten italienischen und spanischen Liga nur drei Partien einen höheren Zuschauerzuspruch hatten, muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Außerdem bin ich der Meinung, dass unsere Preispolitik vielleicht nicht ganz optimal war, allerdings kein Fan mehr kommen würde, wenn das Ticket auf der Gegengerade 25 Euro statt 33 Euro kosten würde. Das ist auch ein wenig der Fluch der guten Tat, weil wir in den vergangenen vier Jahren in der Rosenau den Preis nie angehoben haben", so Bircks
Walther Seinsch: "Ich bin zufrieden mit unserer Zuschauerauslastung. Wir hören uns jede Kritik an und überlegen, Korrekturen zur kommenden Saison vorzunehmen. Natürlich haben auch wir Fehler gemacht, beispielsweise bei den Ermäßigungen für Menschen mit Behinderung. Da werden wir wahrscheinlich etwas ändern. Auch sonst ist die ein oder andere Änderung möglich."
Lieber Pokal-Sieg oder Aufstieg: "Ich würde lieber den Pokalsieg nehmen, das wäre schon toll. Der Aufstieg wird irgendwann sowieso kommen", so Bircks.
Seinsch: "Ich nehme lieber den Aufstieg. Wenn man die Möglichkeit hat, muss man sie beim Schopfe packen."
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