Am Sonntag trifft der FC Augsburg um 13.30 Uhr in der Impuls-Arena auf den SC Paderborn. Ein Gute-Laune-Kicker des FCA freut sich besonders auf das Spiel vor heimischer Kulisse. Von Herbert Schmoll

Grantler und Miesepeter gibt es in diesem Geschäft genügend. Und so ist es einfach wohltuend, wenn man sieht, wie sich ein junger Fußballprofi wie Ibrahima "Ibo" Traore in der Öffentlichkeit gibt.
Stets freundlich, gut gelaunt. Es scheint fast so, als verbreite der zu Saisonbeginn von Hertha BSC Berlin nach Augsburg gewechselte 21-jährige Profi fast immer und überall gute Stimmung.
Ibrahima Traore lächelte über das ganze Gesicht, als er gestern Mittag in die Geschäftsstelle des FC Augsburg in die Donauwörther Straße kam. Es gibt auch keinen echten Grund für das neue Augsburger Fußballjuwel, den Griesgram zu geben. Seit acht Spielen ist der FCA unbesiegt, schnuppert auf Platz zwei in der Tabelle Aufstiegsluft. Dem Heimspiel gegen den SC Paderborn (Sonntag, 13.30 Uhr) blickt der 21-jährige Franzose gespannt entgegen.
Und freut sich, dass er sich mit seinen Kollegen nach den beiden Fremdaufgaben in Rostock und Koblenz wieder vor dem Augsburger Publikum präsentieren kann. Denn zuletzt fehlte Traore in der Fremde die Leichtigkeit, die ihn vor allen Dingen in der Impuls-Arena auszeichnet und zu einem der besten Zweitligaspieler in dieser Saison machte. Obwohl ihm in Koblenz der Siegtreffer gelang. "Zu Hause müssen wir dieses Spiel gewinnen", sagt er, möchte seinen Turbo wieder zünden, fügt jedoch auch an: "Das wird eine schwierige Aufgabe."
Ähnlich lautet auch die Prognose von FCA-Trainer Jos Luhukay: "Paderborn hat zuletzt drei Mal in Serie gewonnen, man muss Hochachtung haben, wenn man sieht, welche Leistungen die Mannschaft in dieser Saison als Aufsteiger zeigt", so Luhukay über seinen Ex-Klub. Der Augsburger Fußball-Lehrer strahlt, als er erfährt, dass bereits 24 000 Karten für diese Veranstaltung vergriffen sind, und ist überzeugt, dass sich seine Schützlinge auch durch das anschließend stattfindende Benefizspiel zwischen den "ran-Allstars" und der Nationalmannschaft Haitis nicht in ihrer Konzentration stören lassen.
"Ich hoffe, dass mein Team durch die vielen Zuschauer wieder zu einer guten Leistung angespornt wird, denn wir wollen den hart erarbeiteten zweiten Tabellenplatz verteidigen und unsere Tabellensituation festigen", so der Niederländer.
Der in Koblenz gesperrte Andrew Sinkala ist gegen die Ostwestfalen eine Alternative, dagegen stehen die angeschlagenen Axel Bellinghausen (Leiste) und Robert Strauß (Rücken) nicht zur Disposition. Auch der Einsatz von Michael Thurk ist noch fraglich. Dem Torjäger macht eine starke Erkältung zu schaffen. "Über seinen Einsatz werden wir erst kurzfristig entscheiden." Als Alternativen stehen Sandor Torghelle und Stephan Hain Gewehr bei Fuß.
Mit breiter Brust reisen die Paderborner in den tiefen Süden. Allerdings auch mit dem nötigen Ernst. "Wir werden uns von der guten Tabellensituation nicht blenden lassen, dieses Spiel konzentriert angehen. Und versuchen, drei Punkte zu holen", erklärte SCP-Trainer André Schubert. Gut möglich, dass der FCA gegen dieses Vorhaben etwas einzuwenden hat. Herbert Schmoll
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