Freitag, 22. August 2014

23. Mai 2013 16:28 Uhr

FC Augsburg

FCA-Saisonrückblick: Daniel Baier war der Beste

Der Renner, Kämpfer und Lenker fehlte beim FC Augsburg nur in einer Partie. Von überdurchschnittlichen Leistungen, Mittelmaß und Enttäuschungen.

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Ende gut, alle(s) gut? Der FC Augsburg hat das Klassenziel dank einer herausragenden Rückrunde erreicht. Wir beurteilen nachstehend die Leistungen der einzelnen Profis und ordnen diese auch ein.

Herausragend

Auch wenn ihm am Schluss ein wenig die Puste ausging: Der inoffizielle Titel des „Spielers der Saison“ gebührt Daniel Baier. Er fehlte nur in einer Partie wegen der fünften Gelben Karte und stand bei 33 Begegnungen in der Startelf. Er ging mit großem Einsatz und Laufbereitschaft voran, ein echter Führungsspieler. In diese Kategorie kann auch Ragnar Klavan eingestuft werden. Der Neuzugang zeigte, dass er eine echte Verstärkung darstellt und entwickelte sich schnell zum Abwehrchef. Mit Mohamed Amsif (17 Spiele) und dem Herbst-Zugang Alex Manninger (12 Einsätze) stehen gleich zwei Torhüter in der Rangliste ganz oben. Amsif zeigte bei den 1:0-Siegen in Bremen und Hamburg, dass er eigentlich mehr als eine Nummer zwei ist, doch letztlich entschied sich Trainer Weinzierl nach der Winterpause für die Erfahrung des Österreichers. Der rechtfertigte das Vertrauen mit tadellosen Leistungen. Wer, wie der zu Saisonbeginn verletzte Sascha Mölders, in 24 Spielen zehn Tore erzielt, gehört auch in diese Kategorie.

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Gut

Knapp hinter der ersten Kategorie landet Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Der Abwehrspieler übernahm in kritischen Situationen Verantwortung und erzielte zwei wichtige Tore – ein echter Führungsspieler. Dies trifft auch auf Paul Verhaegh zu. Der Niederländer kam zwar wegen einer Verletzung nur auf 17 Einsätze, zeigte aber da, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Wertvoll fürs Team war auch die linke Flügelzange mit Matthias Ostrzolek und Tobias Werner. Der Ruhrpott-Junge und der Thüringer agierten immer am Limit und harmonierten prächtig. Werner erzielte trotz seiner Probleme im Abschluss sechs Treffer. Der im Winter aus England verpflichtete Südkoreaner Dong-Won Ji war nach kleineren Startproblemen ebenfalls ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Klassenerhalt und soll, wenn möglich, in Augsburg bleiben.

Ordentlich

Dort stufen wir Marcel de Jong ein, der zwar seinen Stammplatz verlor, aber immer da war, wenn er gebraucht wurde und dem mit seinem sensationellen Treffer gegen den VfB Stuttgart ein wichtiges Tor gelang. Wie Phönix aus der Asche tauchte zu Rückrundenbeginn der Offenbacher Neuzugang André Hahn auf. Er zeigte wenig Respekt vor den gegnerischen Abwehrrecken und spielte sich schnell in die Stammelf. In die Kategorie „ausreichend“ gehört auch Ja-Cheol Koo. Er fand zu Saisonbeginn und auch in der Rückrunde nach Verletzungen nur schwer seinen Rhythmus und zeigte nur, wenn er völlig fit war, seine Bestleistung. Das galt auch für Jan Moravek. In der Vorrunde noch von Muskelverletzungen geplagt, steigerte sich der Tscheche aber mehr und mehr. Im letzten Saisondrittel war er ein Leistungsträger. An Selbstvertrauen und Einsatz mangelte es Kevin Vogt nicht, an seinen fußballerischen Qualitäten muss der ehemalige Bochumer noch arbeiten. Ronny Philp kam wegen zweier schwerer Verletzungen nur auf vier Saisonspiele. Doch da konnte er überzeugen. Ohne Fehl und Tadel waren auch die Leistungen von Simon Jentzsch, zu Saisonbeginn noch die Nummer eins. Wegen seiner Fingerverletzung stand er nur fünf Mal im Kasten.

Durchschnitt

Das Leistungsgefälle innerhalb des Teams war ziemlich groß. Stephan Hain, Sebastian Langkamp, Andreas Ottl, Knowledge Musona, Dominik Reinhardt, Torsten Oehrl, Milan Petrzela und der in der Winterpause nach China gewechselte Gibril Sankoh spielten allesamt eine durchwachsene Saison.

Hinter den Erwartungen

Mit der Verpflichtung von Aristide Bancé schien ein Volltreffer gelungen zu sein. Doch der Nationalspieler aus Burkina Faso hatte sein Pulver schon in der Vorbereitung verschossen. Trainer Weinzierl zeigte sich zwar sehr geduldig, doch zurückbezahlt hat dies Bancé nicht. Als völlige Fehlgriffe entpuppten sich Giovanni Sio (im Winter nach Sochaux) und Somen Tchoyi.

Ohne Bewertung Nur auf zwei Einsätze kam Michael Parkhurst. Ganz ohne Spielzeiten blieben Ioannis Gelios und Marco Thiede.

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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der neugegründete FC Augsburg in der drittklassigen Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf. Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand. Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga.

Präsident des FC Augsburg ist Walther Seinsch. Die Mannschaft wird trainiert von Markus Weinzierl. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden SGL-Arena aus.

Wie schneidet der FC Augsburg ab?
Wo landet der FCA in der Saison 2014/15?

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Herbert Schmoll

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


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