Donnerstag, 22. Februar 2018

12. Februar 2018 08:16 Uhr

Kommentar

FCA zeigt Größe gegen Leipzig - trotz Niederlage

Der FC Augsburg hatte beim Bundesliga-Duell gegen RB Leipzig keine Chance. Trotzdem zeigten die FCA-Verantwortlichen und Daniel Baier echte Größe. Ein Kommentar.

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Daniel Baier konnte die Niederlage gegen RB Leipzig nicht verhindern - versöhnte sich aber mit Ralph Hasenhüttl.
Foto: Jan Woitas, dpa

Es ist schon eine besondere Beziehung zwischen dem FCA und RB Leipzig. FCA-Chef Klaus Hofmann zählt zu den schärfsten Kritikern des umstrittenen Fußball-Projektes. Er wird nicht müde, das aus seiner Sicht nicht lizenzfähige Konstrukt, mit dem der Getränke-Konzern Red Bull den Fußball-Bundesligisten kontrolliert, anzuprangern. Das darf er auch. Mit den Millionen von Red Bull hat man in Leipzig eines der besten Teams der Bundesliga zusammengestellt.

Red Bull sponsort indirekt auch den FCA

Die FCA-Verantwortlichen erkannten dies am Freitag an, ohne auf diese Finanzierung hinzuweisen. Das zeugt von Größe. Wie auch die Geste von Baier und Hasenhüttl. Dass viele Leipziger Fans Hinteregger über 90 Minuten auspfiffen, hingegen nicht.

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Wie eng im Geschäft Fußball alles verwoben ist, zeigt Folgendes. Red Bull lässt seinen Energy-Drink hauptsächlich beim österreichischen Getränkehersteller Rauch produzieren und abfüllen. Diese Firma wirbt auch auf den Werbebanden in der WWK-Arena. Red Bull sponsort also indirekt den FCA.

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Schlagworte

Leipzig | Daniel Baier

Ein Artikel von
Robert Götz

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Präsident des FC Augsburg ist Klaus Hofmann, kaufmännischer Vorstand ist Jakob Geyer. Der Aufsichtsratvorsitzende des FCA ist Peter Bircks. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Robert Schraml (Marketing), Michael Ströll (Finanzen) und Stefan Reuter (Sport). Der FCA trägt seine Heimspiele in der 30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

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