Samstag, 19. April 2014

01. Februar 2013 18:31 Uhr

FC Augsburg

Gibril Sankoh verlässt den FCA

Mit Gibril Sankoh verlässt der nächste Aufstiegsheld den FC Augsburg. Auch weil der Verein eine Option ungenutzt ließ.

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Gibril Sankoh verlässt am Ende der Saison den FCA.
Foto: Fred Schöllhorn

Gibril Sankoh, 29, und der FC Augsburg werden nach dieser Saison getrennte Wege gehen. „Der FCA hatte eine Option bis zum 31. Januar. Die wurde nichtgezogen. Jetzt bin ich frei und ich werde Augsburg im Sommer verlassen“, erklärte der Innenverteidiger nach dem Abschlusstraining vor dem Spiel in Wolfsburg. Sein Vertrag endet am 30. Juni Trainer Markus Weinzierl hatte Sankoh, wie auch Stürmer Stephan Hain, aus dem Kader für das Spiel in Niedersachsen gestrichen.

Sankoh spielte zuletzt keine Rolle mehr

Schon gegen Schalke zählt Sankoh nicht zu den 18 auserwählten Spielern. In dieser Saison kam Sankoh bisher auf elf Einsätze. Zuletzt wurde Sankoh beim letzten Vorrundenspiel in Fürth (1:1) allerdings als rechter Verteidiger eingewechselt.

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Seinen Stammplatz als Innenverteidiger hatte im Laufe der Vorrunde durch seine schwankenden Leistungen verloren. Licht und Schatten wechselten sich bei ihm ab wie bei einem stürmischen Januartag mit Wolken und Sonne. Trainer Markus Weinzierl vertraut lieber auf Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Ragnar Klavan. Das Duo überzeugte und verlieh der Abwehr Stabilität.

Sankoh rückte ins Abseits. „Für mich läuft es nicht gut. Es ist eine Entscheidung des Trainers. Ich trainiere gut, mehr kann ich nicht tun“, sagt Sankoh, der aber keine Zukunft mehr in Augsburg sieht. „Ich hatte drei gute Jahre hier, aber ich werde nicht bleiben.“

Sankoh: Im Aufstiegsjahr eine Stütze

Sankoh, den Trainer Jos Luhukay im Sommer 2010 vom FC Groningen zum FCA holte, war eine der Defensiv-Stützen im Aufstiegsjahr. Er war bei fast allen Punktspielen dabei, trug einen großen Anteil daran, dass der FCA erstnmals in die Bundesliga aufstieg. Doch schon damals brachte er die FCA-Fans und auch seinen Trainer in manchen Spielen mit seiner leichtsinnigen Spielweise an den Rande des Wahnsinns. Einmal spielte er Weltklasse, einmal Kreisklasse.

Was in Liga zwei aber meist nicht bestraft wurde. In der Bundesliga führten seine Eskapaden aber des öfteren zu Gegentoren. Luhukay verordnete Sankoh einige Denkpausen, brachte ihn aber immer wieder. Auch weil sich Sankoh meist geläutert zeigte.

Soviel Geduld scheint der neue Trainer mit Sankoh nicht zu haben. Sankoh zieht nun frühzeitig seine persönlichen Schlüsse. Sehr zur Überraschung von FCA-Manager Stefan Reuter: „Wir haben eigentlich vereinbart, das wir Ende Februar über seine Zukunft reden.“ Zu Vertragsinhalten, erklärte Reuter, nehme er grundsätzlich keine Stellung. „Es gibt Verschwiegenheitsklauseln, die eigentlich auch für Spieler gelten.“

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