Dienstag, 22. Juli 2014

01. Juli 2014 12:47 Uhr

FC Augsburg

Gibril Sankoh verlässt den FCA

Mit Gibril Sankoh verlässt der nächste Aufstiegsheld den FC Augsburg. Auch weil der Verein eine Option ungenutzt ließ.

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Gibril Sankoh verlässt am Ende der Saison den FCA.
Foto: Fred Schöllhorn

Gibril Sankoh, 29, und der FC Augsburg werden nach dieser Saison getrennte Wege gehen. „Der FCA hatte eine Option bis zum 31. Januar. Die wurde nichtgezogen. Jetzt bin ich frei und ich werde Augsburg im Sommer verlassen“, erklärte der Innenverteidiger nach dem Abschlusstraining vor dem Spiel in Wolfsburg. Sein Vertrag endet am 30. Juni Trainer Markus Weinzierl hatte Sankoh, wie auch Stürmer Stephan Hain, aus dem Kader für das Spiel in Niedersachsen gestrichen.

Sankoh spielte zuletzt keine Rolle mehr

Schon gegen Schalke zählt Sankoh nicht zu den 18 auserwählten Spielern. In dieser Saison kam Sankoh bisher auf elf Einsätze. Zuletzt wurde Sankoh beim letzten Vorrundenspiel in Fürth (1:1) allerdings als rechter Verteidiger eingewechselt.

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Seinen Stammplatz als Innenverteidiger hatte im Laufe der Vorrunde durch seine schwankenden Leistungen verloren. Licht und Schatten wechselten sich bei ihm ab wie bei einem stürmischen Januartag mit Wolken und Sonne. Trainer Markus Weinzierl vertraut lieber auf Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Ragnar Klavan. Das Duo überzeugte und verlieh der Abwehr Stabilität.

Sankoh rückte ins Abseits. „Für mich läuft es nicht gut. Es ist eine Entscheidung des Trainers. Ich trainiere gut, mehr kann ich nicht tun“, sagt Sankoh, der aber keine Zukunft mehr in Augsburg sieht. „Ich hatte drei gute Jahre hier, aber ich werde nicht bleiben.“

Sankoh: Im Aufstiegsjahr eine Stütze

Sankoh, den Trainer Jos Luhukay im Sommer 2010 vom FC Groningen zum FCA holte, war eine der Defensiv-Stützen im Aufstiegsjahr. Er war bei fast allen Punktspielen dabei, trug einen großen Anteil daran, dass der FCA erstnmals in die Bundesliga aufstieg. Doch schon damals brachte er die FCA-Fans und auch seinen Trainer in manchen Spielen mit seiner leichtsinnigen Spielweise an den Rande des Wahnsinns. Einmal spielte er Weltklasse, einmal Kreisklasse.

Was in Liga zwei aber meist nicht bestraft wurde. In der Bundesliga führten seine Eskapaden aber des öfteren zu Gegentoren. Luhukay verordnete Sankoh einige Denkpausen, brachte ihn aber immer wieder. Auch weil sich Sankoh meist geläutert zeigte.

Soviel Geduld scheint der neue Trainer mit Sankoh nicht zu haben. Sankoh zieht nun frühzeitig seine persönlichen Schlüsse. Sehr zur Überraschung von FCA-Manager Stefan Reuter: „Wir haben eigentlich vereinbart, das wir Ende Februar über seine Zukunft reden.“ Zu Vertragsinhalten, erklärte Reuter, nehme er grundsätzlich keine Stellung. „Es gibt Verschwiegenheitsklauseln, die eigentlich auch für Spieler gelten.“

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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der neugegründete FC Augsburg in der drittklassigen Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf. Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand. Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga.

Präsident des FC Augsburg ist Walther Seinsch. Die Mannschaft wird trainiert von Markus Weinzierl. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden SGL-Arena aus.

Wie schneidet der FC Augsburg ab?
Wo landet der FCA in der Saison 2014/15?

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Robert Götz

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport

Fußball-Bundesliga: Liste der deutschen Meister

FC Bayern München (24 Meisterschafteten); 1. FC Nürnberg (9); Borussia Dortmund (8); FC Schalke 04 (7); Hamburger SV (6); VfB Stuttgart (5), Borussia Mönchengladbach (5); 1. FC Kaiserslautern (4); Werder Bremen (4);VfB Leipzig;(3); SpVgg Fürth (3); 1. FC Köln (3); Berliner TuFC Viktoria 1889 (2); Hertha BSC (2); Hannover 96 (2); Dresdner SC (2); Berliner TuFC Union 1892; Freiburger FC; FC Phönix Karlsruhe; Karlsruher FV; Holstein Kiel; Fortuna Düsseldorf; Rapid Wien; VfR Mannheim; Rot-Weiss Essen; Eintracht Frankfurt; TSV 1860 München; Eintracht Braunschweig; VfL Wolfsburg (je 1)

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