Donnerstag, 22. Februar 2018

31. Januar 2018 11:55 Uhr

FC Augsburg

Jetzt wollen auch die FCA-Fans das BVB-Spiel boykottieren

Die Kritik an dem Montagsspiel zwischen dem BVB und dem FCA reißt nicht ab: Jetzt wollen auch die Augsburger Fans der Partie fernbleiben. Wie die DFL reagierte. Von Florian Eisele, Johannes Graf

i

Fans von Borussia Dortmund protestieren gegen Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga.
Foto: Maja Hitij (dpa)

In der Rückrunde der Fußball-Bundesliga finden zum ersten Mal auch Spiele am Montagabend statt - zum Ärger einiger Fans, die sich über die Zerstückelung der Spieltage und Reisestrapazen beklagen. Wie berichtet, will das Bündnis Südtribüne Dortmund aus Verärgerung darüber das Heimduell gegen den FC Augsburg am 26. Februar (20.30 Uhr) boykottieren. Nun wollen auch die Augsburger Fans dem Spiel fernbleiben.

Wie die "Szene Fuggerstadt", ein Zusammenschluss mehrerer Fangruppierungen, in einer Stellungnahme schreibt, werden auch die unter ihrem Dachverband gesammelten Fans das Spiel boykottieren. "Dieser Schritt ist einer der drastischsten für uns Fußballfans und die letzte Konsequenz aus einer Entwicklung, die das Stadionerlebnis wie wir es alle lieben in seiner Existenz bedroht", heißt es auf der Seite des Fanszene. (Hier geht es zur kompletten Stellungnahme.)

ANZEIGE

Die Stellungnahme verbinden die Fans der Fanszene Fuggerstadt mit einer Forderung an die Verantwortlichen des FCA: "Wir fordern daher in erster Konsequenz die Vereinsoffiziellen unseres FCA auf, sich als Mitglied der DFL auf allen bestehenden Ebenen deutlich gegen eine weitere Zerstückelung der Anstoßzeiten im deutschen Profifußball, für die Abschaffung von Montagsspielen, für fangerechte Anstoßzeiten und für die Einführung der 300 KM Regelung bei Auswärtsspielen unter der Woche einzusetzen!"

FCA-Fans starten eine Petition gegen Montagsspiele

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben die FCA-Fans sogar eine Online-Petition gegen die Montagsspiele ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Fußball ist Volkssport" können Fans sich online gegen die Montagsspiele eintragen. (Zur Petition geht es hier). Nach Auskunft des FC Augsburg sind bislang knapp 200 Tickets für den Auswärtsblock in Dortmund verkauft worden. Markus Wiesmeier, der Fanbeauftragte des FCA, sagte dazu: "Der Entschluss der Fanszene Fuggerstadt kam zustande, nachdem das Bündnis Südtribüne in Dortmund zum Boykott aufgerufen hatte. " Über den Aufruf der Fanszene Fuggerstadt sei er informiert gewesen.

FCA-Manager Reuter findet Montagsspiele gut

FCA-Manager Stefan Reuter sagte dazu: "Für mich machen die Montagsspiele Sinn, damit Vereine, die in der Europa League spielen, mehr Zeit haben, sich auf das nächste Bundesligaspiel vorzubereiten. Wir wissen, dass die Fans nicht glücklich sind. Für ein Auswärtsspiel in Dortmund am Montag gehen zwei Arbeitstage verloren. Das ist unglücklich und nicht ideal für unsere Fans. Wenn es aber sinnvoll ist für Mannschaften, die international unterwegs sind, dann unterstütze ich das."

Die DFL betont: Keine Ausweitung der Montagsspiele geplant

Währenddessen hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) betont, dass es in der Fußball-Bundesliga auch in den kommenden Jahren nicht mehr als fünf Montagsspiele geben soll. "Bei der DFL gibt es derzeit keine Pläne, die Anzahl der Montagsspiele auszuweiten", teilte die Deutsche Fußball Liga mit.  Die Einführung des zusätzlichen Spieltags zur laufenden Saison sei "nicht aus kommerziellen Gründen" geschehen. "Auf die Montagsbegegnungen entfällt weniger als ein Prozent der Medienerlöse", hieß es in der DFL-Mitteilung. Man habe mit den Ausweichterminen ausschließlich die Europa-League-Starter entlasten wollen.

Lesen Sie auch:

BVB-Fans wollen Montagsspiel gegen FCA boykottieren 

Erste drei Montagsspiele in der Bundesliga angesetzt 

i

Schlagworte

Dortmund | DFL | Stefan Reuter | BVB


Muss Philipp Max mit zur WM fahren?
Soll Philipp Max mit zur WM fahren?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Präsident des FC Augsburg ist Klaus Hofmann, kaufmännischer Vorstand ist Jakob Geyer. Der Aufsichtsratvorsitzende des FCA ist Peter Bircks. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Robert Schraml (Marketing), Michael Ströll (Finanzen) und Stefan Reuter (Sport). Der FCA trägt seine Heimspiele in der 30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga