Donnerstag, 18. Januar 2018

09. Januar 2018 06:14 Uhr

Kommentar

Klassenerhalt? In dieser Saison geht es für den FC Augsburg um mehr

Nach einer starken Hinrunde ist das Saisonziel Klassenerhalt für den FC Augsburg zwar vernünftig. Aber für die Mannschaft ist auch nach oben einiges möglich.

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Manuel Baum und der FC Augsburg wollen die Klasse halten - doch für das Team ist auch mehr drin.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Ehe sich der FC Augsburg ins Trainingslager verabschiedete, stellte sich die Frage: Ist dieses überhaupt nötig in der extrem verkürzten Winterpause? Nach einer Woche auf Teneriffa lautet die Antwort: Nötig nicht, aber die Tage werden Trainer Manuel Baum helfen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

FC Augsburg: Trainingslager soll Gemeinschaft stärken

Dieses Trainingslager war nicht dafür gemacht, die Fußballprofis an körperliche Grenzen zu bringen. Grundlagen sind vorhanden, sie wurden im Sommer in einer ausgedehnten Vorbereitungsphase gelegt. Vielmehr sollte der Aufenthalt auf der Insel den Gemeinschaftssinn stärken. Deshalb reisten im FCA-Tross etliche Profis mit, die in naher Zukunft in Pflichtspielen unberücksichtigt bleiben werden.

Die Ergänzungsspieler aus der dritten Reihe sollten dennoch Zeit mit ihren Mitspielern verbringen. Baum und Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter müssen die FCA-Profis nicht pathetisch auf die Rückrunde einschwören – um den Abstieg müssen sich andere Mannschaften Sorgen machen. In Augsburg genügt diesmal, sich das wohlige Gefühl der Vorrunde zu bewahren. Die körperliche Verfassung einer Mannschaft ist bedeutsam – vor allem bei der laufintensiven Spielweise unter Trainer Baum –, Spiele werden indes ebenso durch Moral, Hingabe und mannschaftliche Geschlossenheit entschieden.

Ein letztes Mal meldet sich Johannes Graf, Sportredakteur der Augsburger Allgemeinen, aus dem Trainingslager des FC Augsburg auf Teneriffa. Abschließend steht eine lockere Einheit an, ehe die Mannschaft am Sonntagabend nach Hause fliegt.

Posted by FCA kompakt - Alle FC Augsburg News on Sonntag, 7. Januar 2018

In der Rückserie kann der FCA beweisen, dass die ansprechenden Auftritte in der Vorrunde nichts mit der Schwäche der anderen zu tun hatten, sondern auf eigener Stärke beruhten. Sich als FCA den Klassenerhalt als primäres Ziel zu stecken, das klingt vernünftig. Wer Minimales einfordert, kann leichter positiv überraschen. Damit ist der FCA in der Bundesliga stets gut gefahren, er hat sich im erstklassigen Profifußball etabliert. Aber: In dieser Saison geht noch mehr.

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Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Präsident des FC Augsburg ist Klaus Hofmann, kaufmännischer Vorstand ist Jakob Geyer. Der Aufsichtsratvorsitzende des FCA ist Peter Bircks. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Robert Schraml (Marketing), Michael Ströll (Finanzen) und Stefan Reuter (Sport). Der FCA trägt seine Heimspiele in der 30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

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