Freitag, 23. Februar 2018

04. Februar 2018 08:00 Uhr

FC Augsburg

Marcel Heller hofft auf Torpremiere gegen Ex-Klub

Dem Angreifer blieb bisher ein eigener Treffer verwehrt. Gegen seinen Ex-Klub soll sich das ändern. Marcel Heller will torgefährlicher werden und arbeitet an seinen Abschlüssen.

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Marcel Heller (links) arbeitet im Training vor allem an seinen Abschlüssen. In den kommenden Spielen will er torgefährlicher werden.
Foto: Klaus Rainer Krieger (Archiv)

Warum er in dieser Bundesligasaison noch keinen Treffer erzielt hat, das kann sich Marcel Heller nicht so recht erklären. Er selbst habe sich diese Frage schon gestellt, gesteht er vor dem Heimspiel des FC Augsburg gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr). „Dass ich Tore schießen kann, habe ich schon bewiesen“, fügt der 31-jährige Offensivspieler hinzu. Artig stellt Heller den Teamgedanken in den Vordergrund. Dass er zunächst seine Aufgaben innerhalb der Mannschaft erfüllen müsse, ehe er persönliche Ziele verfolgen könne. „Ich würde aber lügen, wenn ich sage: Ich will kein Tor erzielen.“

Im Sommer des vergangenen Jahres verließ Heller Bundesligaabsteiger Darmstadt 98 und nahm das Angebot des FCA an. Spät hat seine Karriere in der ersten Liga nochmals an Fahrt gewonnen. Zwar stand Heller beim kommenden FCA-Gegner Frankfurt insgesamt viereinhalb Jahre unter Vertrag, als Stammkraft konnte er sich dort allerdings nicht etablieren.

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Einen Schritt zurück, mehrere nach vorne

In der Saison 2013/14 ging der gebürtige Westfale daher einen Schritt zurück, um anschließend mehrere nach vorne zu machen. Mit Darmstadt und Augsburgs Ex-Trainer Dirk Schuster stieg Heller von der dritten in die erste Liga auf, hielt einmal die Klasse und machte sich aufgrund seiner Schnelligkeit einen Namen in der Bundesliga. Hellers Tempo scheint prädestiniert für die Augsburger Spielidee, die auf Balleroberungen und Umschaltspiel beruht. FCA-Trainer Manuel Baum schätzt zudem Hellers Charakter, dessen Ehrlichkeit und Einstellung. „Der brennt 365 Tage im Jahr – egal ob er spielt oder nicht“, beschreibt Baum.

Noch hat der Trainer keine Ideallösung für die rechte Angriffsseite gefunden. Heller erarbeitete sich einen Stammplatz, zwischendurch verdrängte ihn jedoch Erik Thommy. Thommy wechselte jüngst zum VfB Stuttgart, dennoch gab Baum zu Beginn der Rückrunde einem anderen Profi den Vorzug: Ja-Cheol Koo besetzte den rechten Flügel. Gegen Frankfurt kündigt sich der nächste Wechsel an, nun darf sich wohl wieder Heller probieren. Baum garantiert keinen Startelfeinsatz, sagt aber: „Ich habe den Eindruck, dass er jetzt voll dabei ist.“

Heller arbeitet an seinen Abschlüssen

Bleibt das leidige Thema der Torlosigkeit. Heller verweist darauf, den Fokus bisher auf die Außenbahn gelegt zu haben, eigene Torgefahr sei dadurch auf der Strecke geblieben. Heller bemüht sich nun verstärkt, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen. Heißt: Mannschaftsdienlich spielen, aber auch treffen. Er gesteht, für ihn hätte ein Tor befreiende Wirkung. Heller betont: „Ich arbeite im Training extrem an den Abschlüssen und hoffe, dass der Knoten platzt.“

Am Samstag startet der FCA in die Rückrunde - und zwar gegen den HSV. Das Team von Manuel Baum will daheim unbedingt die Niederlage gegen Hamburg zum Hinrundenauftakt wiedergutmachen.
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Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Präsident des FC Augsburg ist Klaus Hofmann, kaufmännischer Vorstand ist Jakob Geyer. Der Aufsichtsratvorsitzende des FCA ist Peter Bircks. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Robert Schraml (Marketing), Michael Ströll (Finanzen) und Stefan Reuter (Sport). Der FCA trägt seine Heimspiele in der 30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

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