Sonntag, 19. Mai 2013

30. April 2011 18:12 Uhr

Endspurt

Michael Thurk: Der Aufstiegskampf-Profi

Michael Thurk kennt sich aus mit dem Aufstiegskampf. Er war tragischer Held und Häufchen Elend. Am Montag geht es gegen seinen ehemaligen Verein.

Michael Thurk kennt sich aus im Aufstiegskampf.
Foto: Fred Schöllhorn

An sich vor Apotheken erbrechenden Pferden würde Michael Thurk wohl achtlos vorbeigehen. Nichts Besonderes. Der Stürmer des FC Augsburg hat schon Verstörenderes gesehen. Thurk hat an drei dramatischen Aufstiegsrennen teilgenommen. Einmal schaffte er den Sprung in die erste Bundesliga, doch glücklich war er kein einziges Mal.

Der FSV Mainz 05 war zu Beginn des Jahrtausends so etwas wie die Drama-Queen des deutschen Fußballs. Rückblende:

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In der Saison 01/02 haben die Mainzer drei Spieltage vor Schluss vier Zähler auf einen Nichtaufstiegsplatz. Die Mannschaft von Jürgen Klopp gewinnt keines der letzten drei Spiele, verliert am letzten Spieltag gegen Union Berlin. Ein Remis hätte zum Aufstieg gelangt.

Thurk verlässt die Unaufsteigbaren – und schießt sie zum Aufstieg

Ein Jahr später sind die Mainzer einen Spieltag vor Schluss punktgleich mit den drittplatzierten Frankfurtern. Mainz gewinnt 4:1 gegen Braunschweig, Frankfurt 6:3 gegen Reutlingen. Die Mainzer haben die um einen Treffer schlechtere Tordifferenz, scheitern erneut.

Die Mainzer sind drauf und dran, als die Unaufsteigbaren in die Historie einzugehen. Denkt sich auch Thurk, und gibt während der Saison 03/04 bekannt, in der kommenden Spielzeit für Cottbus zu spielen. In seinem letzten Spiel für Mainz erzielt er zwei Tore beim 3:0 gegen Trier. Mainz wird sensationell noch Dritter – vor den punktgleichen Cottbussern. Thurk heult. In Cottbus wird er nicht glücklich, wechselt nach einem halben Jahr zurück nach Mainz. Der Partie am Montag gegen Cottbus sieht er trotzdem gelassen entgegen. „Das ist schon lange her, die Partie ist nichts Besonderes mehr für mich“, so Thurk. Nichtsdestotrotz würde er selbstverständlich gerne zum ersten Mal seit Anfang März wieder in der Anfangsformation stehen. „Ich gebe Gas, versuche mich anzubieten“, sagt der Stürmer. Das entscheide aber allein der Trainer. Thurk ist gelassen. Er hat schon viel gesehen.

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