FCA-Präsident Walther Seinsch will den Mitgliedern des FCA Rede und Antwort stehen. Einigen Medien wirft er vor, Fakten auf den Kopf gestellt und verleumderisch gehandelt zu haben.

Nach den Querelen beim FC Augsburg rund um den Weggang von Jos Luhukay hat der Präsident Walther Seinsch in einer Pressemitteilung angekündigt, auf dem anstehenden Mitgliederabend alles erklären zu wollen, "nachdem in einigen Medien und öffentlichen Diskussionen die Fakten zum Trainerwechsel auf den Kopf gestellt bzw. verleumderisch dargestellt werden". So Seinsch.
Seinsch will auch alle Fragen zur neuen Saison beantworten.
Was gibt es noch für Ungereimtheiten?
Walther Seinsch schreibt in einem offenen Brief an die Fans des FC Augsburg, dass einzig und allein eine Person für den Abschied von Jos Luhukay verantwortlich ist: "das ist Jos Luhukay selbst". Dieser habe aus persönlichen Gründen den Verein verlassen. Das ist faktisch wahrscheinlich sogar richtig. Luhukay wurde nicht gekündigt, der Vertrag wurde zumindest offiziell in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Seltsam mutet dabei aber an, dass Rettig auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den Hamburger SV vehement darauf hinwies, dass Luhukay auf eine Abfindung verzichtet habe. Diese hätte ihm aber nur im Falle einer Kündigung durch den Verein zugestanden. Wahrscheinlich ist, dass die Verantwortlichen des FCA Ende März mit Weinzierl Kontakt aufgenommen haben. Das war der Zeitpunkt als Luhukay dem FC Augsburg mitteilte, dass er möglicherweise den Verein verlässt. Die Augsburger waren dadurch zum Handeln gezwungen und erzielten Einigung mit Weinzierl. Nun hätten der FCA mit Weinzierl und Luhukay zwei Trainer unter Vertrag. Letztlich dürfte man beim FC Augsburg froh gewesen sein, dass Luhukay eine Vertragsauflösung anstrebte. Sonst hätte man den Trainer, der den Klassenerhalt geschafft hat, feuern müssen.
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