Der FCA-Gegner St. Pauli will am Kiez Revanche für die bittere Vorrundenniederlage im Rosenaustadion nehmen. Wir berichten in unserem Liveticker ab 13.45 Uhr. Von Herbert Schmoll Von Herbert Schmoll

37 Punkte nach 24 Spieltagen, eigentlich hat der FC St. Pauli vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (Sonntag 14 Uhr/Stadion am Millerntor) den Klassenerhalt schon so gut wie sicher in der Tasche
Doch Trainer Holger Stanislawski hält noch nichts von Spekulationen am Kiez: "Solange wir nicht 40 Punkte auf dem Konto haben, blicken wir in der Tabelle nach unten und nicht nach oben."
An der Reeperbahn haben sie mit dem FCA noch eine Rechnung offen. Denn zu tief sitzt der Stachel der 2:3-Hinrundenniederlage im Rosenaustadion. Damals dominierten die Hamburger eindeutig das Geschehen, doch die drei Punkte blieben in Augsburg. Dank des Treffers von Michael Thurk in der Nachspielzeit. Der Beginn der Augsburger Erfolgsserie.
Dass es beim FC St. Pauli auch in dieser Spielzeit kontinuierlich aufwärts geht, dies kommt nicht von ungefähr. Denn aus dem ehemaligen Chaos-Klub ist längst ein solide geführter Verein geworden. Das in die Jahre gekommene Stadion am Heiligengeistfeld wird auf Etappen umgebaut und soll nach seiner geplanten Fertigstellung im Jahre 2012 einer der schönsten Fußballtempel der Republik sein.
Ob dann auch David Hoilett, den einst Augsburgs Holger Fach zum SC Paderborn lotste, noch bei St. Pauli spielen wird, erscheint in diesen Tagen eher unwahrscheinlich zu sein. Während der Woche verabschiedete sich der Leihspieler für drei Tage zu seinem Klub Blackburn Rovers. Teammanager Sam Allardyce wollte sich das 18-jährige Talent im Training anschauen, nachdem Hoilett in den letzten Wochen für jede Menge Schlagzeilen gesorgt hatte.
Personell wird sich bei den Hamburgern gegenüber der Galavorstellung in Aachen nicht viel ändern. Der lange Morike Sako ist wieder im Team, dagegen fallen Marc Gouiffe à Goufan, Filip Trojan (wechselt nächste Saison zum FSV Mainz 05) und der ehemalige Augsburger Thomas Meggle aus. Das Interesse an diesem Nord-Süd-Duell ist sehr groß. Am Freitag gab es nur noch 300 Karten für die etwas mehr als 23.000 Besucher fassende Arena. Und dort wollen die Gastgeber am Sonntag unweit der Reeperbahn die Puppen tanzen lassen.
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