Donnerstag, 24. April 2014

11. Juni 2013 18:48 Uhr

Interview

Stephan Hain: "Es ist schon mehr los als in Augsburg"

Stephan Hain startete nach seinem Wechsel vom FCA mit 1860 München schon am Sonntag in die Vorbereitung. Im Interview spricht der Stürmer über Rivalität, Ziele und seine Hochzeit.

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Stephan Hain (Mitte) hat den FC Augsburg verlassen und wechselte zu den Löwen nach München. Dort hat bereits die Vorbereitung für die neue Saison begonnen.
Foto: imago

Viele FCA-Fans werden ihn sicherlich nie vergessen, jenen 8. Mai 2011, als Stephan Hain mit seinem Treffer in der 85. Minute gegen den FSV Frankfurt den Aufstieg des FCA perfekt machte. Insgesamt absolvierte Hain für den FCA in der Zweiten Liga 51 (14 Tore) Spiele und in der Bundesliga 24 (2 Tore) Partien. In der vergangenen Saison kam der Stürmer aber nicht mehr so zum Zug. Ende Mai wurde dann bekannt: Stephan Hain verlässt den FCA und wechselt zu den Löwen nach München.

Wie waren Ihre ersten Tage in München beim neuen Klub?

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Hain: Anstrengend, aber gut. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen.

Hatten Sie schon den offiziellen Foto-Termin für die Neuzugänge?

Hain: Ja, gleich am ersten Tag. Warum?

Wie fühlt es sich denn nach so vielen Jahren beim FCA an, in ein blau-weißes Trikot zu schlüpfen?

Hain: Das war schon etwas ungewohnt. Es war ja jetzt für mich das erste Mal, dass ich im Profibereich gewechselt bin. Das ist schon etwas anderes. Es war ein lange Zeit in Augsburg und der Abschied ist mir nicht ganz leicht gefallen. Aber als Fußballer muss man sich darauf einstellen, dass irgendwann etwas Neues auf einen zukommt.

Bei Teilen der FCA-Fans ist der Wechsel zum TSV 1860 München nicht so gut angekommen. Sie sagen, der dienstälteste FCA-Spieler hätte überall hinwechseln dürfen, nur nicht zum alten Rivalen?

Hain: Das gehört eben auch zum Profi-Fußball dazu. Der Trainer und der Manager haben mich hier einfach mit ihrem Konzept überzeugt. Ausschlaggebend war natürlich auch, dass ich in Bayern bleiben kann. Man kann auch problemlos nach Augsburg fahren, weil ich hier immer noch meine Freunde habe.

"Es war einfach der perfekte Tag"

Ihre Wohnung in Augsburg haben Sie aber aufgegeben. Derzeit wohnen Sie im Hotel.

Hain: Anfang Juli können meine Frau und ich unsere Wohnung in München beziehen. Sie liegt in der Nähe des Trainingsgeländes, das Pendeln aus Augsburg war mir mit dem Verkehr in die Innenstadt dann doch zu heikel.

Erzählen sie ein bisschen von Ihrer Hochzeit?

Hain: Es war einfach der perfekte Tag.

Ihr neuer Trainer hat klipp und klar den Aufstieg als Ziel vorgegeben. Ist das für Sie Bürde oder eher Ansporn?

Hain: Als Spieler will man natürlich so erfolgreich wie möglich sein. Aber es wollen einige Mannschaften aufsteigen und vorne mitspielen, wie Kaiserslautern, Düsseldorf, Köln oder Fürth. Es wird nicht einfach, aber es ist sicherlich ein realistisches Ziel.

Was ist ihr persönliches Ziel bei den Löwen?

Hain: Ich will auf jeden Fall regelmäßig und natürlich erfolgreich spielen. Auch wenn die Konkurrenz da ist. Ich muss einfach mein Bestes geben. Aber da wir mit zwei Stürmern spielen, denke ich, ist die Einsatzchance schon größer als beim FCA.

Erster Einsatz beim Hochwasser-Benefizspiel in Deggendorf

60 spielt zwar derzeit nur in der 2. Bundesliga, aber das Medieninteresse ist bei diesem Traditionsklub immer groß. Wie haben Sie es beim Trainingsauftakt empfunden?

Hain: Es ist schon mehr los als in Augsburg. Aber ich hatte es mir noch extremer vorgestellt, auch wenn ich schon ein paar Interviews führen musste. In Augsburg war es dagegen ruhig und beschaulich. Das ist für mich eine Umstellung.

Sie gelten ja eher als etwas introvertierter Mensch, wie erleben sie persönlich jetzt auch ihre ersten Tage in der Millionen-Metropole München?

Hain: Es war und ist nicht so einfach. Es ist alles riesengroß. Ich muss sagen, ich brauche noch etwas, um mich an das alles zu gewöhnen.

Wann bestreiten Sie ihr erstes Spiel für die Löwen?

Hain: Wir haben am Samstag ein Hochwasser-Benefizspiel in Deggendorf. Das ist für mich schon ein besonderes Spiel. Ich komme ja aus dieser Gegend und wenn man diese Bilder der Zerstörung sieht, lässt einen dies nicht kalt. Ich freue mich darauf.

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