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07. November 2008 14:16 Uhr

Sturm-Misere beim FC Augsburg

Torghelles Torflaute

Sandor Torghelle rackert, wühlt und arbeitet für das Team. Der Stürmer des FC Augsburg war zudem in den ersten Spielen die Torgarantie des Zweitligisten. Seit dem vierten Spieltag gelingt dem Ungarn aber nicht mehr allzu viel vor dem Kasten des Gegners. Von Tilmann Mehl Von Tilmann Mehl

Sandor Torghelle vom FC Augsburg
Foto: dpa/ AZ-Montage

Von Tilmann Mehl

Augsburg - Sandor Torghelle rackert, wühlt und arbeitet für das Team. Der Stürmer des FC Augsburg war zudem in den ersten Spielen die Torgarantie des Zweitligisten. Seit dem vierten Spieltag gelingt dem Ungarn aber nicht mehr allzu viel vor dem Kasten des Gegners.

Bezeichnend für die Torflaute des Stürmers ist die vergangene Partie in Osnabrück. 57 Minuten lang engagierte sich Torghelle vorbildlich. Man merkte dem Torjäger aber auch seinen Frust an. Seit dem vierten Spieltag hat er lediglich ein weiteres Mal getroffen. Gegen die Osnabrücker musste Trainer Holger Fach seinen Stürmer dann auswechseln. Torghelle stand kurz vor einem Platzverweis.

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Teilweise übermotiviert hatte er sich zahlreiche harte Duelle mit Thomas Cichon geliefert. Vor dem Tor indes blieb Torghelle glücklos. Allein vor dem Gehäuse stehend scheiterte er an Keeper Stefan Wessels. Eine Chance, die er zu Beginn der Saison wahrscheinlich noch genutzt hätte.

Zum Glück für den FC Augsburg hat mit Michael Thurk ein anderer Offensivspieler wieder zurück in die Spur gefunden. Von Fach als Stürmer aufgestellt, genießt Thurk seine Freiheiten auf dem Platz und zahlt das Vertrauen des Trainers in Toren zurück. Schon vier Mal hat er eingenetzt.

Was bleibt, ist aber das Problem, dass zu wenige Spieler des FCA Torgefahr ausstrahlen. Nur in den ersten Spielen der Saison waren zeitgleich beide Stürmer auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. Torghelle und Imre Szabics wurden teilweise schon als "Puszta-Sturm" oder "Gulasch-Kanonen" gefeiert. Zuerst verlor Szabics seine Form und jetzt hat Torghelle einen Hänger.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Mittelfeldspieler zu wenige Tore machen. Außer Tobias Werner (drei Treffer) konnte sich noch niemand aus der Mittelfeldreihe in die Torschützenliste eintragen. Daniel Baier glänzt hin und wieder als Vorbereiter, der Abschluss zählt aber nicht zu seinen Stärken. Andrew Sinkala ist mit seinen Defensivaufgaben voll ausgelastet und auch Elton da Costa taucht nur selten gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf.

Mit 15 Toren haben die Augsburger eine der schwächsten Offensivreihen der zweiten Liga - auch das sicherlich ein Grund für das unbefriedigende Abschneiden bisher. Die Augsburger kennen das Problem bereits aus der vergangenen Saison. Da sicherte sich Michael Thurk die interne Torjäger-Kanone. Erst in der Winterpause gekommen, hatte er am Ende der Spielzeit fünf Treffer auf dem Konto.

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