Mittwoch, 13. Dezember 2017

19. September 2017 22:23 Uhr

FC Augsburg

Traumstart entscheidet Spiel: FCA schießt sich auf Platz drei der Tabelle

Nach nur vier Minuten traf der FC Augsburg gegen RB Leipzig und gab diese Führung nicht mehr her. Damit steht der FCA zumindest für ein paar Stunden auf Platz drei der Tabelle.

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Michael Gregoritsch sicherte dem FC Augsburg mit seinem frühen Tor den Sieg.
Foto: Ulrich Wagner

Den fünften Spieltag der noch jungen Saison sollten sich die Fans des FC Augsburg gut in Erinnerung behalten. Nach dem hart erkämpften, aber nicht unverdienten 1:0-Heimsieg gegen den RB Leipzig steht der FCA auf jeden Fall für ein paar Stunden auf Platz drei der Tabelle. Eine Momentaufnahme, sicher, aber eine wunderschöne.

Fakt ist aber: Mit zehn Punkte aus fünf Spielen ist der FCA so gut wie noch nie in eine Bundesligasaison gestartet. Dabei bewies FCA-Trainer Manuel Baum vor 26.113 Zuschauern gegen Leipzig bei seiner Personalauswahl ein glückliches Händchen. Er hatte seine Startelf gegenüber dem Frankfurt-Spiel auf drei Positionen verändert. Jan Moravek, Michael Gregoritsch und Caiuby durften beginnen. Dafür mussten Marcel Heller, Ja-Cheol Koo und Jonathan Schmid auf die Bank.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl hatte nach der ersten Champions-League-Woche gleich auf neun (!) Positionen gewechselt. Schon allein dies zeigte, welch materiellen Unterschiede zwischen dem umstrittenen Red-Bull-Projekt mit Top-Finanzausstattung und dem Mittelstandsklub klafften.

FC Augsburg: Gregoritsch trifft nach vier Minuten gegen Leipzig

Doch wesentlich frischer wirkte zu Beginn der FCA. Schon nach vier Minuten überrumpelten die Gastgeber mit einem mutig und direkt zu Ende gespielten Konter. Über Caiuby und Finnbogason kam der der Ball im Strafraum zu Gregoritsch, der überlegt zum 1:0 (4.) einschob.

Es war genau der Start, denn sich Baum gewünscht hatte. Seine Taktik, der RB-Millionen-Offensive mit einer Dreier-Kette (Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger) und einem dichten Mittelfeld weit weg vor dem eigenen Tor zu begegnen, die dann am Strafraum mit Opare und Max zur Fünfer-Kette ausgebaut wurde, schien aufzugehen. „Wir wollen auf Sieg spielen“, hatte er vor der Partie gegen den Favoriten versprochen. Und Wort gehalten.

Denn es entwickelte sich eine mehr als attraktive Bundesligapartie, die hin und her wogte. Leipzig baute mit schönen Ballstaffetten viel Druck auf, während der FCA mit schnörkellosem Umschaltspiel und gefährlichen Weitschüssen wie von Gregoritsch, Baier oder Hinteregger dagegenhielt. Der beste Saisonstart mit sieben Punkte aus vier Spielen hatte Selbstvertrauen aufgebaut.

FC Augsburg begegnete Leipzig auf Augenhöhe

Darum war es in der ersten Halbzeit ein Duell mit unterschiedlichen Spielauffassungen, aber durchaus auf Augenhöhe. RB hatte bis zur Pause zwar über 61 Prozent Ballbesitz, doch der FCA führte da, wo es wichtig war. Auf der Anzeigetafel. „Der FCA tritt kompakt auf, verteidigt tief und lauert auf Konter“, hatte RB-Coach Hasenhüttl prophezeit und recht behalten.

 

Auch nach der Halbzeit änderte sich das Geschehen nicht. RB spielte und drückte, der FCA blieb mit seinen wenigen Kontern aber nicht weniger gefährlich. Und in der Defensive verteidigte man mit taktischer Disziplin und viel Herz. Besonders Rani Khedira war in der Innenverteidigung gegen seinen Ex-Verein überall zu finden.

So als wollte er zeigen, ihr habt mich nach dem Bundesliga-Aufstieg zu Unrecht nicht mehr spielen lassen. Beim FCA darf er das auch von Beginn an. Seine Bilanz blieb auch gegen Leipzig makellos. Drei Mal Startelf, drei Siege. Eine Momentaufnahme, aber…

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Schlagworte

Leipzig | Manuel Baum | Jan Moravek


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga