Freitag, 21. Juli 2017

15. April 2017 10:51 Uhr

FC Augsburg

Ultras stellen FCA-Spieler zur Rede

Rund 50 Ultras stellten die FCA-Spieler nach dem Training zur Rede. Die Spieler reagierten besonnen.

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Daniel Baier und seine Teamkollegen reagierten besonnen, als sie nach dem Training Besuch von FCA-Ultras bekamen.
Foto: Bernhard Weizenegger/Archiv

Wenn die Fußball-Profis des FC Augsburg mit Fans in Kontakt kommen, ist das meist eine Begegnung der angenehmeren Art. Die Anhänger bitten um Autogramme und Selfies, muntern auf, Spieler und Trainer kommen den Wünschen bereitwillig nach. Als am Freitag eine Begegnung mit FCA-Anhängern anstand, war das Szenario ein ganz anderes. Eine rund 50-köpfige, dunkel gekleidete Gruppe hatte sich formiert. Sie wartete in der Zufahrt zum Kabinentrakt, in der Nähe des Mannschaftsbusses. Sie stellte dort die Spieler des FCA zur Rede, ehe diese nach dem Training ins Mannschaftshotel zur Spielvorbereitung fuhren.

Die Initiative für diesen "Besuch" ging von der aktiven Fanszene des FCA, den sogenannten Ultras, aus. Auf ihrer Homepage berichtet der harte Fankern, der sich im Stadion für Stimmung und Choreographien verantwortlich sieht, vor dem heutigen Heimspiel gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr) von der "internen Aussprache". Die eigenen Erwartungen seien "sehr deutlich formuliert" worden, heißt es dort.

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FCA-Spieler reagierten besonnen

In der Augsburger Mannschaft finden sich etliche erfahrene Spieler, Wortführer sind unter anderem Halil Altintop und Daniel Baier. Sie reagierten besonnen und wählten jene Worte, die die Ultras hören wollten. Ihnen sei versichert worden, dass die Mannschaft alles tun werde, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, schreibt jedenfalls die Fanszene.

Der FCA steckt tief in einer sportlichen Krise, nur noch ein Punkt trennt den Bundesligisten von einem direkten Abstiegsplatz, nachdem er dreimal in Folge nach blutleeren Auftritten verloren hat. Stefan Reuter, der Geschäftsführer Sport, nahm vor dem Heimspiel gegen Köln die Spieler in die Pflicht. In diese Richtung zielt ebenso die Aktion der Ultras, die die verbale Konfrontation mit dem Team suchten. Doch was passiert, sollten die Spieler nicht deren Erwartungen erfüllen?

FCA spricht von einer positiven Begegnung

Die Fanszene deutet an, wie sie reagieren könnte und schreibt: "Wir dürfen gespannt sein, ob die Mannschaft die Tugenden, die sie einst auszeichneten, wieder verinnerlicht hat, und ob der Schulterschluss über das morgige Spiel hinaus Bestand hat." Der FCA erklärt auf Nachfrage, die Begegnung zwischen Mannschaft und Ultras sei für beide Seiten positiv gewesen, man sei friedlich auseinandergegangen.

Zuletzt hatte die aktive Fanszene des FC Augsburg für Aufsehen gesorgt, als sie sich den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen des Klubs im Zusammenhang mit dem Heimspiel gegen RB Leipzig widersetzt hatte. Der Verein wollte das Szeneheftchen "Supporter News" und Stadionbanner kontrollieren, die Ultras wehrten sich dagegen. Und das mit Erfolg, wie sie auf ihrer Plattform im Internet nach dem Spiel verkündeten. Der FCA hingegen behauptete, er habe die Banner kontrolliert.

Nach dem Leipzig-Spiel leitete der Kontrollausschuss des Deutschen Fußballbundes ein Ermittlungsverfahren wegen Banner mit diffamierendem Inhalt ein. Im Stehplatzbereich der Arena war unter anderem der Schriftzug "Red Bull hat mehr tote Sportler auf dem Gewissen als Dortmunder Steine schmissen". Über den aktuellen Stand konnte der FCA keine Auskunft geben.

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Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

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