Samstag, 25. Mai 2013

01. Mai 2012 12:30 Uhr

FCA

Unglückliche Co-Trainer

Warum werden die Verträge mit den wichtigsten Mitarbeitern von Jos Luhukay nicht verlängert?

Zdenko Miletic, Markus Gellhaus und Rob Reekers (von links) wissen nicht, ob ihre Verträge verlängert werden. Foto: Fred Schöllhorn

Mönchengladbach Wie freudentrunkene Nichtabstiegshelden sahen Rob Reekers, 45, und Markus Gellhaus, 41, nicht aus, als die beiden Co-Trainer des FC Augsburg am Samstag den Borussia-Park verließen. Sie wirkten nachdenklich und fast schon ein wenig unglücklich, als sie ihre Reisekoffer Richtung Bus zogen. Der erste Adrenalinschub auf dem Platz war verflogen, die Sorgen um die eigene Zukunft hatten anscheinend wieder die Oberhand gewonnen.

Denn noch steht nicht fest, ob Trainer Jos Luhukay auch in der kommenden Saison mit seinen Co-Trainern zusammenarbeiten darf. Während Luhukays Vertrag im vergangenen Herbst bis 2013 verlängert wurde, enden die Kontrakte von Reekers und Gellhaus und auch der von Torwart-Trainer Zdenko Miletic, 44, nach dieser Saison. Einzig Miletic blickte etwas zuversichtlich Richtung Vertragsverlängerung. „Bei mir sieht es ganz gut aus“, sagte er gestern. Seine beiden Kollegen hängen dagegen schon seit Wochen in der Warteschleife.

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Dabei betont Chefcoach Luhukay gebetsmühlenartig, wie wichtig ihm die weitere Zusammenarbeit mit den Personen seines Vertrauens sei. Gehör hat er damit bei der FCA-Führung bisher noch nicht gefunden. Warum? Darüber schweigt sich die Chefetage aus.

Noch-Manager Andreas Rettig hatte vor wenigen Tagen nur erklärt, dass an „strukturelle Veränderungen“ und eine Neueinteilung der Aufgabengebiete gedacht sei. Dass Rettig sich nicht weiter zu den Zukunftsplänen äußert, ist verständlich: Er ist in wenigen Tagen nicht mehr da.

Die Geheimniskrämerei der FCA-Entscheider heizt die Spekulationen an. Ist man im Gegensatz zu Luhukay mit der Arbeit von Gellhaus und Reekers nicht mehr zufrieden? Will man ihnen Aufgaben entziehen? Oder sind sie zu teuer? Wie zu hören ist, soll der Vertrag von Markus Gellhaus schon zu Zweitliga-Zeiten Bundesligaformat besessen haben. Gellhaus war im Frühjahr 2009 gemeinsam mit Luhukay gekommen. Reekers folgte einige Wochen später.

Angeblich sollten ihre Verträge nur verlängert werden, wenn der Klassenerhalt gesichert ist. Dies ist seit Samstag der Fall. Trotzdem erklärte Manfred Paula, der künftige sportliche Leiter, auch gestern, dass er dazu nichts zu sagen habe: „Das sind interne Vorgänge, die intern bleiben. Sobald es was zu verkünden gibt, werden wir es tun.“

Noch verhält sich Trainer Luhukay angesichts dieser Hängepartie zum Verein so, wie er es bisher immer getan hat: loyal. Die Frage, ob er seine Zukunft beim FC Augsburg mit der seiner Co-Trainer verknüpfe, beantwortet er so: „Diese Frage stellt sich für mich nicht, weil ich davon ausgehe, dass die neuen Verträge in den nächsten Tagen unterschrieben werden.“ Steht die Einigung kurz bevor? Manfred Paula will sich dazu nicht äußern.

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