Montag, 20. November 2017

17. Juli 2017 06:42 Uhr

FC Augsburg

Wer heute fotografiert wird, muss nicht im Kader bleiben

Der FC Augsburg startet heute mit Film- und Fotoaufnahmen in die Woche. Auch das Mannschaftsfoto wird gemacht. Man kann gespannt sein, welcher Spieler vergeblich abgelichtet wird.

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Heute ist Media Day beim FC Augsburg. Da werden alle Medienprodukte mit den Spielern erstellt, die im Laufe der Saison benötigt werden.
Foto: Ulrich Wagner

Eng wird es heute Nachmittag beim Media Day des FC Augsburg, wenn das offizielle Mannschaftsfoto des Bundesligisten in der WWK-Arena gemacht wird. An diesem Tag werden alle Medienprodukte mit den Spielern erstellt, die im Laufe der Saison gebraucht werden. Darunter auch die offiziellen Einzelporträts und das offizielle Mannschaftsfoto. Und da werden, wenn alles normal läuft, 36 Profis zu positionieren sein. Bundesligarekord.

Dass alle 36 Spieler dann auch bei Saisonstart noch die schmucken neuen FCA-Trikots tragen werden, ist so gut wie ausgeschlossen. Der Bundesligist muss und wird seinen Kader bis zum Transferschluss am 31. August noch verkleinern.

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Stefan Reuter, der Geschäftsführer Sport, wird in den nächsten Wochen versuchen, die Spieler an potenzielle Interessenten abzugeben, die in den diesjährigen Planungen von Cheftrainer Manuel Baum keine Rolle mehr spielen. Wegjagen wird der FCA niemanden. Alle Verträge werden erfüllt, hat Reuter schon des Öfteren betont. Es wird auch keine Trainingsgruppe zwei geben.

Wechselt Friedrich zu Fürth? Geht Stafylidis?

Der Geschäftsführer Sport setzt auf den Faktor Zeit. Die Spieler, die in den nächsten Wochen merken, dass selbst bei Testspielen für sie nur noch ein Platz auf der Tribüne frei ist, werden sich dann anderweitig orientieren.

Einer dürfte Innenverteidiger Marvin Friedrich, 21, sein, an dem Zweitligist SpVgg Greuther Fürth Interesse bekundet hat. Die Verhandlungen könnten jetzt intensiviert werden, denn Fürth gab vergangene Woche Innenverteidiger Marcel Franke, 24, an den englischen Zweitligisten Norwich City ab.

Komplizierter scheint da der Fall Marwin Hitz, 29, zu sein. Kein Geheimnis ist es, dass beide Parteien mit der jetzigen Situation nicht gerade glücklich sind. Doch für Hitz gibt es derzeit eigentlich keine freien adäquaten Stellen. Derzeit sieht es danach aus, dass der Schweizer, dessen Vertrag noch ein Jahr läuft, beim FCA bleiben wird. Nach Saisonende könnte er dann ablösefrei wechseln.

Es gibt aber auch Spieler, die der FCA gar nicht abgeben will, die aber trotzdem anscheinend Fernweh haben. Am schlimmsten hat das Reisefieber wohl Konstantios Stafylidis, 23, befallen. Der Grieche soll mit mehreren italienischen Klubs in Kontakt stehen. Zuletzt ploppte der AS Rom als möglicher Werber auf, zuvor war es Inter Mailand. Sollte wirklich ein konkretes Angebot eintrudeln, wird es wohl an der Höhe der Ablösesumme liegen, ob der FCA Stafylidis ziehen lassen wird. Und da wird die Schmerzgrenze relativ hoch liegen.

FC Augsburg sieht die Hauptarbeit als erledigt an

Reine Spekulation ist nach Informationen unserer Redaktion die Medienmeldung, dass Werder Bremen an Alfred Finnbogason, 28, interessiert sei. Sie zeigt aber, dass der FCA auch in den nächsten Wochen weiter im Blickpunkt der Berater und Medien sein wird. Unter Druck sieht sich der FCA aber nicht. Die Hauptarbeit habe man, so ist der Tenor, mit den fünf Neuzugängen (Giefer, Heller, Khedira, Gregoritsch und Cordova) schon erledigt. Allem anderen sieht man gelassen entgegen.

Denn der FCA ist solide finanziert, hat keine Geldnöte und will seine besten Spieler auf jeden Fall behalten, jede Position qualitativ doppelt besetzt haben, um den Konkurrenzkampf noch weiter anzufachen.

Der geht am Dienstag (19 Uhr) schon weiter. Nach dem Trainingslager in Mals und dem freien Wochenende testet der FCA in Buchloe gegen den FC Tokyo. Der aktuell Tabellenzehnte der J1-League nutzt eine dreiwöchige Spielpause in der höchsten japanischen Liga zu einem Trip nach Bayern. Neben dem Testspiel am Dienstag gegen den FCA steht am Donnerstag in Heimstetten (Lkr. München) ein weiterer Test gegen Borussia Mönchengladbach an.

Genau an diesem Tag startet beim FCA der Kartenvorverkauf für die ersten Auswärtsspiele im DFB-Pokal am Sonntag, 13. August, beim 1.FC Magdeburg und am Samstag, 19. August, beim Hamburger SV. An der Elbe startet der FCA dann in die neue Bundesligasaison. Und dann wird sicher der eine oder andere Spieler fehlen, der heute noch für das Mannschaftsfoto posiert hat.

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Ein Artikel von
Robert Götz

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga