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09. September 2011 14:19 Uhr

FC Augsburg

Zurück in die Vergangenheit: Callsen-Bracker und Leverkusen

Für Jan-Ingwer Callsen-Bracker ist es der bisherige Saisonhöhepunkt. Beim Spiel gegen Leverkusen trifft der Defensivspieler des FCA ausgerechnet auf seinen Heimatverein.

«Das wird ein ganz besonderes Spiel für mich», sagt der Augsburger.Denn bei Leverkusen war er zehn Jahre lang aktiv und spielte sich von der C-Jugend bis zu den Profis, bevor er seine Karriere eine unerwartete Wende nahm. Mittlerweile hat sich der 26-Jährige über Umwege zurückgekämpft. Mit dem FC Augsburg steht er jetzt vor einem wegweisenden Duell.

Denn Augsburg braucht Punkte. Der Bundesliga-Neuling steht im fünften Spiel noch ohne Sieg da. Nach der vergangenen Pleite gegen Nürnberg (0:1) hat Trainer Jos Luhukay bereits die Befürchtung geäußert, dass seine Mannschaft die Köpfe hängenlassen könnte, wenn sie immer wieder Vollgas gibt, letztlich aber nicht mit Punkten belohnt wird.

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Jan-Ingwer Callsen-Bracker ist weit davon entfernt, den Kopf hängenzulassen. Er freut sich auf das Duell mit dem Klub, den er seinen «Heimatverein» nennt. Bei Leverkusen galt er lange Zeit als großes Talent und Hoffnung für die Nationalmannschaft. Bereits mit 20 Jahren spielte Callsen-Bracker in der Champions League und beackerte Stürmerstars wie Milan Baros, spielte gegen Teams wie AS Rom oder den FC Liverpool und lief für die U-21-Nationalmannschaft auf.

Doch letztlich kam er zwischen 2003 und 2008 nur auf 36 Ligaeinsätze für Leverkusen. «Weil die Konkurrenz zu stark war», erklärt er. «Ich hatte Weltmeister wie Roque Junior oder Lucio auf meiner Position.» Daher versuchte er sich am nächsten Karriereschritt bei Borussia Mönchengladbach. Doch Verletzungspech verhinderte eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte. Seine chronisch entzündete Achillessehne forderte eine neunmonatige Zwangspause.

Anschließend wurde es ruhig um den Spieler mit dem eigenwilligen Namen. So ruhig, dass seine Karriere kurzzeitig vor dem Aus stand, als ihm der Verein mitteilte, nicht mehr auf ihn zu bauen, Interessenten aber fern blieben.

Schließlich sollte er einen neuen Anlauf in der 2. Liga nehmen. Jos Luhukay, der ihn bei Mönchengladbach nur kurz trainiert hatte, holte ihn Ende 2010 nach Augsburg, wo er auf Anhieb zur Stammkraft avancierte. Auch nach dem Aufstieg war er in der Bundesliga in allen vier Spielen mit von der Partie, dreimal über 90 Minuten.

Die Zeiten von Gedönsheimer-Schmallenberg sind vorüber

Da sich die Liga langsam an seinen Namen gewöhnt haben dürfte, hofft er nun, wieder Stoff für sportliche Schlagzeilen liefern zu können. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen Rainer Calmund ihn Gedönsheimer-Schmallenberg nannte, da er sich Callsen-Bracker nicht merken konnte. Wenig später halfen Fans nach, indem sie seinen Namen nach der Melodie von «Vamos a la Playa» sangen. Die Aufregung um seinen Namen kann er nicht verstehen: «Jan-Ingwer ist in Schleswig-Holstein ein ganz normaler Name.» Und auch sein Familienname ziehe sich von der Zahl der Silben her nicht so in die Länge.

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Spieler der Saison

Spieltag/Tabelle
1. Bundesliga
Pl.VereinSp.Pkte.Diff.
1Borussia Dortmund348155
2FC Bayern München347355
3FC Schalke 04346430
4Borussia Mönchengladbach346025
5Bayer Leverkusen34548
6VfB Stuttgart345317
7Hannover 963448-4
8VfL Wolfsburg3444-13
9Werder Bremen3442-9
101. FC Nürnberg3442-11
111899 Hoffenheim3441-6
12SC Freiburg3440-16
131. FSV Mainz 053439-4
14FC Augsburg3438-13
15Hamburger SV3436-22
16Hertha BSC Berlin3431-26
171. FC Köln3430-36
181. FC Kaiserslautern3423-30
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