Uli Hoeneß lehnt sich auf seinem Korbsessel weit zurück, schließt kurz die Augen und träumt. «Der Champions-League-Sieg im eigenen Stadion, der wäre traumhaft», sagt FC Bayern Münchens Präsident im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd und lächelt. Auch wenn der Schritt ins Achtelfinale schon lange geschafft ist - der Weg ist noch weit bis zu diesem 19. Mai 2012. Zumindest aber die Weichen sieht Hoeneß gestellt: «Wir haben die Vorrunde perfekt gemeistert. Insgesamt würde ich Mannschaft und Verein die Note 1,5 geben.»
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Der FC Bayern München ein Fußball-Club aus der 1. Bundesliga. Gegründet wurde der Verein am 27. Februar 1900. Seit 2002 ist die Profimannschaft aus dem Hauptverein ausgegliedert.
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Rekordmeister: Der FC Bayern ist mit 22 Meistertiteln Rekordhalter der deutschen Bundesliga. Die Bayern wurden Meister in den Jahren 1932, 1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008 und 2010.
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Die Champions League haben die Münchner insgesamt vier Mal (1974, 1975, 1976 und 2001) gewonnen, vier weitere Male waren die Bayern im Finale (1982, 1987, 1999 und 2010).
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Franz Beckenbauer ist die "Lichtgestalt" des FC Bayern. Er spielte von 1964 bis 1977 als Libero und war gleichzeitig Kapitän. Der "Kaiser" war später auch Interimstrainer bei seinen Bayern und holte in dieser Position einen Meistertitel (1994) sowie den UEFA-Cup 1996. Von 1994 bis 2009 war Beckenbauer Präsident des FC Bayern. Seither ist er Ehrenpräsident.
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Seit Mai 2005 ist die Allianz-Arena im München Norden das Heimstadion des FC Bayern. Lokalrivale 1860 München spielt ebenfalls in diesem Stadion. Vorherig Spielstätten des FC Bayern waren das Grünwalder Stadion (1925 bis 1972) und das Olympiastdion (1972 bis 2005). Spielt der FC Bayern, ist die Außenfassade der Allianz-Arena rot beleuchtet.
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Mannschaftshymnen: Der FC Bayern hat mehrere Hymnen, darunter "FC Bayern, Stern des Südens" (komponiert von Kabarettist und Liedermacher Willy Astor) und "FC Bayern, forever number one". Inoffizielle Fan-Hymne ist "Mir san die Bayern."
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Hohn und Spott gibt es genug für den FC Bayern: Meist singen gegnerische Fans "Zieht den Bayern die Lederhosen aus". Oft wird der Verein aufgrund seiner Extravaganz auch als "FC Hollywood" bezeichnet.
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Vereinsführung: Präsident des FCB ist seit 2009 Uli Hoeneß, der zuvor lange Jahre Manager war. Vorstandsvorsitzender ist Karl-Heinz Rummenigge.
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Zu den bekanntesten Ex-Spielern des Vereins gehören Gerd Müller und Lothar Matthäus. "Der Bomber der Nation" Müller erzielte in 15 Jahren beim FC Bayern 398 Tore (453 Spiele). Rekordnationalspieler Lothar Matthäus spielte insgesamt zwölf Jahre beim FCB und kam in 302 Partien auf 85 Tore.
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Einen unvergessenen Auftritt lieferte der Italiener Giovanni Trapattoni bei seiner zweiten Amtszeit als Trainer der Bayern (1996 bis 1998). In der legendären Pressekonferenz vom 10. März beklagte er sich auf seine feurige italienische Art über die schlechte Arbeitshaltung einiger Bayern-Spieler. "Was erlaube Struuuunz?", "Spiele schlecht wie Flasche leer!" und "Ich habe fertig!" gehören seitdem zum deutschen Fußball-Jargon.
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Spielrekorde: Den höchsten Heimsieg feierte der FC Bayern hatte den gegen Borussia Dortmund (11:1, Saison 1971/1972) der höchste Auswärtssieg gelang gegen den FC St. Pauli (1:8, Saison 2010/2011).
Hoeneß: Zur glatten Note eins fehlt noch etwas
Heißt übersetzt: Bayern München spielt noch nicht optimal, ist aber nah dran. Der Rekordmeister steht wieder an der Spitze der Bundesliga, dominierte die Gruppenphase der Königsklasse - zu einer glatten Note eins kann das bei den Ansprüchen der Bayern nicht reichen. «Wir haben es versäumt, in der Meisterschaft einen dicken Vorsprung herauszuspielen», sagt Hoeneß, denn er weiß: «Dass Dortmund in der Champions League rausgeflogen ist, ist schwer für uns. Die können die sich jetzt ganz auf die Meisterschaft konzentrieren.»

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Der Kader des FC Bayern München für die Saison 2011/12. Auf dem Bild fehlt noch Jerome Boateng. Der letzte Transfer der Münchner kam wenigstens für dieses Foto zu spät.

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Dann kam er aber doch noch. Jerome Boateng dürfte der zweitprominenteste Neuzugang der Bayern für die Saison 2011/12 sein. Nach langem Tauziehen eisten ihn die Münchner von Manchester City los. Der Nationalspieler soll Innenverteidiger spielen.

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Der Star unter den Neuzugängen des FCB: Manuel Neuer kam nach ebenfalls langem Tauziehen vom FC Schalke 04 und kostete Hoeneß, Rummenigge und Co. rund 22 Millionen Euro Ablösesumme. Neuer ist Torwart der Deutschen Nationalmannschaft.
«Jupp bleibt» - jeder Gedanke an einen Nachfolger «ist tödlich»
Immer wieder schwenkt Hoeneß den Blick durch sein im Landhausstil eingerichtetes Büro im Obergeschoss der Bayern-Geschäftsstelle. Ihm gegenüber hängt das Bild, das heute noch für Gänsehaut-Momente sorgen kann. «Ich erinnere mich an 2001. Unser Champions-League-Sieg damals in Mailand war eine Genugtuung», sagt er. Der sonst so rational wirkende Ulmer lässt durchblicken, dass er noch einen großen Traum hat: Der Sieg im eigenen Stadion wäre die Bestätigung seiner inzwischen mehr als 30 Jahre dauernden Amtszeit.
FC Bayern Münchens Präsident bewertet die Vorrunde mit «Note 1,5»
An eine neue Aufgabe, gar eine Flucht von seiner «zweiten Familie» denkt Hoeneß daher keine Minute lang. Seit über 40 Jahren ist Hoeneß nun bei den Bayern, das vakante Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kam für den Schwaben nie infrage. «Jeder weiß, dass ich beim FC Bayern meine Heimat habe. Ich würde nicht nach Frankfurt ziehen, nur um DFB-Präsident zu werden. Das hätte vielleicht gerne jemand so gehabt», sagt er. Dass Wolfgang Niersbach voraussichtlich auf Theo Zwanziger folgen wird, hält Hoeneß für die richtige Lösung. Er selbst wird in München gebraucht.

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Jupp Heynckes war von 1987 bis 1991 4 Jahre und 3 Monate Trainer beim FC Bayern.
Foto: dpa

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Nur fünf Monate saß Sören Lerby zwischen 1991 und 1992 auf der Trainerbank des FC Bayern.
Foto: dpa

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Erich Ribbeck hieß der Bayern Trainer von 1992 bis 1993. Nach einem Jahr und zehn Monaten musste auch er seinen Platz wieder räumen.
Foto: dpa
DFB-Präsident? «Das hätte gerne jemand so gehabt»
Hoeneß' Mission ist noch nicht erfüllt, das merkt man ihm an. Zu sehen, «wie der Verein sich entwickelt hat», macht den Weltmeister von 1974 stolz: Abtreten kann er aber nicht, bevor er weiß, dass der Erfolg auch ohne ihn anhält. In Christian Nerlinger sieht Hoeneß einen würdigen Nachfolger, zudem schwärmt er von seinem «alten Freund» Jupp Heynckes. Jeder Gedanke an einen Nachfolger des 66-Jährigen sei daher «tödlich. Es gibt keinen Grund, darüber nachzudenken, überhaupt keinen», sagt Hoeneß sehr bestimmt: «Der Jupp hat noch anderthalb Jahre Vertrag. Wenn er so weiterarbeitet wie bisher und gesund bleibt, dann wird er sicherlich hier bleiben.»

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Mario Götze (19) muss in dieser Reihe natürlich den Anfang machen. Der Edeltechniker von Borussia Dortmund hat alles, was einen Fußballer ausmacht - und das in seinem Alter. Kein Wunder, dass er bei sämtlichen Topklubs ganz oben auf dem Einkaufszettel steht.
Foto: dpa

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Begehrt ist aufgrund seiner Fähigkeiten wohl auch der Österreicher David Alaba (19). Der junge Mann mit den großartigen Anlagen und dem Wiener Schmäh wird aber wohl beim FC Bayern bleiben: Dort schätzt man sein Talent mittlerweile richtig.
Foto: dpa

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Steiler Aufstieg: Ex-Stuttgarter und Noch-Leverkusener Bernd Leno (19) startete direkt von der dritten Liga in die Champions League durch und machte sich dort mit einigen Weltklasseparaden gleich einen Namen. Der ein oder andere Patzer ist seinem zarten Alter geschuldet.
Foto: dpa
FC Bayern: Dortmunds Ausscheiden «schwer für uns»
Spekulationen um den ehemaligen Bayern-Spieler Markus Babbel als Nachfolger erstickt Hoeneß im Keim. «Nur weil Herr Babbel in Berlin nicht verlängert, wird so ein Unsinn erfunden. Glauben Sie, wir würden sowas mit meinem Freund Jupp Heynckes machen? Nie und nimmer», sagt er. Heynckes ist in seiner fast stoischen Art der Ruhepol, den ein pulsierender Verein wie Bayern München braucht: «Wir sind relaxt, er auch. Die Ruhe im Verein ist auch darauf zurückzuführen, dass er diese Ruhe hat.»
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Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende beim FC Bayern. Er ist Ehrenspielführer und war von 1991 bis 2002 Vizepräsident.
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Jan-Christian Dreesen trat im Februar 2013 die Nachfolge von Karl Hopfner im Vorstand des FC Bayern an. Der 1967 in Aurich/Ostfriesland geborene Familienvater BWL und sammelte jahrelang Erfahrung in den Vorständen von HypoVereinsbank, UBS und BayernLB. Seine Aufgabengebiet beim FC Bayern umfasst unter anderem die Bereiche Finanzen und Controlling, Recht und Personal.
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Der Sportdirektor des FC Bayern München heißt Matthias Sammer. Der bisherige DFB-Sportdirektor übernahm die Funktion zu Beginn der Saison 2012/13 von seinem Vorgänger Christian Nerlinger. Sammer hat zudem einen Sitz im Vorstand der Münchner.
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Andreas Jung ist seit 1996 beim FCB und stellvertretender Vorstand.
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Ex-Manager Uli Hoeneß ist Präsident des deutschen Rekordmeisters. Er löste damit am 27. November 2009 Franz Beckenbauer ab.
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Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Uli Hoeneß, Präsident FC Bayern München eV (Vorsitzender); Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender adidas AG (stellvertretender Vorsitzender); Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender Audi AG (stellvertretender Vorsitzender); Timotheus Höttges, Vorstand Finanzen und Controlling Deutsche Telekom AG; Karl Hopfner, 1. Vizepräsident FC Bayern München eV; Helmut Markwort, Vorstandsmitglied Hubert Burda Media, Herausgeber des Nachrichtenmagazins FOCUS; Dieter Rampl, Verwaltungsratsvorsitzender UniCredit Group, Aufsichtsratsvorsitzender der Börse München; Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident a.D., Ehrenvorsitzender der CSU; Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und der Porsche Automobil Holding SE
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Franz Beckenbauer ist Ehrenpräsident des FC Bayern München.
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Trainer beim FCB ist Jupp Heynckes.
«Niemals DFB-Präsident»
Unruhe ist Gift, das haben die vergangenen Wochen mit zwei Niederlagen und ersten Querelen gezeigt. Hoeneß betrachtet es daher als seine Aufgabe, von außen geschürte Turbulenzen gar nicht erst an die Mannschaft heranzulassen. Auch Superstar Arjen Robben, dessen angeblich zu egozentrische Art jüngst für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte, nimmt Hoeneß in Schutz. «Da wir ein Thema aufgebaut», das keines ist. Hoeneß stellt sein «breites Kreuz» vor Robben: «Und ich halte einiges aus.»
Hoeneß stellt sein «breites Kreuz» vor Robben
Nur einmal wurde Hoeneß in dieser Saison richtig nervös. Beim knappen 1:0-Halbzeitstand im Playoff der Champions League gegen den FC Zürich. Hoeneß eilte zur Kabine, diskutierte im Vorraum laut mit Nerlinger. «Ich war so unruhig, schließlich ging es da um 50 Millionen.» Und um seinen großen Traum. dapd/AZ

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Fußball Holger Badstuber bei Bayern Fan Club Bavarian Eagles im Schlößle in Finningen zu Gast
Foto: Karl Aumiller

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Fußball Holger Badstuber bei Bayern Fan Club Bavarian Eagles im Schlößle in Finningen zu Gast beim Autogramme schreiben
Foto: Karl Aumiller

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Fußball Holger Badstuber bei Bayern Fan Club Bavarian Eagles im Schlößle in Finningen zu Gast beim Autogramme schreiben
Foto: Karl Aumiller
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