Samstag, 25. November 2017

12. Juli 2017 08:55 Uhr

FC Bayern

James und Co.: Spielen jetzt die offensivsten Bayern aller Zeiten?

Mit der Verpflichtung von James Rodriguez ändert sich auch die spielerische Ausrichtung des FC Bayern. Möglich ist jetzt der gnadenloseste Offensivfußball der Vereinsgeschichte.

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Real Madrid hat BBC (Bale, Benzema, Cristiano Ronaldo), der FC Barcelona feiert sein Trio MSN (Messi, Suarez, Neymar) und der FC Bayern? Auf die Ansammlung dreier Weltstars im Sturm reagieren die Münchner mit einer Alternativstrategie.

Robert Lewandowski ist ein sensationeller Stürmer, kommt aber nicht ganz an die Klasse der beiden Weltstars Ronaldo und Messi heran. An guten Tagen können Franck Ribéry und Arjen Robben immer noch jede Abwehr der Welt sprengen. Aber die guten Tage werden seltener, die Verletzungspausen dagegen nicht.

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Trotzdem müssen sich die Bayern nicht hinter der Offensivkraft der spanischen Spitzenklubs verstecken. Der Transfer von James Rodriguez macht eine der offensivsten Ausrichtungen im europäischen Top-Fußball wahrscheinlich. Denn während bei Barcelona und Real die Angriffs-Last meist auf drei Schultern verteilt ist, stürmt bei den Bayern wohl bald die halbe Mannschaft. Dafür sorgt nicht nur James Rodriguez, sondern auch Neuzugang Corentin Tolisso.

Mit Tolisso kommt die Umstellung

In der Abwehr wird sich nicht viel Neues tun. Vor Manuel Neuer bilden in den meisten Spielen Kimmich, Boateng, Hummels und Alaba die Viererkette. Dann aber könnten die Bayern eine Systemumstellung im Vergleich zur vergangenen Spielzeit vornehmen.

Mit Tolisso und Thiago steht den Münchnern nun ein Mittelfeldduo zur Verfügung, das seine Kernkompetenz nicht unbedingt in der Defensivarbeit sieht. Thiago geht gerne ins Dribbling und leitet Angriffe mit seinem feinen Passspiel ein. Tolisso hingegen stößt immer wieder gerne in die Spitze und sucht den Torabschluss. Rechts und links sorgen Ribéry und Robben in bewährter Manier für Verwirrung in gegnerischen Defensivreihen. Mit James hinter der einzigen Spitze Robert Lewandowski wird das Spiel der Münchner noch facettenreicher. Der Kolumbianer verfügt über einen famosen Schuss und kann auch außerhalb des Strafraums den Abschluss suchen.

So sähe die Aufstellung des FC Bayern dann aus: Neuer - Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba - Thiago, Tolisso - Robben, James, Ribéry - Lewandowski

Selbstverständlich birgt eine derart offensive Ausrichtung die Gefahr, in der Defensive anfälliger zu werden. Mit Javi Martinez, Arturo Vidal, Sebastian Rudy oder auch Niklas Süle verfügt Trainer Carlo Ancelotti aber über genügend Personal, um die Abwehrarbeit kompakter zu gestalten. AZ

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Das ist der FC Bayern

Der FC Bayern ist der erfolgreichste Fußballverein Deutschlands. Am 27. Februar 1900 wurde der Verein gegründet. Er geht aus der Fußballabteilung des MTV München hervor. Der FC Bayern gewann in seiner Geschichte bislang 26 Mal die deutsche Meisterschaft und 18 Mal den DFB-Pokal. Außerdem waren die Münchner in allen internationalen Wettbewerben erfolgreich. So gewann man fünf Mal die Champions League (ehemals: Pokal der Landesmeister), ein Mal den Pokal der Pokalsieger (1967) und den Uefa-Pokal (1996). In den Jahren 1976 und 2001 gewannen die Münchner den Weltpokal, 2013 die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft.

Für den FC Bayern München spielten unter anderem: Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Maier, Uli Hoeneß, Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge, Klaus Augenthaler, Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Oliver Kahn, Mehmet Scholl und Michael Ballack.

Vorstandsvorsitzender des FC Bayern ist Karl-Heinz Rummenigge. Trainer der Mannschaft ist seit Juli 2016 Carlo Ancelotti.


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