Montag, 24. November 2014

24. Juni 2011 14:52 Uhr

Fußball

FIFA stellt Imagekampagne vor: «Lebe deine Ziele»

Mit einer neuen Imagekampagne und der WM als Steilvorlage will die FIFA den Frauenfußball weltweit besser vermarkten.

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Nationalspielerin Kim Kulig wirbt für den Frauenfußball. dpa

«Man sieht, dass sich einiges getan hat, aber wir sind noch lange nicht am Limit. Mit der WM wollen wir zeigen, dass sich noch einiges mehr tut im Frauenfußball», sagte die deutsche Nationalspielerin Kim Kulig bei der Vorstellung der Kampagne «Live your goals» («Lebe deine Ziele») in Berlin.

Zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft gegen Kanada stellten Kulig und die kanadische Spielführerin Christine Sinclair die Initiative des Fußball-Weltverbandes vor. «Natürlich haben wir Hoffnungen und Träume, dass irgendwann der Frauenfußball eine ähnliche Bedeutung hat wie der Männerfußball», sagte Sinclair.

Mit der Kampagne will die FIFA Frauen und Mädchen weltweit für den Fußball begeistern. «Die Initiative 'Live Your Goals' soll Mädchen zeigen, dass der Fußball eine tolle Freizeitbeschäftigung ist», erklärte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. «Ich freue mich, dass immer mehr Frauen weltweit Fußball spielen. Fußball ist für alle. Das habe ich schon immer gesagt. Dieses Turnier in Deutschland wird bestimmt ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Frauen-Weltmeisterschaften», sagte Blatter.

Das mit 73 680 Zuschauern ausverkaufte Eröffnungsspiel im Berliner Olympiastadion zeige, «dass Deutschland ein wahres 'Frauenfußball-Land' ist», betonte der 75 Jahre alte Schweizer.

Auf einen Titelfavoriten wollte sich der zu Neutralität verpflichtete FIFA-Boss nicht festlegen: «Der Frauenfußball hat in den letzten Jahren eine sehr starke Entwicklung erlebt, deshalb kann in diesem Turnier alles passieren. Natürlich scheint Deutschland als Titelverteidiger sehr stark, aber ich bin sicher, dass sich alle Teams optimal vorbereitet haben und dass sie alles daran setzen werden, die Hierarchie im Frauenfußball durcheinanderzuwirbeln.»

Der zuletzt wegen der Korruptionsvorwürfe in seinem Verband stark kritisierte, aber wiedergewählte FIFA-Chef rechnet beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Kanada auch mit Pfiffen. «Pfiffe hört man bei Großereignissen wie Konzerten sowie bei Sportanlässen, inklusiv Fußballspielen, immer wieder. Es geht nicht um mich. Leute, die mich auspfeifen, pfeifen die FIFA, die Frauen-Weltmeisterschaft, die ganze Familie des internationalen und deutschen Fußballs aus», erklärte Blatter. (dpa)

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