Donnerstag, 21. August 2014

18. Dezember 2012 11:07 Uhr

Fußball

Alaba erneut Österreichs Fußballer des Jahres

Bittere Stunden gab es im fast abgelaufenen Fußball-Jahr für David Alaba genug - da dürfte die Freude über die große Ehre zum Jahresende umso größer gewesen sein. Zum zweiten Mal nacheinander wurde der 20-Jährige zu «Österreichs Fußballer des Jahres» gekürt.

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David Alaba ist Österreichs bester Kicker. Foto: Peter Kneffel dpa

«Es hat neben vielen Höhen auch Tiefen gegeben, zum Beispiel die Sperre im Champions-League-Finale und vor allem die Verletzung. Da bin ich Gott sehr dankbar, dass er mir die Kraft gegeben hat, wieder zurückzukommen. Ich kann aus diesem Jahr in jeder Hinsicht viel mitnehmen», gestand der Außenverteidiger des FC Bayern.

Bis 2015 ist Alaba an den deutschen Rekordmeister vertraglich gebunden. Nach Ansicht von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist sportlich noch viel zu erwarten von dem Allrounder. «Hier steht einer glänzenden Karriere als Fußballprofi wohl nichts mehr im Wege. Der Junge ist einfach prima und beim FC Bayern längst ein toller Sympathieträger», sagte Rummenigge der Nachrichtenagentur APA, die die Wahl in Österreich durchführte.

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Viel Lob gab es auch von den Mannschaftskameraden für Alaba, der nach einem Ermüdungsbruch in der Saisonvorbereitung monatelang für das Comeback schuften musste. «David und ich verstehen uns super, sowohl auf dem Platz als auch privat», schilderte Franck Ribéry, auch Sitznachbar in der Bayern-Kabine. «Für mich ist Alaba eines der größten Talente im europäischen Fußball. Mir macht es riesigen Spaß, mit ihm beim FC Bayern auf der linken Seite zusammenzuspielen.» Kapitän Philipp Lahm bezeichnete den Mitspieler als «riesiges Talent mit einem unglaublichen Spielverständnis. Und privat ein ganz netter Bursche.»

Alaba, dessen erstes Fußball-Trikot eines von Mehmet Scholl war, wechselte 2008 von der Wiener Austria nach München. 2009 gab er sein Debüt in der Bundesliga, mit 17 Jahren debütierte er in der Champions League. Zu Beginn des Jahres 2011 liehen die Bayern den Youngster für eine Halbserie an 1899 Hoffenheim aus. Als Stammspieler beim FC Bayern wurde er mit klarem Vorsprung vor dem Schalker Christian Fuchs, Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, nun bereits zum zweiten Mal zu «Österreichs Fußballer des Jahres» gekürt. Erst vier andere Profis aus dem Alpenland wurden vor dem Sohn eines Nigerianers und einer Philippinin mehr als einmal mit der seit 1984 vergebenen Auszeichnung bedacht.

Derweil dürfte die Sammlung an Vereinstiteln nach Alabas Geschmack gerne größer werden, wo bislang das Double 2010 zu Buche steht. «Ich will mit Bayern Meister werden», sagte der abgezockte Elfmeterschütze. «Und wenn wir wieder ins Champions-League-Finale kommen sollten, wäre das ein Traum.» Beim Final-Drama gegen den FC Chelsea hatte er im Mai dieses Jahr gelb-gesperrt zuschauen müssen.

Längst ist Alaba, der auch im defensiven Mittelfeld als Vertreter des damals verletzten Bastian Schweinsteiger schon überzeugen konnte, bei den Bayern gesetzt. «Ich kann nur immer staunen, was der Junge technisch alles draufhat. Er wird sicherlich ein großer Spieler werden», prophezeite Schweinsteiger.

Öffentliche Auftritte abseits des Platzes sind dagegen nicht so das Ding von Alaba, der mit dem unverkennbaren Wiener Schmäh sprechen kann. Umso überraschender ist da eine Gesangseinlage auf Youtube. Dort fährt Alaba über die Autobahn und singt «Baby», einen Justin-Bieber-Song. Eingestellt haben soll das Video Ryan Babel, ein mit ihm befreundeter ehemaliger Teamkollege aus der Zeit in Hoffenheim. Immerhin hört er Bieber-Songs auch jetzt noch auf dem Weg zum Bayern-Training. (dpa)

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