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01. Februar 2012 14:15 Uhr

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Assauers Alzheimer-Bekenntnis: Es ist endlich raus

Der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer (67) hat für das öffentliches Bekenntnis seiner Alzheimer-Erkrankung bundesweit Lob und Zuspruch bekommen.

Rudi Assauer wird für das öffentliches Bekenntnis seiner Alzheimer-Erkrankung gelobt. Foto: Ingo Wagner dpa

«Wenn Prominente wie er mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit gehen, ist das eine Hilfe für viele andere sich zu entschließen: Jetzt gehe ich auch in die Klinik», sagte Hartmut Fahnenstich von der Essener Memory-Klinik, in der Assauer ambulant behandelt wird. Früherkennung könne den Krankheitsprozess erheblich verlangsamen, sagte der Therapeut. Vom 60. Lebensjahr an seien Vorsorgeuntersuchungen einmal jährlich sinnvoll. Bundesweit leiden nach Schätzungen etwa 700 000 Menschen an der Hirnerkrankung, die oft zu spät erkannt wird.

Assauer zeigte sich nach der Veröffentlichung erleichtert. «Gott sei Dank, es ist endlich raus», zitiert ihn die «Bild»-Zeitung. Im «heute journal», war zu sehen, wie viel Kraft ihn die Heimlichtuerei mit der Krankheit vorher gekostet haben muss. Gezeigt wurde etwa ein Auftritt bei einem Fußball-Veteranentreffen, für das Assauer alte Anekdoten zusammen mit seiner Frau Britta regelrecht einstudieren musste. Assauer lebt seit Ende vergangenen Jahres getrennt von seiner Frau bei seiner Tochter in Gelsenkirchen.

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«Ich erkenne gewisse Leute, zum Teil alte Freunde und gute Bekannte, auf den ersten Blick nicht mehr - das ist einfach nur schlimm für mich, eine Qual», schreibt Assauer in seinem Buch «Wie ausgewechselt - Verblassende Erinnerungen an mein Leben» laut einem Vorabdruck im «Stern». «Ich kann sie dann nicht direkt mit Namen ansprechen, bin unsicher. Im Grunde möchte ich in diesen Momenten nur weg.» Assauer spricht von einer «Katastrophe» in seinem Kopf. Das mit dem Münchner Journalistin Patrick Strasser zusammen verfasste Buch erscheint am 2. Februar.

«Rudi! Mach das, was Du am besten kannst - Kämpfen!», riet die Schauspielerin Sophia Thomalla in der «Bild»-Zeitung. Sophia Thomalla ist die Tochter der früheren Assauer-Lebensgefährtin und «Tatort-Kommissarin Simone Thomalla. Die Krankheit könne auch den Freunden und Angehörigen «so viel nehmen», klagt Sophia Thomalla, die ein enges freundschaftliches Verhältnis zum früheren Partner ihrer Mutter (2000 bis 2009) hat.

Die ersten Vorboten der Krankheit seien bereits 2004 oder 2005 aufgetaucht, noch in seiner Zeit als Manager des Bundesligisten Schalke 04, heißt es in dem «Stern»-Vorab. Erst im Januar 2010 begab sich der heute 67-Jährige aber in ärztliche Behandlung. Der Schritt an die Öffentlichkeit geschehe nun auch, um unzutreffenden Gerüchten über eine Alkoholsucht entgegenzutreten. «Man sollte das Kind beim Namen nennen. Zack, bumm», schreibt Assauer.

Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zeigte sich in einer Erklärung schockiert. «Auch wenn wir letztendlich nicht immer einer Meinung waren, habe ich mit Rudi Assauer persönlich sehr gute Zeiten auf Schalke erlebt. Dass ihn diese furchtbare Krankheit ereilt hat, macht mich sehr betroffen», heißt es darin. Fans des Vereins gründeten im Portal Facebook eine Unterstützergruppe unter dem Motto «Rudi Assauer wir Schalker sind bei Dir». «Ohne Rudi wäre Schalke nicht das Schalke was wir lieben», schreibt darin ein Fan. (dpa)

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