Donnerstag, 23. Mai 2013

17. Juni 2011 19:42 Uhr

Löw wirft Capitano aus der DFB-Elf

Ballack attackiert: "An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten"

Im Urlaub hat Michael Ballack von der Pressemitteilung des DFB erfahren, die seinen Rauswurf aus der Nationalelf verkündete.

Bundestrainer Joachim Löw (r) holt Michael Ballack nicht zurück in die Nationalmannschaft. dpa

Nach seinem durch Joachim Löw mittels einer DFB-Erklärung verkündeten Abschied aus der Fußball-Nationalmannschaft hat Michael Ballack den Bundestrainer scharf angegriffen. Er habe am Donnerstag im Urlaub von der Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erfahren und sei über «Form und Inhalt der Nachricht» enttäuscht und überrascht.

«Wenn jetzt so getan wird, als sei man mit mir und meiner Rolle als Kapitän der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft jederzeit offen und ehrlich umgegangen, ist das an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten», heißt es in einer Erklärung, die am Freitag im Auftrag von Ballacks Berater Michael Becker von einer Hamburger Kanzlei verbreitet wurde.

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Der langjährige Kapitän lehnte das DFB-Angebot für ein Abschiedsspiel ab. Ein längst vereinbartes Freundschaftsspiel als Abschied zu deklarieren, «ist aus meiner Sicht eine Farce», sagte Ballack. Der DFB hatte ihm in Aussicht gestellt, am 10. August gegen Brasilien zum Abschluss seiner Länderspiel-Karriere sein 99. Länderspiel zu absolvieren.

Löw hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass er nicht mehr mit Ballack plane. «In unseren Gesprächen hatte ich den Eindruck, dass Michael durchaus Verständnis für unsere Sichtweise hat», hatte er auf der DFB-Homepage erklärt. «Im Interesse aller» sei nun eine ehrliche und klare Entscheidung angebracht, so Löw.  dpa

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