Montag, 23. Oktober 2017

19. Juni 2017 19:20 Uhr

Confed Cup 2017

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Leon Goretzka und Lars Stindl sammeln gleich beim Confed-Cup-Start gegen Australien Pluspunkte in Löws Perspektivkader. Ganz anders ergeht es dem unglücklichen Schlussmann Leno.

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Leon Goretzka (l) traf zum zwischenzeitlichen 3:1.
Foto: Christian Charisius (dpa)

Torwart Bernd Leno war mit seinen Patzern bei den Gegentoren der Verlierer unter den deutschen Gewinnern zum Auftakt des Confed Cups. Jubeln über ihre ersten Treffer im Nationaltrikot konnten dagegen beim 3:2 (2:1) in Sotschi gegen Australien Lars Stindl und Leon Goretzka. Die Einzelkritik:

Leno: Ganz bitter. Beide Gegentore gingen auf seine Kappe. Das gibt Minuspunkte im Torwart-Kampf hinter Neuer. Packte am Ende besser zu.

Kimmich: Erst in neuer Funktion als Innenverteidiger der Dreierkette. Zeigte seine Stärken aber offensiv als kluger Vorbereiter. 

Mustafi: Begann souverän. Dann aber mehrmals unkonzentriert wie beim Kopfball von Sainsbury. Unglücklich angeschossen vor erstem Gegentor.

Rüdiger: Gut in den Zweikämpfen, wurde aber von den technisch limitierten Australiern auch kaum gefordert. 

Brandt: Unglaublich agil und mit toller Vorarbeit vor Stindls Tor. Aber einige Bälle versprangen. Er will manchmal noch zu viel.

Goretzka: Das war stark. An praktisch allen gefährlichen Aktionen beteiligt. Krönte seine tolle Leistung mit dem DFB-Premierentreffer.

Rudy: Der Neu-Münchner stopfte gewohnt solide die Löcher vor der Abwehr. Die Fans johlten nach seinem Schuss auf den Stadion-Oberrang.

Draxler: Der Käpt'n hatte viel Ballbesitz, aber einen missliche Ballverlust vor dem ersten Gegentor. Trug Verantwortung beim Elfer. 

Hector: Fand auf der linken Außenbahn in offensiverer Position nicht richtig ins Spiel. Insgesamt zu brav. 

Stindl: Immer in Bewegung und geschickt im Spiel zwischen den Linien. Wies dem Team mit seinem früheren Premierentor den Weg zum Startsieg.

Wagner: Ein wuchtiger Flugkopfball und eine Großchance. Beschäftigte als Stoßstürmer die kantigen australischen Verteidiger.

Werner: Kam in der zweiten Halbzeit für Wagner und startete mit viel Schwung. Pech beim Pfostentreffer (75.). 

Süle: Wurde für Brandt eingewechselt. Sollte für mehr Stabilität in der Dreierkette sorgen. Wirkte in Laufduellen nicht spritzig genug.

Can: Brachte als Stabilisator in der Schlussphase Ruhe ins deutsche Spiel. Genau das wollte Löw von ihm sehen.

AZ/dpa

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